Full text: Lübeckische Blätter. 1957 (117)

Einzelhandel entschließen kann, eine gemeinsame Dabei sind zwei Fragen zn lösen, nämlich die Außenwerbung durchzuführen, d. h. die Firmen Auswahl der anzustrahlenden Objekte und die Ver- auf eine Sonderbeleuchtung ihrer Straßenfronten teilung der dureh die Anstrahlung entstehenden und die Anbringung von Lichterketten verzichten, Kosten. um zusammen eine andersartige, aber wohl bisher Die Auswahl sollte durch einen Ausschuß er- einmalige Lichtwerbung vorzunehmen, und zwar folgen, dem Vertreter der Einzelhandelsverbände, die Anstrahlung der alten Bauwerke. Dabei ist der Stadt und einige, besonders hierfür geeignete nicht nur an die Kirchen oder mittelalterlichen Persönlichkeiten angehören sollten. Bei der Aus- Profanbauten gedacht, sondern auch an besonders wahl sollte versucht werden, Bauten herauszufin- schöne Häuserfronten, die sich in fast allen Straßen den, in denen sich nach Möglichkeit keine Einzel- der Innenstadt noch befinden. Dureh eine mög- handelsgeschäfte befinden, was sich im wesent- liehst starke Verteilung der Häuser, die angestrahlt hichen erreichen lassen könnte. Der festgestellte werden, auf die einzelnen Geschäftsstraßen, wer- Plan könnte zur Einsicht für die Firmen ausgelegt den auch die nicht in den unmittelbaren Haupt- werden, Einsprüche könnten notfalls durch ein straßen gelegenen Firmen von dieser neuen Wer- ßgchiedsgericht, das z. B. der Ausschuß berufen bung ihren Nutzen haben. könnte, entschieden werden. Es würde dann in der Innenstadt eine ganz eigen- Für die Verteilung der Kosten müßte ein be- artige Atmosphäre geschaffen werden, die auch auf sonderer Modus gefunden werden, man könnte den Menschen der Gegenwart ihre Anziehungskraft gp. B. so vorgehen, daß die Gesamtzahl der in den ausüben wird. Es sei dabei an die Anstrahlung von hetreffenden Straßen, die von der Aktion berührt Holstentor und Burgtor in den letzten Jahren als werden, vorhandenen Schaufenster kestgestellt Beispiel! erinnert. Us würden nieht mehr die wird, und dann die Kosten nach der Zahl der gleißend hellen Lichterketten und ebenso erleuch- Schaufenster der einzelnen Firmen umgelegt wer- teten Häuserfassaden das Stadtbild beherrschen, den. sondern die in warmes Licht getauchten Kirchen Wenn dieser Vorschlag sich dank der Einmütig- und Häusergiebel. Rs würde die Menschen unserer keit der betroffenen Firmen erreichen ließe, würde Stadt selbst wie die der umliegenden Ortschaften J;iheck eine Weihnachtswerbung durchführen, die und Städte reizen, dies ganz andersartige Bild zu wohl bisher einmalig in der Bundesrepublik sein erleben - und natürlicherweise werden sie mit dürfte einem Besuch aus diesem Grunde auch ihre Ein- . käufs verbinden. ; G (Vorstehenden Vorschlag hat die Gesellschaft Es würde dabei noch mehr erreicht werden, dem Lübecker Einzelhandelsverband vorgelegt. Er es würde die wärmende Lichtfülle der Innenstadt jst in einer Sitzung des Verbandes eingehend be- uns wieder hinlenken oder wenigstens ahnen lassen, sprochen worden. Der Verband glaubt aber, daß was denn das Fest der Weihnachten überhaupt dem cr von der sogenannten Weihnachtsaußenwerbung Menschen sagen will. Dabei wäre dann aber Vor- jn den Straßenzügen zur Zeit nicht abgehen könne. aussetzung, daß auch der Liehterbaum von den Kr will aber versuchen, eine zusätzliche Anstrah- Häusergesimsen und aus den Schaufenstern ver- lung der Petri-, Marien- und Jakobikirche sowie schwindet, um ihn wirklich dem Bereich der Holstentor und Burgtor durch Verhandlungen mit Familie vorzubehalten; die Stadtverwaltung müßte der Stadt zu érreichen.) dann gebeten werden, ihre Tannenbäume an öffent- lichen Plätzen auch erst am 4. Advent z. B. aufzu- Veranstaltungen stellen und die Lichter an ihnen anzuzünden. ontek. Natoriai und Natur Die Virme n selbst könnte n dann ihre ganze Auf- Über das obige Thema. spricht in der Vortragsreihe der " merksamkeit und ihr Können der Ausgestaltung Gesellschaft am Dienstag, den 5. November 1957, Herr Dr. d ihrer Schaufenster widmen, um dadurch zusätzlich habil. Hans Werner Hegemann vom Deutschen Handwerks- d für die einzelnen Häuser die Käufer anzuziehen.. institut, Leiter der Abteilung für F. ormgebung, ans Frank- s Neben dem eigenen Nutz on würde durch eine tt . Reden und Abhandlungen über Formgebung ': solehe Werbung ein allgemeiner, nun nicht in Geld wender sich in immer stärkerem Male einseitig der tech- v ausgedrückter Nutzen erzielt werden können, näm- nischen Vormgebung zu. Die Bedeutung des Handwerks als lich der weiteren Veräußerlichung dieses kirch- eines formschaffenden Faktors unserer Kultur und als Bil- [s);v Lester des eugleich ah in urn rze[Ü4:157., ) "):1.164) 257te ;) pr boruizas. Üach. noch das Vest ist, .m dem etwas. von dem Sein Kritik über die Situation des Handwerks geüht worden ist, und Sinn der Familie bewußt wird. entgegenzu- suollten nun der Öffentlichkeit mehr konkrete Anregungen wirken. gegeben werden, mit deren Hilfe das Verständnis für die Und immer noch hat es der Lübecker Kaufmann Es zrgOtisreitder Loriztott. Bf en Febietder Uste: gewußt, daß er nicht nur seinem eigenen Vorteil so ne Ärctikaus, ern lormung ao; zustreben soll, sondern auch den allgemein mensch- ss empfangen könnte. lichen Werten. Der Vortrag will zeigen, wie in der Spanne zwischen wer- Ein solcher Vorschlag muß sich aber auch Vor- keztler E pr) hévrhettetorm Natteial zieh. 9rr Fuir stellungen über die technische Durchführbarkeit gon, dis hior dureh die 156jährige Entwicklung der Verwis. machen. sénschaftlichung der Technik. der Industrialisierung, des I06
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