Full text: Lübeckische Blätter. 1956 (116)

Zur zweiten Tagung in der Grenzakademie Sankelmark vom 10. bis 14. September 1956 Es ist stets nicht leicht zu übersehen, ob neue Vor- jährige Thema immer stärker und fast von selbst auf, i haben unserer Gesellschaft auch die für ihre Wirkung weil wir nicht nur um die politische Wiedervereinigung h erforderliche Beachtung und Zustimmung unserer ringen, sondern damit zugleich auch um das geistige u Mitglieder finden. Wieder-zusammen-finden. Dafür ist aber Voraus- * So war es unserer Vorsteherschaft im vorigen Jahre setzung, daß jeder um die geistige Situation des j durehaus ein Wagnis, die erste Tagung in Sankelmark anderen weis – und unser Wissen um das ! abzuhalten. Und dann geschah das, was wir so nieht geistige Gesicht des Ostens ist leider meist noch sehr erwartet hatten, daß wir wegen der Fülle der Anfragen lückenhaft. Hier will diese Tagung helfen und uns sogar Absagen erteilen mußten. Jeder, der diese für diese Auseinandersetzung bereitmachen. ! Tage miterleben und vor allem miterfüllen durtte, Wenn im Programm keine Referenten angeführt n wird reicher, und was das Entscheidende war, mit sind, so liegt das daran, daß wir die Namen der Refe- L einer klareren Sicht, wenn sicher auch nicht mit renten erst bekanntgeben wollen, wenn wir keste d fertigen Rezepten, nach Lübeck zurückgekommen sein. Zusagen erhalten haben. h So hat sich die Vorsteherschaft zu einer zweiten Die Vorsteherschaft bittet darum, daß sich mög- ts Tagung in Sankelmark im Herbst 1956 entschlossen lichst viele jüngere Mitglieder beteiligen. Sie hofft des- : und ist, dies darf ich sagen, gern von Herrn Dr. Dähn- halb gleichzeitig auf Verständnis, wenn dieser Wunsch ! hardt, dem Leiter der Grenzakademie Sankelmark, bei der Zusammensetzung der Teilnehmer berück- angenommen worden. sichtigt wird. Soweit dem einen oder anderen, der Haben wir im vorigen Jahre versucht, die sozio- gern teilnehmen möchte, die Kosten zu hoch sind, kann h logische Entwicklung des Gesellschaftsbildes in ganz ein Zuschuß von der Vorsteherschaft erbeten werden, Deutschland aufzuhellen. so drängte sich das dies- diedafür Beträge bereitgestellt hat. Dr. R. Sander 11 n u Bittende Briefe an alle auswärts und im Auslande lebende Lübecker ' und Freunde lLübechs! ö Die Lübecker Bürgerinnen und Bürger sind nun auf. Konto Nr. 1908 bei der Spar- und Anleihe-Kasse zu ! gerufen, durch eine Spende, wie sie jeder zu geben Lübeck. | vermag, an dem Wiederaufbau unserer Kirchen und Um es nun allen leicht zu machen, kann Türme mitzuhelfen. jeder im Büro der Gemeinnützigen Gesell- ] Nun wollen wir auch alle nicht mehr in Lübeck, schaft, Königstraße 5, I, von 10 bis 13 Uhr t sondern irgendwo in Deutschland und im Auslande täglich, einen Brief erhalten, der dem Emp- lebenden Lübecker bitten, zu diesem Werk, das unsere fänger alles Nähere über die Absichten un- Stadt sich vorgenommen hat, eine Gabe zu spenden. serer Stadt mitteilt. Wir glauben, daß sie alle, die das Bild ihrer sieben- Wer nicht selbst schreiben möchte, aber Lübecker ' bürmigen Heimatstadt unvergessen als kostbaren oder Freunde Lübecks kennt, die wohl helfen wollen, ' Besitz in ihrem Herzen tragen, zu einer solchen Mit- wird gebeten, die genaue Anschrift an das Büro der hilfe bereit sein werden. Gemeinnützigen Gesellschaft + mündlich oder schrift- ' Wir wollen uns darüber hinaus auch an unsere lich — zu geben; die Gesellschaft wird dann an diese Freunde wenden, von denen wir wissen, daß sie unsere schreiben. Hansestadt besonders lieben und schätzen, und daß Alle auf die beiden Konten eingezahlten Beträge sie wohl gern bereit sein werden, auch einen Beitrag werden ausschließlich für den Wiederaufbau unserer zu unserem großen und schönen Vorhaben zu geben. Türme verwandt werden. Und es ist nun eine Aufgabe von uns allen, diesen Alle im Inland lebenden Spender können für ihre alten Lübeckern und unseren Freunden zu schreiben Fpende einen Spendenschein erhalten, um diesen Be- und sie um Übersendung einer Spende zu bitten. trag dann bei ihrer Steuer absetzen zu können, wir Die Beträge sind einzuzahlen auf ,„Turmspende bitten nur, der Gemeinnützigen Gesellschaft eine ent- Lübeck“. Postscheckkonto Hamburg Nr. 116 50 oder sprechende Mitteilung zu machen. DIE VORSTEHERSCHAFT DER GESELLSCHAFT ZUR BEFÖRDERUNG GEMEINNÜTZIGER TÄTIGKHIT Ñ Zur Frage der Selbständigkeit Lübecks AusderRededes Senators a.D.Hans Ewers vomIl9.Aprill956vor demBundesverfassungsgericht Hochverehrter Herr Präsident, meine sehr geehrten bekommen haben, im Sinne des Art. 29, Abs. 2 ihre Herren Bundesverfassungsrichter! Landeszugehörigkeit geändert haben. Im allgemeinen Hos handelt sich um die an sich grundsätzliche mag man dies für Westdeutschland verneinen können, Frage, ob denn nicht alle Einwohner ehemaliger weil die Provinzler es begrüßten, daß ihr Gebiet preußischer Provinzen, die auf Grund Besatzungs- plötzlich Hoheitsrechte erhielt. Ganz anders aber isb hefehl statt Preußen eine andere Staatsangehörigkeit der Fall Lübecks gelagert: ] 46
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