Full text: Lübeckische Blätter. 1955 (91=115)

Betrachtung seines Lebens und seines Werkes geht von seiner I921 von ihm auch huer in Lübeck aufgeführt.) Die Reisen Leistung als Anführer und geistiges Oberhaupt der „Fanves‘ durch zwei Jahrzehnte brachten ihn mit seinen Vorstellungen, (der Wilden) kurz nach der Jahrhundertwende aus, jener um dle sich nu. a. auch auf Dramen von Goethe, Schiller, Shake- ihn versammelten expressiv wirkenden Malergruppe, die speare und Molière erstreckten, dureh ganz Deutschland und mit ihm und durch ihn die Gewalt der reinen Farbe entdeckt. ins Ausland. Zwanzig Jahre lang leitete er als Intendant die Die Untersuchung verfolgt sein Schaffen als Maler, Wand- Württembergische Landesbühne. maler, Skulpteur und endlich als Illustrator von einmaligem Rang bis zu seinem letzten „Gesamtkunstwerk“, der Kapelle Verband Deutsche Frauenkultur e. V. von Vence, in dem er die Summe seiner Erkenntnisse zieht. Veranstaltungen im März und April 1955 »800 Jahre Plattdeutseh in Lübeck‘ Eingefutrte L§t§ ro ollen Jergustaltauxén. wülkeramen! Gemeinsam Milt der »,Gesellschaft., zur Beförderung ge- Donnerstag, den 24. 3.1955 : 16.00 Uhr, im Sitzungssaal meinnütziger Tätigkeit veranstaltet die ,.Plattcütsehe Volks. der „Kultusverwaltung“. Es spricht Frau Senator gill“ zu Lübeck am Dienstag; dem 29. März 1955, 20.00 Uhr. Dr. Ü. Klinsmann Pce: heat a ben der Kul- n. Großen Saal der , Gemeinnützigen Gesellschaft, König- tusverwaltung “ Anschließend AL rache. straße 5, einen literarischen Abend unter dem Thema ,,800 L : P Jahre Plattdeutsch in Lübeck“. Dr. Carl Budich wird in April einem Vortrag über die Entwicklung der niederdeutschen Dienstag, den 5. 4. 1955 : Autobusfahrt nach Hamburg. Sprache und Literatur in Lübeck sprechen und dazu Proben Abfahrt : Rethteich, 8.00 Uhr. Es werden besichtigt: und Beispiele von den ältesten Sprachdenkmälern bis zur Schloß Grabau, die Chemischen Werke von Schwarz- Gegenwart geben. Die alten lübschen Chroniken, der mittel- kopf, Hamburg-Altona, die ständige Wohnungsbedarfs- niederdeutsche Totentanz, das weltberühmte Tierepos „Reinke Musterschau, Esplanade 6, Kunsthalle, Hochhaus. Ab- Voß‘, besinnliche und humoristische Sprichwörter und schluß im Flughafen.Restaurant. Anmeldungen bis zum Volksreime werden — um nur einiges zu nennen - Berück- 2. April 1955 an Frau Creydt, schriftlich. siehtigung finden. Besonders sei sodann auf die Aufführung Der Vorstand: Margret Creydt, Gartenstr. 21, Tel. 26782. eines alten lübschen Fastnachtsspieles verwiesen, „Wo man böse Fruuns fraam maken kann“’, gespielt von Mitgliedern Austktellungen der Niederdeutschen Bühne Lübeck. Der Eintritt ist frei. Pas. Bild der Bronzezeit Hermann Kasaek liest in Lüheek Sonderausstellung im St.- Annen-Museum . Den Abschluß der Veranstaltungen des „Lübecker Podiums“: Vom 13. März bis 11. April (Ostermontag) zeigt das St.- in diesem Winterhalbjahr bildet die Lesung von Hermann Annen.Museum in einer Sonderausstellung neuartige Foto- Kasack am Sonntag, dem 20. März 1955, 11.00 Uhr, in den gjufnahmen schwedischer Felsbilder der Bronzezeit. Diese Kammerspielen. Hermann Kasack lebt als freier Schriftsteller Ausstellung wurde auf Veranlassung des Direktors des Kunst- in Stuttgart. Sein Ende 1947 erschienener Roman ,Die museums Göteborg, Dr. Alfred Westholm, zusammenge- Stadt hinterm Strom“ gehört zu den bekanntesten und am stellt und ist nunmehr, nachdem sie monatelang in Stockholm meisten diskutierten Werken der Nachkriegsliteratur. Vor zu sehen war, dureh die Deutsche Auslandsgesellschaft allem sein Roman ,Das große Netz‘ offenbart den Rang der gls Wanderausstellung nach Deutschland gelangt. Erster Kunst Hermann Kasacks, die Zeit zu spiegeln, und stellt inn deutscher Ausstellungsort ist Lübeck; von hier geht sie [y s Reihe der großen Satiriker. „„Das ewige Dasein“ ent- nach West-Berlin und kehrt im Sommer zur Bundesrepublik hält sein gesamtes Iyrisches Lebenswerk. . zurück, wo sie in mehreren Städten des Südens und Westens Karten zu dieser Lesung sind in der Buehhandlung Weiland gezeigt werden soll. erhältlich. Die Ausstellung wurde durch Frau Senator Dr. Klinsmann . Rolk Italiaander vor einem geladenen Kreis unter Hinweis auf die engen kul- sprieht über seinen Besueh bei Albert Sehweitzer in LLmbarene. turellen Verbindungen Lübecks mit dem Norden und auf den Am Donnerstag, dem 24. März 1955, 20.00 Uhr, Einbau der vorgeschichtlichen Vorsehung in die Arbeit des in den Stadthallen. St.- Annen-Museums eröffnet. Den Einführungsvortrag hielt . Rolf Italiaander, der durch seine vielen Buchausgaben, Prof. Dr. Sprockhoff, der Ordinarius für Urgeschichte der insbesondere durch seine Afrika-Bücher und Reisen allsemein Universität Kiel. Ein von schwedischen Autoren verfaßter, bekannt geworden ist, wird über seine letzte Reise dureh reich bebilderter Ausstellungsführer ist ins Deutsche übersetzt, Zentral.Afrika und seinen Besuch bei dem Urwalddoktor und gibt über die schwedische Anschauung besten Aufschluß. Albert Schweitzer sprechen. Italiaander berichtet über den Ausgestellt sind rund 90 Großfotos mit Motiven von Fels- Alltag des größten [ r tligan unseres Jahrhunderts, bildern der Landschaft Bohuslän (nördlieh von Göteborg). wie ihn Albert Einstein genannt hat. Wir erfahren sehr vieles, Zwar sind Felsbilder in dieser Gegend besonders zahlreich ver- was nicht in Büchern steht, wir erleben Sitten und Gebräuche treten, ihr eigentliches Verbreitungsgebiet aber reicht von der Neger von Zentral- Afrika und hören, was Albert Schweitzer Schonen bis in die Umgebung ron Drontheim und hält sich, mit dem Geld des Nobelpreises geschaffen hat, und wie dieses. mit wenigen Ausnahmen, an den fruchtbaren Küstenstreifen. pts: Vorbild der Menschheit über die Zukunft Afrikas denkt. Die Wirkung der in den harten Granit gemeißelten, stricharti- ur Einleitung des Vortrages werden original Negergesinge, gen Figuren beruht – jedenfalls in dieser Ausstellung + auf auf Band aufgenommen, vorgeführt. der neuartigen Aufnahmetechnik. Im - Sommer 1954 unter- Kartenvorverkauf Buehhandlung Quitzow und Reisehüro nahm das Kunstmuseum Göteborg unter Rinschaltung von der Lübecker Nachrichten kachlich interessierten und begeisterungsfähigen Laien eine x Ww 2 Filmexpedition in die Landschaft Bohuslän, wo nun diese Aeue Mege zu dramatiseher Kunstausühung Felsbilder nicht wie bisher üblich weiß ausgestrichen und mit Üicx t naeh Weisungen Rudolk Steiners dem grauen Hintergrund des Steines, sondern mit Kienruß dieses Thema sprieht auf Einladung der Lübecker ausgefüllt bei Scheinwerferbeleuehtung des Nachts kotogra- Gruppe der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft fiert wurden. Dadurch wurde eine großartige, manchmal fast. tstkketes Haass.- Berkow – Intendant in Stuttgart + gespenstische Wirkung erzielt, die zweifellos auch für die um 25. ärz 1955 um 20.00 Uhr in der Aula der Oberschule wissenschaftliche und die künstlerische Interpretation ihre !) Lélkeuplste. und zwar über das Bewußtsein schöpferischer Bedeutung hat. Die Auswahl der Motive und die Einzelheiten ung auf der Bühne, sowie über die Wechselbeziehung der technischen Filmarbeit sind f wie aus einem schwedischen [s Hopärds und Wort. Die Darlegungen werden praktiseh Bericht hervorgeht + nicht immer ohne Widerspruch der rs < NM. Fachleute geblieben, trotzdem ist aber diese völlig neue, Eee E'. Eu c tc p 1E .E : , i cler . von x und verdient ihren Platz in der Forschun eschichte. Keinhardt und Maria Moissi in Berlin. Nach dem 1. Weit ie Motive --. cine F§ ; zu gusgschichts. tf rs gr mit g nrr Grupe: jrvee §tzzntsn "h Htsdt t oder krisgerlachen Veen U UUrr: tr lcher sten : Ia u vÔr er von götterähnlichen Figuren + geben eine eindringliche Vorstel. Rudolf Steiner angeregt worden durch das Erleben des lung von dem Gedank f?! tors B it (arrüferor Varadeis: uni Christgeburt-Spieles. Dor „Toton: (1060 bis sr Cra n knreichtum der jüngeren UU tanz“ Haass-Berkows, der von ihm selbst nach Texten aus der dargestellten Geräte d Wa ff Eziztcuebden erste! dem 15. Jahrhundert gestaltet wurde, lebt heute noch als spiele mit den in den G: über Êe U 324 zablsor Utreslbet; imauslösehlicher Eindruck in vielen Menschen kort. (Pi Ä .. aravern der nordischen Bronzezeit gefun- Totentanz sowie Mysterien-Märchenspiele wurden t.! L scbsrveruta qs chert. Vio Motiewahl ist ~ von A ust Z8
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