Full text: Lübeckische Blätter. 1955 (91=115)

schale ist nur 25 cm stark, ihre Ober- seite nimmt die Pfannendeckung auf, während die Unterseite nur mit Rapputz und Kalkung ver- sehen den Kircheninnenraum ab- schließt. Im Raume stehend vermag man nicht zu erkennen, wo die Wände aufhören und die Decke anfängt. Beide Konstruktionsteile laufen vom Fußboden anfangend spitzbogen- förmig bis zum Eirstschnittpunkt ineinander über und geben dem Raum eine sakrale Würde. Diese Kirche hat 200 Sitzplätze. Über dem gemauerten Altartisch erhebt sich ein schlichtes Eichenkreuz, und darüber ist ein Buntglasfenster, darstellend „Die vier Evangelisten und ihre Symbole“, eingebaut. m Fits frttetete Hofkunstanstalt in München nach einem Entwurf des Kunstmalers R. Rabolt. An der Westwand befindet sich eine Empore für den Kirchenchor und zur Aufstellung einer Orgel. Handgetriebene Messingblaker nach Entwürfen von Dr. Fendrich und von ihm selbst gefertigt, beleuchten und schmücken den Kirchenraum. Über dem Eingangsportal schnitt der Kunstmaler Gerhard Eisenblätter ein Sgraffito, den Erzengel Michael darstellend, nach eigenem Entwurk. Wiederum ein Jahr später, im Jahre 1952, fand die Grundstein- lesung zur St.-Markus-Kirche im Stadtteil Lübeck-Vorwerk statt. Nach den Plänen des Architekten Hugo Horn erstand in gleicher Bau- weise wie in Rangenberg die dritte Nachkriegskirche. Der Baukörper ist um mehrere Binderfelder gestreckter ausgeführt, weil das Bau- programm neben dem Kirchsaal noch einen Gemeindesaal vorschrieb. Die Schiebefenster des Gemeindesaals können zum Kirchenraum hin geöffnet werden. Das normale Fassungsvermögen der Kirche von 240 Personen läßt sich bei größerem Gottesdienstbesuch dadurch um 30 %, steigern. Die eingebaute Empore erstreckt sich in ganzer Tiefe des Gemeindesaales. Neben der dort aufgestellten Orgel und Raum für den Kirchenchor können auch noch Gottesdienstbesucher hier Platz St. Mich aels-Kirche. Blick auf den Altar kinden. An der Wand hinter dem gemauerten Altar steht ein großes eichenes Holzkreuz als Mittelpunkt des sonst schlichten Raumes. Der Altarraum liegt zwei Stufen erhöht und ist in scharriertem Kunstgranit ausgeführt. Der übrige Fußboden wurde mit braunen Asphaltplatten ausgelegt. Getriebene Messing- blaker aus der Hand Dr. Fendrichs sind unter den bleiverglasten Fenstern angebracht. Die holzverkleidete Emporenbrüstung trägt den Spruch „Der Herr ist nahe Allen, die ihn anrufen, Allen, die ihn mit Ernst anrufen“. Oberhalb des an der Südseite gelegenen Ein- Sangsportals ist im Giebelfeld eines vorgeblen- deten Dacherkers der St.-Markus-Löwe in Sgraffito geschnitten. Entwurf und Aus- führung hierfür von Kunstmaler Gerhard §t. -M arkus- Kirche, Lü beck- Vorw erk
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