Full text: Lübeckische Blätter. 1957 (117)

es vorbehalten, ihre Schalter ,„allen und jeden, die den Sparkasse überhaupt von der Gesellschaft zur Beför- Ertrag ihrer Ursparung oder ihres Krwerbes sicher und derung gemeinnütziger Tätigkeit gegründet. Der zinsbar anzulegen wünschen“ zu öffnen und dureh Plan für die Errichtung der Anstalt erlangte durch diese unbeschränkte Befugnis zur Teilnahme den Cha- Dekret des Lübecker Senats vom 26. April 1817 rakter einer Sparkasse in seiner engsten und strengsten .nobrigkeitliche Autorisation‘‘, d. h. staatliche Geneh- Auffassung abzustreifen. migung. Bemerkenswert ist bei dieser Gründung, dal Aktiva sie nieht nur für Minderbemittelte gedacht war, son- dern der gesamten Bevölkerung zugute kommen Kassenbes Dr. Ludwig Heller, Geschichte der Lübecki- sollte: der bankähnliche Charakter, den im Laufe ankstith; schen Gesellschaft zur Beförderung ge- ihrer Entwicklung alle Sparkassen annahmen, war bei ankgnth: meinnütziger Tätigkeit von ihrer Grün- diesem Institut demnach - nicht zuletzt wegen Feh- Wechsel, f dung bis zum Jahre I1857, v. Rohden’'sche lens anderer Banken am Orte + von Anbeginn (ähn- Wertpapis Buchhandlung Lübeck 1859 lich wie in Bremen) vorhanden. - Um die Sparkasse pap bei den Bürgern einzuführen, wurde für das erste Ausgleichs (Seite 225). (Bei der Besprechung des Planes der Jahrzehnt ihres Bestehens eine Sicherheit in Form Deckunegst Spar- und Anleihe-Kasse zu Lübeck.) ... Zur Sicher- von sog. Verpflichtungsunterschriften geschaffen, die : t heit der Darleiher und zur Bürgschaft für die prompte dann aber wegen der ständigen Aufwärtsentwicklung Debitoren Bezahlung der Zinsen wie der Kapitalien dienen, außer sich erübrigte und deshalb im Jahre 1827 abgeschafft Langfristi; den gesamten angeliehenen und sicher belegten Kapi- wurde. Die Sparkasse hatte zunächst keine eigene Durchlauf talien nebst deren Zinsen-Ertrage, über welche auf Rechtspersönliehkeit, sondern war eine Einrichtung : keine Weise zu etwanigen, dieser Anstalt fremden der „„Gesellschaft“. Erst nach Einführung des BGB Beteiligun Zwecken disponirt werden kann, sichere Verpfliehtungs- erhielt sie im Jahre 1905 die Rechtsform einer rechts- Grundstüc Unterschriften, welche schon jetzt bis auf die Summe fähigen Stiftung dureh Genehmigung des Senats r: von 10000 Mark angewachsen sind. Die Original- gemäß sg 81 BGB. .. . tonstiges Verpflichtungs-Akte ist in der Dokumenten-Lade der Gesellschaft verwahrlich niedergelegt. .. (Seite 52) .. . Die Lübecker sparkasse kann seit (Seite 233). (Nach Ablauf von zwei Jahrzehnten.) strsr scipduur z zk urs F lündglszt] e Ein Maximum des Umsatzes wurde nicht be- LL s den Gründungsplan bewilligte. heißt es Passiva stimmt; doch aber auch für das neue J ahrzehnt der u. a., der Senat habe umso bereitwilliger die erbetene . Beschluß vom Jahre 1827: „auf Vergrößerung des obrigkeitliche Genehmigung erteilt als dadurch auch Spareinla: Umsatzes nicht gerade hinzuarbeiten“, auf's Neue den Vormündern die Genehmigung dargeboten wird, Pupil- Sonstige ] Vorstehern in Erinnerung gebracht. . . lengelder selbst in kleineren Summen auf eine sichere . my: :: G W|; EEK: Weise nutzbar unterzubringen. Die vom BGB gefor- Langfristi (Seite 236). (Rückblick auf 40 jährige Tätigkeit.) Jerte Erklärung erfolgte durch lübeckisches Gesetz Durchlaul . . . Demzufolge hat dann die Anstalt ihre Operatio- vom 25. September 1898 in g 9: .Die Spar- und An- Rücklage: nen auf's Weitere fortgeführt, auch für die Zukunkt leihe-Kasse zu Lübeck ist eine zur Anlegung von . s auf ein gleiches Vertrauen von Seiten des Publikums Muündelgeld geeignete Bank“. .. Rückstell hoffend, wie sie in der Vergangenheit dessen sich er- Wertbe freuten. In wiefern aber die Sparkasse dieses Ver- ... Bei der Einführung preußischen Landesrechts Sonstiges trauens sich würdig gemacht, in wie weit se ferner in jim Jahre 1938 wurde diese Mündelsicherheitserklärung dem abgelaufenen Zeitraume den ihr vorgesetzten bestätigt. .. Zweck erfüllt, theils als Ersparniß-Anstalt und als Anleihe-Kasse zu nützen, theils das Bedürfniß der- (Seite 70) „T. haben freie Sparkassen in Krisen- jenigen zu befriedigen, welche namentlich geringere. peiten ßichsruz, en für die Rinlagen eschaffen. So sonst nicht leicht unterzubringende Gelder zinsbar hatte z. B. di fs ät süback u t! 1934 für di und sicher belegen wollen, > und welche Vortheile sie atte z. B. cio Stack ! eer ron ; 15.1 ur cho endlich auch der Gesellschaft bereits gewährt hat, das Sparkasse (und die Commerzbank m Lübeck, die wird nach seinem ganzen Fortschritte am besten jetzige Handelsbank in Lübeck) eine Garantie über- erhellen aus der Übersicht der Operationen ander Spar. nommen. Es war dies jedoch eine Art Gegenseitig- und Anleihe-Kasse in den Jahren von 1817 bis 1857. keitsverhältnis, denn die Kreditinstitute waren im (Es folgt eine Übersicht. Danach wurden von 1817 bis Besitz eines großen Teiles von Schatzanweisungen der 1857 insgesamt 9880 040 Mark preuß. Kurant ein- Stadt. . gezahlt. Ende 1857 betrug der Einlagenbestand 1570250 Mark preuß. Kurant. Die an die Gesellschaft (Seite 98) . . . In dem Decretum in Senatu Lubecenso geleisteten Überschüsse betrugen in der Zeit des Ber vom 26. April 1817 ist im Zusammenhang mit der Ge- stehens der Sparkasse 272989.01 Mark preuß. Kurant.) nehmigung ausgesprochen: ,... Es erwarte übrigens ~ Senatus, dal am Schluß jedes Jahres über die geführte : : Administration anerbotenermaßen eine Rechnung Dr. Stolzenburg, Die rechtliche Sonderstel- eingereicht werde‘, was heute noch geschieht. Der "z ss? Vreien pg rksrss n. yy sesscher „„Plan“ der Sparkasse, der zunächst nur einen Bestand by s. assenwesen. Dissertation Hambur& fijr die Dauer von zehn Jahren vorsah, wurde fünfmal mit Genehmigung des Senats jeweils wieder für zehn (Seite 20) ... Die Spar- und Anleihe-Kasse zu Jahre verlängert und ist dann im Jahre 1874 ..bis auf Liibeck wurde am 26. April 1817 als sechste deutsche weiteres“ bestätigt worden. ..
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