Full text: Lübeckische Blätter. 1956 (116)

den Sektoren des Hilfswerks, der Jugend-, Frauen- doch bezeichnenderweise in jenem Zwischengelände, und Männerarbeit denkt, wird von vornherein klar, das einerseits von den so wichtigen Aufgaben nach daß man etwa gegenüber gleichartiger sozial-politic innen und andererseits von den bedeutenden missio- scher Gesetzgebung, in gleichartigen Schwierigkeiten narisch-diakonischen Aufgaben begrenzt wird. Das ist ) und vor allem auf dem Boden einer gleichartigen Ten- das Zwischengelände der Verfassungsfragen, der Ver- denz des kirchlichen Lebens heute arbeiten muß. Im wealtungs- und Amtstraditionen, der Finanzprobleme Vc Rahmen der Akademien, der großen volksmissiona- und ähnlicher Bezirke. Ré rischen Unternehmungen, der Vorstöße in die Betriebe Angesichts der Wahl von Bischof Herntrich denkt Vr ergibt sich die selbstverständliche Tatsache, daß quer man an solche Fortschritte, weil einmal sicherlich im t61 über alle landeskirchlichen Grenzen hinweg die Träger Raum des niederdeutschen Luthertums die Aufgabe ne soleher Arbeiten austauschbar sind und die Arbeits- besonders naheliegt. Was heißt es, wenn in Hamburg fü: bereiche sich ineinander verzahnen. Jeder hilft jedem. von einer Straßenseite zur anderen eine neue Landes- Mt Auf diesen Gebieten sind die landeskirchlichen Gren- kirche beginnt oder über die Elbbrücken hinweg ? Die na. zen mikroskopisch klein. D. Herntrich hat in diesem niederdeutschen Landeskirchen haben aber wahr- on Zusammenhang auch einmal hingewiesen auf das scheinlich in sich selbst größere Differenzierungen zu sic „nicht übersehbare Gebiet der evangelischen Er- bewältigen als in vieler Beziehung von einer Landes- ei ziehung“. Warum sollte es nicht vor allem im nord- kirche zur anderen. Man denke etwa nur an die Be- St deutschen Raum eine klar abgestimmte evangelische deutung der Erweckungszentren. sie Schulpolitik geben ? Der norddeutsche Zweig der VELKD dürfte sodann ke Tatsächlich wird es das diakonisch-missionarische leichter zu solchen Schritten bereit sein, weil die be- D; Gebiet sein, auf dem die Landeskirchen zunächst ein- kenntnismäßigen Akzente nicht in der Sache, aber im lel mal zusammenwachsen. Und zwar gerade deshalb, Vollzug besonders liegen. Bischof Herntrich ist ähn- be weil in den letztentscheidenden Zusammenhängen lich wie Bischof Lilje wohl deutlicher ein Lutheraner kv kirchlichen Lebens: in der Anbahnung einer gemein- der Ökumene und der EKD als andere. D. Herntrichs Ne samen Gottesdienstordnung, in der Schaffung eines Oedankten sind, wie z. B. auch seine besondere Initia- Fc gemeinsamen Gesangbuches und eben überhaupt in tive für den Nordisch-Deutschen Kirchenkonvent sa] der Rückbesinnung des Luthertums auf die Bedeutung zeigt, immer auf ein umfassendes Luthertum gerichtet. Ve seiner Bekenntnisse heute durch die VELKD wichtige Die Stunde ist reif dafür, die Zusammenfassung des Er Schritte getan sind. Im Entscheidenden sind doch, niederdeutschen Luthertums über die laufenden per- di. wenn man einmal mit klarem Kopf urteilt, in wenigen sönlichen Gespräche hinauszuführen auf die Ebene t: Jahren gemeinsamen Weges in der Vereinigten Kirche offizieller Kommissionen zu den einzelnen Integra- die Grenzen niedergelegt worden. Die Grenzen sind tionsfragen. Deutsch-schwedische Fremdenverkehrstage in Lübeck Zum erstenmal nach dem Kriege trafen sich vom deutschen Fremdenverkehrskreisen gefunden haben, Es 20. bis 22. Januar 1956 schwedische und deutsche beweist zur Genüge, daß Lübecks Mittlerrolle in allen y. Fremdenverkehrsexperten in Lübeck, um die Entwick- den deutsch-schwedischen Reiseverkehr betreffenden to! lung des Reiseverkehrs zwischen ihren Ländern zu Fragen volle Anerkennung gefunden hat. Die Initi- s diskutieren. Der Kreis der Teilnehmer erstreckte sich ative des Lübecker Wirtschaftssenators Alfred Ha auf deutscher Seite auf Vertreter aller wichtigen Reise- Hagelstein, der in enger Zusammenarbeit mit dem gebiete Nordwestdeutschlands, während Schweden schwedischen Generalkonsul in Hamburg, Nils bi! vor allem Repräsentanten aus südschwedischen Fremen. U. Ekblad, zu dieser Veranstaltung aufgerufen :s denverkehrsorten nach Lübeck entsandt hatte. hatte, fand ihren Niederschlag in einer sehr guten W Es war kein Zufall, daß diese wichtige Tagung in Beschickung des Kongresses. Trotz schwierigster n Lübeck stattfand. Lübeck und Travemünde spielen Witterungs- und Verkehrsverhältnisse waren die Tou- li im deutsch-schwedischen Reiseverkehr in beiden ristchefs aller für den Reiseverkehr wichtigen süd- M Richtungen eine hervorragende Rolle. Ohne diesen schwedischen Städte bis hinauf nach Halmstad an der kr. Bericht mit unnötigem statistischen Ballast zu ber- MWestküste sowie Kalmar und Visby an der Ostküste kr: schweren, muß doch darauf hingewiesen werden, daß der Lübecker Einladung gefolgt. Die Anwesenheit des rie im vergangenen Reisejahr rund 20 % aller registrierten Präsidenten Wett erlundh von Skänes Turisttrafik- tiy Fremdenübernachtungen in unserer Stadt auf schwedi- förening, der bis zum 31. Dezember 1955 das Amt eines di sche Staatsbürger entfielen, daß ferner Lübeck mit stellvertretenden Oberpräsidenten der Provinz Skäne P1 rund 60 % an der Gesamtzahl schwedischer Über- bekleidet hat, und des Präsidenten Markland von der da nachtungen im Lande Schleswig-Holstein beteiligt. Schwedischen Staatsbahn gab der schwedischen Dele- gr war und daß schließlich jede zehnte schwedische gation ein besonderes Gewicht. Auf deutscher Seite “r; Übernachtung in der Bundesrepublik auf Lübeck ent- hatten die Landesregierungen Schleswig-Holstein und fiel. Wenn man dazu noch ein Mehrfaches dieser Zahlen Niedersachsen sowie die Senate der Hansestädte lic im Rahmen des Passantenverkehrs hinzurechnet und Hamburg und Bremen amtliche Vertreter entsandt; n sich vergegenwärtigt, daß Lübeck die einzige direkte der Vertreter der Landesregierung Schleswig-Holstein, i Verkehrsverbindung zwischen Schweden und der Bun- Mlinisterialdirektor Sureth, fand in einer längeren rx desrepublik besitzt, dürfte die Legitimation unserer Begrüßungsansprache besonders herzliche Worte des he Stadt zur Durchführung dieser Tagung unbestreitbar Willkommens und der Würdigung der Lübecker Ini- [. sein. tiative. Daneben sah man die Touristchefs aller E Die überaus lebhafte Resonanz, die die dureh den wichtigen deutschen Fremdenverkehrsstädte bis hin- r Senat ergangenen Einladungen in schwedischen und unter nach Braunschweig und Hannover sowie die I
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