Full text: Lübeckische Blätter. 1955 (91=115)

Während diese Zeilen zum Druck gehen, haben wir Zueckerhandels, in verschiedenen Ausschüssen der im engen Kreis der Familie und weniger vertrauter wirtschaftlichen Vereinigung Zucker und als Vor- Freunde, was die Flammen von ihm übrig ließen, zur standsmitglied der Wirtschaftsvereinigung Groß- und letzten Ruhe gebettet. Am Rande einer weiten Wiesen- Außenhandel in Lübeck. Sein kluger Rat war überall fläche, von hohen Bäumen umstanden, wird er seine sehr geschätzt. Auch der Gemeinnützigen Gesellschaft letzte Ruhestätte finden. und ihren Bestrebungen hat er mit innerer Anteil- Lieber Freund Ernst Schermer, wir werden dich nahme sich zugehörig gefühlt. nicht vergessen! Hanns Gieseler Dr. Paul Dohse war eine Persönliehkeit von be- sonderer Liebenswürdigkeit und Hllfsbereitschaft. Neben seiner Familie trauern um ihn viele Freunde, Dr. Paul Dohle + die ihm ein ehrenvolles und dankbares Gedenken Am 2I. April 1955 verstarb der Kaufmann Dr. Paul bewahren. Dr. Rudolk Schütz Dohse. Ein Gehirnschlag setzte seinem Wirken im Alter von 55 Jahren ein zu frühes Ende. Büchertisch Dr. Paul Dohse wurde im Jahre 1900 in Lübeck ! ' Y geboren. Nach Erlangung der Obersekunda-Reife ?: Pio Retsros 0.7. Z BUrohs ÿgskuntt ! N Lc: fs r! machte er eine dreijährige kaufmännische Lehrzeit von G. Oguclentcasrs: Verlag Styria, Graz-Wien Köln, Ostern 1915 an bei der Firma A. Behn & Sohn durch, 1954. 500 8., 86 Abb. DN 28,50. wo er auch später nach Unterbrechung durch eine Der Wiederaufbau unserer zerstörten Gotteshäuser, z. T. gut einhalbjährliche Einberufung zum Heeresdienst in veränderter und den heutigen Gegebenheiten angepaßter als kaufmännischer Angestellter bis Ostern 1919 tätig [Eorm. gere ie n§tstendis §srtzrdener: raUlroichert Litebsn. war. Sein reger Geist strebte nach Ausweitung und ren UU cin rage Feucmu en golralen Vertiefung seiner Kenntnisse. Er ging deshalb Ostern heit, ja Ratlosigkeit hinsichtlich der modernen Kunst wird 1919 zum Studium der Volkswirtschaft und Betriebs- vieht geringer, wo es gilt, für den Bau und die Ausgestaltung hvissenschaft an die Universität Köln. Seinen Lebens- kirchlicher Räume Lösungen zu finden, die endlich einmal unterhalt verdiente er nebenher dureh kaufmännische siber die zur Hohahloue grtqretsn erm rere Johr Arbeiten während der Studienzeit und besonders in miäßigt“ neuzeitliche Kunst vorfindet, ist ein Kompromiß, den Semesterferien. Die notwendige Vorbereitun der nur in den seltesten Fällen überzeugt; eine radikalere für das Abitur machte er in U En um dann ys ermensttscho yiedsrut véit tan viellsch der 1swmseitds EN. I y t . ( U Examen als Diplom-Kaufmann mit einer Arbeit über lich sei. den Sortimentsgroßhandel abzulegen. 1926 promo- Mit nieht geringen Erwartungen, aber auch nicht ohne eine : ü d L : 211.7 Portion Skepsis nimmt man daher das Buch des französischen lierte er juoe an der Universität in Hamburg zum Benediktinerpaters Pie Regamey „Kirche und Kunst im Im Etre 1921 schlossen sich die Großhandels- t Fetheniert. Ph Yan Vu: tr gleich orsusrus-trcktn: firmen A. Behn & Sohn. Boye & Schweigchoffer und Hiültigkeit unvermindert auch im protestantischen Raum, Oldörp & Jürgens zus mr ra. zus ron Ügrti- und selbst dort. wo die konfessionellen Gesichtspunkte aus- mentsgroßhandel den Zuekertzdel auszugliedern und t pr legrten: hleihen seins Zuskütrungen immer noch in in einer selbständigen Firma, der ,„Zuckerhandels- Es handelt sich bei diesem Werk keineswegs um eine gesellschaft‘, zu betreiben. Sie beriefen den gerade bistorische Übersicht, auch nicht eigentlich um eine kunst- on der Universität Köln zurückgekommenen Paul kritische Analyse, sondern um den Versuch eines ebenso auf- Dohse zum Geschäftsführer dieser Gesellschaft. Dr. cm Sting je zrtrqlen Thoolegen. do xqrietengou des Dohse baute das Unternehmen mit großem Geschick zustellen und zu untersuchen, wie beides in Einklang zu auf und entwickelte es mit Zielstrebigkeit und Weit- bringen sn. ; . N blick zu einem Handelshaus, dessen Bedeutung weit Im run Teil rid. unter der Yorzehritt: »Was ist und über Lübecks Grenzen hinausging. Die wirtschaft- ahmen der christlichen Kirchs dargestellt. His «alcralen liche Krise zu Anfang der dreißiger Jahre beeinträch- Künste werden als die edelsten Diener der Liturgie definiert tigte indes auch den Geschäftsgang dieser Zucker- wit der Aufgabe, dem Glauben gleichsam ein günstiges Klima handelsgesellschaft, so daß sich die drei Gründerfirmen Z! bereiten. In aller Schärfe wendet Regamey sich gegen den entschlossen, den Betrieb aufzugeben, den Dr. Dohse hterilen. tu 6 rute mehren A gsomitaus. der wr noch dann persönlich übernahm. Sein Optimismus, seine ,,christlicher“ Kunst identifiziert wird. (,„Auch sq en man Zähigkeit und sein kaufmännisches Können befähigten fehl, wollte man den religiösen Wert der Kunstwerke nach ihn, das Unternehmen auch über die derzeit schweren der Befriedigung beurteilen, die eine sentimentale Fröm- Jahre hinwegzuführen und ihm einen erstaunlichen tziztote aus wies rthopti: Iv Uossutetl t Zu ts man Aufschwung und Umfang zu verleihen. In Schwerin Im zweiten Teil setzt der Verfasser sich H; der Situation wurde unter der Firma Georg Lüllemann ein Zureig- der lebenden Kunst auseinander, wobei seine Polemik zwischen unternehmen betrieben, das ursprünglich ebenfalls Hritikloser Verhimmelung und bösartig-dumptfem Ressen- nur den Zuckergroßhandel ausübte, später indes den g{ührocken. wis otws dio Frage der svgenstandatrcierr Kucst Sortimentsgroßhandel aufnahm. Diese Firma wurde im kirchlichen Raum packt er das LÔfa noch heißere Eisen nach Enteignung in der Ostzone im Jahre 1951 nach der christlichen Möglichkeiten glaubensfremder Künstler Lübeck verlegt und hi Dr. Paul Doh it. an. Dabei vertritt er den Standpunkt, der Sakralcharakter gutem E rer rtgese er xon han Okss mr leite sich weniger von der krommen Gesinnung des Künstlers, Das große Können und die hervorragenden mensch- . hr "Ale r tt. . t v lichen Rigenschaften des Verstorbenen waren der sakral, oder, mit den Worten Michelangelos „„Jedes gute Anlaß, ihm manche öffentliche Ehrenämter zu über.. Gemälde ist durch sich selbst edel und fromm“. Wenn Pater tragen. so wirkte er verschiedene Jahre ala Handels. Brut. t irt tr Klubs n, vk richter, als Mitglied des Vorstandes des Deutschen dernen‘’ Routiniers für Kirchenkunst. so rührt er hier an eine 120
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