Full text: Lübeckische Blätter. 1958 (118)

der Zugänge zum Saal sowie der Toiletten not- erarbeitet hatte, wurde Herr Müller-Scherz erneut wendig. Nicht weniger wichtig ist die Schaffung mit der Planung beauftragt. einer Gaststätte (Foyer) für die Konzertbesucher. Um es gleich vorweg zu sagen, das gesamte Bau- Der Verein der Musikfreunde sieht sich immer vorhaben umfaßt einen Kostenaufwand von rund wieder veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß das an- 1 Mill. DM. Es besteht aus zwei Bauabschnitten, spruchsvoll gewordene Konzertpublikum wegen der wovon jeder Bauabschnitt etwa 500000,] DM genannten Mängel in immer stärkerem Maße auf den kostet. Der erste Bauabschnitt umfaßt ein Wohn- Besuch der künstlerisch wertvollen Konzerte ver- gebäude, 314 Geschoß hoch, mit der Hauptfront zichtet. an der Kronsforder Allee, dort, wo sich der Eingang, Die Vorsteherschaft sah sich vor die Frage ge- die Gastwirtschaft und der Textilwarenladen be- stellt, ob man auf den Konzertsaal Kolosseum in fanden. Zukunft verzichten sollte. Sie kam zu der Auf- Dieser Bauabschnitt kann ohne Zuschuß finanziert fassung, daß das Lübecker Konzertleben dadurch werden, da er sich selbst trägt. Mit dem Haus eine Verarmung erfahren müßte. Der Verein der werden 20 Einzimmer-Komfortwohnungen und Musikfreunde wäre dann ausschließlich auf die 4 Zweizimmer-Komfortwohnungen gebaut. Im Kongreßhalle angewiesen, die aber leider nur an Kellergeschoß sind neben der zentralen Ölheizung netzen Tagen im Jahr für Konzerte zur Verfügung Ering. Abrieltuws für Y: . ohuungstnisbor . un eller für Läden oder Ga chaft vor- Die Pläne zur Umgestaltung sind sehr reiflich gesehen. Gleichzeitig werden hier die neuen Herren- durehdacht und diskutiert worden. Schon im und Damentoiletten für das Kolosseum selbst in Jahre 1955 hat die Vorsteherschaft einen Ideenplan moderner Bauweise untergebracht. Der Zugang zu für die Umgestaltung durch den Architekten Herrn den Toiletten erfolgt von der Wandelhalle. Im Erd- Dipl.-Ing. Müller-Scherz aufstellen lassen. Bereits geschoß sind neben einer Gastwirtschaft zwei Läden diese erste Planung ließ erkennen, daß eine wirklich vorgesehen. Zwischen den beiden Läden wird ein erfolgrersprechende Umgestaltung hohe Baukosten repräsentativer Zugang zum Kolosseum entstehen. verursacht. Im vergangenen Winter wurde die Wie aus den Ausführungen zu erkennen ist, werden Planung neu aufgegriffen. mit dem Wohnhaus die sehr kostspieligen Toiletten, Es wurden Wege gesucht, wie durch eine bessere der Haupteingang zu den Sälen und voraussichtlich wirtschaftliche Ausnutzung des an sich wertvollen auch ein Teil der Heizung für das Kolosseum selbst Grund und Bodens Kosten aus dem sogenannten geschaffen. Die Kosten für diese Anlagen, die an unrentierlichen Teil (Saal) auf den rentierlichen Teil sich im unrentierlichen Teil liegen, werden auf diese (Vordergebäude) sinnvoll abgewälzt werden könn- Weise dem rentierlichen Teil, nämlich dem Wohn- ten. Nachdem die Vorsteherschaft sich eine unge- haus, zugeschlagen und sind somit leichter zu fähre Vorstellung über die gegebenen Möglichkeiten finanzieren. 150
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