Full text: Lübeckische Blätter. 1955 (91=115)

Rs ist nicht unsere Sache, an dieser Stelle zu unter- und Mathrheitspflicht nieht nachgekommen ist und suchen, ob und in welchem Umfange etwa die Kirchen- o0b sie etwa die Möglichkeit gehabt hätte, die Schwin- leitung in der Lage gewesen wäre, den üblen Schwindel deleien rechtzeitig zu unterbinden. Wir halten es für der Angeklagten zu unterbinden, wenn sie ihrer Auf- eine Vorderung der Fairneß, bis zum Vorliegen des sichts- und Wahrheitspflicht in vollem Umfange ge- Ergebnisses der Arbeiten dieses Ausschusses zu der recht geworden wäre. Zugunsten der Kirchenleitung obengestellten Frage selber noch nicht Stellung zu muß aber schon jetzt gesagt werden, daß in völlig un- nehmen, hoffen aber, daß der Ausschuß baldigst das verständlicher Weise das obenerwähnte Gutachten Ergebnis der Ermittlungen vorlegen kann und in des Prof. Wehlte über die Malereien im Schleswiger rücksichtsloser Offenheit Bericht erstattet. Dom der Kirchenleitung nicht, jedenfalls nicht recht- zeitig, bekanntgegeben worden ist, und daß der IV. Landeskonservator von Schleswig-Holstein sich nicht Abschließend und mehr am Rande sei noch folgendes veranlaßt gesehen hat, die Kirchenleitung darauf hin- angeleuchtet: zuweisen, daß sie es bei Fey und Malskat mit ent- Ver Prozeß hat Fragen aufgeworfen, deren Be- larvten Fälschern zu tun habe. Wenn weiter auch die antwortung nicht Sache des nach Recht und Un- örtlichen Denkmalpfleger . keine Veranlassung ge- recht, nach Schuld und Nichtschuld forschenden nommen haben, die Ehrlichkeit der Arbeiten der Gerichts sein konnte, die zu beantworten an dieser Angeklagten laut und FYernehmlich zu bestreiten, Stelle schon aus Raummangel noch nicht einmal der jedenfalls aber die Arbeiten miltrauisch und scharf. Versuch gemacht werden kann, und die wir hier nur E§r rt Lo r 2: Üirtbs Hlttu©t s % f toten "rotz; der große Bilderschwindel können, daß sie auf die betrügerischen Behauptungen nicht herausgekommen wäre ? der Angeklagten hereingefallen ist. Rs haben zwar Sind die zweifellos geschickten Fälschungen als unter den Fachleuten Differenzen bestanden über die Kunstprodukte zu bezeichnen oder nicht ? Art, wie zu restaurieren sei, und die Restaurierungen Sind sie etwa nur deshalb keine ..mittelalterliche im Langhaus sind teilweise auch nach den Anwei- Kunst“’, weil sie in unserer Zeit entstanden sind ? sungen des Landeskonservators durchgeführt worden; dùUMuß ein Werk auch, damit es Kunst sei, immer in um die redliche Durchführung der Freilegungs- und einem bestimmten Verhältnis zu einem bestimmten Restaurierungsarbeiten im Chorobergaden aber hatsich Hersteller und zu einer bestimmten Zeit stehen ? praktisch überhaupt niemand ernsthaft gekümmert. Würden die Fälschungen, wenn sie als solche nicht Wir können uns vorstellen, daß es kür den Fachmann bekannt geworden wären, etwa nicht dieselbe Aus- erhebend und erregend gewesen sein mülite, mitzuer- sage- und Ansprachekraft gehabt haben, wie die in leben, wie im Chorobergaden unter der Hand des An- St. Marien vorhandenen echten Malereien ? geklagten Dietrich Bildwerke aus der Verschollenheit Sind wir etwa zu sehr geneigt, das uns Ansprechen- der Jahrhunderte plötzlich wieder ans Licht des Tages und das uns Erbauenlassen durch ein Kunstwerk treten, und wir können uns nicht genug darüber abhängig zu machen von unserem Wissen um das wundern, daß nicht einer von den Zuständigen das Kunstwerk und seinen Schöpfer ? Verlangen nach einem Erlebnis dieser Art auch nur Wie wohl würde das Urteil über die Fälschungen em emriges Mal gehabt hat. S lauten, wenn die Fälscher von vornherein die Malereien Von einer Kirchenleitung kann man schließlich als ihre eigenen Werke bezeichnet hätten ? telt verlangen, daß sie kunstsachverständiger al Wie gedenken das Land Schleswig-Holstein, die sachverständigste Experten ist, von denen etliche Stadt Lübeck und die Kirchenleitung in Zukunkt die h W kilshunzes Prompt als echt bezeugt und denkmalpflegerische Tätigkeit zu gestalten, damit geteiert haben. . 2- . Vorfälle wie die Vey-Malskat-Fälschungen für immer Mir wissen, daß die Synode in Lübeck einen Er- unmöglich sind ? [ !1z19011.0 tivgetötet bz. Hh Fulstte es ß Eine praktische Frage aber wird so bald als möglich . Z L§e n. en, Ügatr- je Kir- ob und inwieweit die Kirchenleitung ihrer Aufsichts-. sizztrqrtet ] 15. Los trsonict 1 ? Kit, Zur Aufführung der „Antigone“ des Sophokles durch die „Morgensternbühne‘/ Mittwoch, 23. Vebruar, 20 Uhr, im Kolosseum pu vù hat [ühvck Ä Sg Mt. yieltshy ser tttubs dis Zwillinge“ in Erinnerung sein. Bei ina in d s kirche rtr. re R dsc; ESET A §t War Dr. Netolitzky bemüht, immer kon- ergreifen lassen und haben auch einen starkenEindruck E rquisrs en tiictdsff ührungsstil nahezukommen. erhalten von ihren Bemühungen um die Wiederbe- alten Kult arüber: „Dis dramatischen Spiele der (sbung des antiken Dramas. Rs ist ihr in beiden Fällen fte ges ;zuren haben ihre Wurzeln im religiösen Kult. besonders zu tun um eine zeitgemäße Erneuerung des ca rot elt s Ärzte vie Pehenstußcrungsn W Iramatischen Aufführungsstiles aus den ursprüng- stalt OOO: so beanspruchen sie für ihre Ge- liehen luitischen und religiösen Beweggründen, _: ten.: Sie I U LU s qurstslierischen atis. . anz, on § . . . mc uE N > Es „ der Antigone, des Philoktet und der Plautus- Züge ihrer ursprünglichen Aufführungsweise sind Mas- 4
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