Full text: Lübeckische Blätter. 1957 (117)

Als eine besonders schöne Arbeit + vielleicht das kostbarste Zeugnis lübeckischer Silberschmiedekunst im 18. Jahrhundert ~ darf eine (nachträglich ?) feuer- vergoldete Silberdose (Abb. 1) bezeichnet werden. Ein reich ornamentiertesPuttenrelief ziert ihre Wandung, ein zweites Band mit Puttendarstellungen schlingt sich um den Deckel, dessen obere Fläche eine alle- gorische weibliche Figur krönt. Die Dose mag um 1760 entstanden sein, und trägt den Stempel des Meisters Hans Jürgen Berg (nachweisbar 1758 bis 1808). Sie befand sich zeitweilig im Besitz des säch- sisch-polnischen Königshauses, mit dessen Wappen- zeichen ein nicht mehr zu identifizierendes gräfliches Wappen überstempelt worden ist. Nicht durch Schmuck, sondern ausschließlich durch die Einfachheit ihrer Form wirkt eine birnenförmige Kaffeer oder Teekanne (Abb. 2) mit einem Henkel aus Nußbaumholz, der später mittels eines Silber- bandes verstärkt wurde; ihr Stempel weist sie aus als eine Arbeit des Meisters Joachim Dietz (nachweisbar 170591749), der unter seinen Zeitgenossen durch einige besonders gediegene und geschmackvolle Silber- geräte hervorragt. Als ein Geschenk von Frau Konsul E. Stolterfoht gelangte ein bauchiges Kaffkeekännchen (Abb. 3) mit reicher getriebener und gepunzter RokokorOrnamentik in das St.-Annen-Museum. Gestempelt ist es mit dem Abb. 4 E. L. Kirchner „Dame im Schaukelstuhl“ 'ÖI auf Leinwand, signiert ELK, 1908. 150 > 74 cm) Abb. 5 Abb. 6 A. Macke „Hirschkissen mit Strauß“ R. Levy „Blumenstilleben“ (Öl auf Leinwand, signiert und datiert 1911. Vriesen Nr. 276, 46 < 61 cm ' ÖI auf Leinwand, unsigniert, 75 & 55 cm)
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