Full text: Lübeckische Blätter. 1957 (117)

der Ankauf dieses Grundstückes gelegen, und die Stahlstützen gefallen lassen müssen, so dal) auch Verwaltung hat gern die Auflage übernommen, lier in rein technischer Art das Neue dem Alten nieht nur innerhalb eines Jahres den Wiederaufbau beigefügt wurde, wenn in diesem Falle auch — wie zu vollziehen, sondern auch die Fassade in der alten uns dünkt — der Schönheit Gewalt angetan wurde. Form wiedererstehen zu lassen. Wir haben uns überhaupt gegen allzustrenge Hin- Wir haben darüber hinaus versucht, bei der Ge- haltung baupolizeilieher Bestimmungen wehren staltung des Hausinnern die alte Raumeinteilnmg müssen, um dem Stil und der Schönheit nicht zu wenigstens anklingen zu lassen, soweit sich dies mit sehr zu schaden. den Erfordernissen einer modernen Bank vereinen Vs ist erklärlieh, daß gerade bei einem Ban wie ließ. So ist der die ganze Hausbreite füllende Schal- diesem immer wieder das Problem auftauchte, neu- terraum mit dem über den Zwischenstock hinaus- zeitliche Erfordernisse und Wahrung alter Schön- gehenden Oberlicht ein Anklang an die alte Diele. heit und Tradition zu einem harmonischen Ganzen Wie einst liegt neben der Eingangstür allerdings zu vereinen. Bauherr und Bauleitung haben sich nur ein Kontorraum, während wir an Stelle des im Zusammenwirken mit demDenkmalrat der Stadt zweiten Kontorraumes eine Art von kleiner Diele bemüht, dieses Problemnachbesten Kräften zu lösen. mit Treppenaufgang zum Zwischenstock angelegt Die ausführenden Handwerker haben mit ihrer haben. Die Diele ist also entsprechend dem heutigen ganzen Hingabe und ihrem ganzen Können diesem Zweck als Aufgang zum Zwischengeschoß und in Merk gedient: die Bauhandwerker und Zimmer- die oberen Räume nach vorne verlegt worden. Die leute, die Tischler, Maler und Stukkateure! Wir, nach oben führende Treppe sollte eigentlich ganz die wir das Werden dieses Hauses von Anfang an aus altem Bestande, der noch aus den Zerstörungen miterlebten, spürten in so vielen Dingen, oft Klei- der Bombennacht von einem unserer alten Häuser nigkeiten, die Hingabe, mit der dieser Bau geschaf- in der Fischergrube übriggeblieben ist, genommen fen wurde. – Und ist die Fassade, die dem neuen werden. Es konnten leider nur zwei wunderschöne Haus in liebevoller Arbeit das altgewohnte Gesicht Treppenpfeiler verwendet werden, die aber die Er- gegeben hat, nicht eine Manifestation besten hand- innerung an die einstige Gestaltung aufkommen werklichen Könnens ? lassen, genau so wie die Decke, die in den zweiten An dieser Fassade sind über dem Portal die Worte Kontorraum im Zwischenstock hinüberreicht, wo eingemeißelt: wir uns entschlossen haben, einen Kontorraum im „Dominius providebit“ Stile der Buddenbrookzeit einzurichten, um neben ; : Ec m; der Wiederherstellung der Fassade und de: „t: 1. h sor leer n sÂr hefseu . Piete Morte rice g ei i 1 noch ein übriges für das J. .. ? ! rte iq such .. Hausse unter L die hier wirken werden, daß unsere So "gon und Pra cittce 71 tun Mühen Grenzen gesteckt sind und daß wir — wenn Dnverändert aurch alle Umbauten des Hauses Y!! "ser Bestes in der Axrpsit hergeben i haben sich durch die Jahrhunderte die alten goti- doch nur demütig Empfangende bleiben yo? gor, schen Kellergewölbe mit ihren mächtigen Pfeilern Z1. dessen Ehre St. Marien mit seinen wncorgen d. îpnitzb s hat tüte Uielta F gebaut ist, deren Schatten von der anderen P p w . 10 ten. â zr ? le e len aueh in Straßenseite in die Fenster des Buddenbrookhauses Schutt und Asche legte. Eigentlich mülßtten nach fallen. Y olkshank in den Annalen dieses den Berechnungen der heutigen Statiker auch diese Möge unsere Volicsbank m üen.j uuuer te Kellergewölbe mit zusammengebrochen sein und Hozssseien guteuuuohrwelen! l thut dürften nieht mehr bestehen. Aus diesem Grunde, . Mir ysrdon unser Beztez ä Stzrudk sagt: d. h. also, um den neuzeitlichen statischen Anforde- hinaus möge gelten, yss uns Lor »y ' rungen Rechnung zu tragen, haben sie sich noch Dominus proridebit. Zu einer Nachbesprechung Was hier gemeint ist, findet sich in Nr. 12 der lichen und somit, interessanten Vall, dal ein stell- Liübeckischen Blätter, 23. Juni, in der Abteilung: vertretender Schriftleiter nieht nur das schon be- Theater und Musiic. . G. Lindtke bespricht dort sprochene und von ihm am Schluß seiner Ausküh- „Das Tagebuch der Anne Frank. Ein Stück von rungen herangezogene Stück, sondern auch 1: Be- F. Goodrich und A. Hackett nach dem gleichnami- sprechung des ständigen Sehriftleiters einer von gen Buch“’, aufgeführt vom Lübecker Theater. Er Nachbesprechung unterzieht. : i hängt an don schluß seines Artikels Betrachtungen. ," cnn Gt etz ei denen es sich, trotz dem Fehlen näherer Anga- ier, wenn a V . cz hlossen ben, um das Stück „„Wenn der Schein zerfällt‘ han- Schluß sehen werden. ],irbsi ist ns! UW z delt, besprochen in den Lübeckischen Blättern dal für die eine wie für ds... re gr g die Nr. 8, 21. April, vom Schriftleiter Dr. Georg Beh- Abfassung durch den jeweiligen el h . üÂr di fle; dend angesehen werden soll; die Tat rey. Ds G. liuiike für a is Hr. 1 sie Fhrilüctan eb outs hzid: ja ZF nicht zufällig, und jedenfalls 1 57
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