Full text: Lübeckische Blätter. 1953 (89)

Aber während des 20. Jahrhunderts ist die Ägypto- Professor Fritz Behn 75 Jahre logie immer mehr eine Ausgrabungswissenschaft ge- : ! ; ts r. worden, und ein unendliches Material an Gegen- Am 16. Juni 1953 beging Prof. Fritz Behn seinen ständen aller Art ist wiedergefunden. Dazu gehört ein 75. Geburtstag. Obwohl in Mecklenburg geboren, hat anderes Tätigkeitsgebiet Hermann Rankes: er ver- er nieht nur durch verwandtschaftliche Bande engere wandelte die beiden allgemeinverständlichen Werke Beziehungen zu Läheck. Sein. Großvater var der zur Geschichte und zur Kultur Ägyptens in neue Aus- bedeutende Lübecker Bürgermeister, dessen Porträt- gaben. Sie waren „Breasted“ und „Erman“ ge- büste von des Enkels Hand sich in unserer Behnhaus- Frbon. Hie xzren „Uroactts ce ür Vauze - iwg tende. Birr z Behnhaus, mit seiner siatikat. Yioss B Zick eitungen sind ehr Als die alten klassizistischen Atmosphäre, empfing der Künst- üblichen Zweitleistungen. Man kann sehr deutlich eine ler als Knabe entscheidende Eindrücke. Später wurde Veränderung der ursprünglichen Konzeption erkennen. ihm München, wo er seine Studienjahre als Bildhauer Rankes Neubearbeitung ist geistig anders, viel respekt- verlebte. zur Wahlheimat. Northin ist er nach dem voller, viel mehr von der Ahnung geprägt daf die letzten Kriege auch wieder zurückgekehrt, naehdem alten Ägypter, weit davon entfernt, Derklzshlish und! im Jahre 1938 als Leiter der Meisterklasse für leicht verständlich zu sein, vielmehr zu den größten Bildhauerei an die Wiener Akademie berufen worden Geistern und Meistern gehörten, die über unsere " . s EFW ZEN Erde geschritten ziad. Wenn die ..Lübeckischen Blätter seiner zum Die Ägyptologie ist im gleichen Maße bescheidener 15. Gshyrtetags ztagr ken. sc]! hict zickt ref grrer fra intensiver geworden, als ihr die Größe des Alten Ech sft md stkeläreich ét Lebeusres. tschoerdie!t gyptens bewußter wird. Hermann Ranke, während '§1~ a § Vz ; z t ; ; N und Südamerika, die Fülle ehrender Aufträge, die qu ft s? Lach "sss ds fotitty tteveretiot 9e; vielen Ankäufe durch Museen und öffentliche Iistituts der Seite . ou Runa Daher seine Freude, seine fers yellkomwess §sles s hett tizten vürley. V. Teilnahme, seine Fürsorge, wenn er diesen kommenden hier nur ou L ät und ihm die Ver- che Z Weg bereiten konnte, die ihn über“ hundenheit Lübecks bezeugt. Im Jahre 1928 ver- Daß ihm Amerika eine zweite wissenschaftliche tttsltets or! Heore, Uoise to hzh1z4 qe p: und menschliche Heimat war, ist ein sehr persönlicher 50. Geburtstag, ein denkwürdiges Ereignis, das allen, Zug an ihm. Er war schon 1902, gleich nach der die es sahen, im Gedächtnis geblieben ist. Eine ganze Promotion, für drei Jahre nach Philadelphia ger Anzahl seiner Plastiken hat in Lübeck dauernde Auf- kommen, als er noch mehr Assyrologe als Ägyptologe stellung gefunden. Auf der Burgtorbrücke flankieren war. Erst in Heidelberg, seit 1910, auf dem Lehrstuhl gpwei Löwen den Eingang zur Stadt, und auf dem und an dem Aufbau eines großen Institutes, wurde er Holstentorplatz vor dem Bankgebäude wartet der Agyptologe im engeren Sinn. Es ist wie echtes Schick- leere Sockel auf die graziöse Antilope. die dort ihren sal, daß im gleichen Augenblick, als er in Deutschland Platz hat. Behn hat für Lübeck zwei Kriegerdenk- von diesem Lehrstuhl gedrängt wurde, weil er dem miäler geschaffen: die Gestalt des verwundeten dritten Reich nicht für zuverlässig galt, ihn ein neuer Kriegers auf dem Ehrenfriedhof und den betenden Ruf nach Philadelphia holte, wo er für die Ägyptologie Landsturmmann in der Jakobikirche. Für den Uok ein anderes, weitreichendes Wirkungsfeld schaffen des Johanneums schuf er in Erinnerung an seine dort konnte. verlehten Schuljahre den Brunnen mit der Gestalt Wie kommt es, daß wir Jüngeren ihn geliebt und ver. J ohannes des Täufers. In der Behnhaussammlung ehrt haben ? Vielleicht hat er gar nieht aus dem Willen befinden sich außer einem Selbstbildnis in Bronze gelebt und nicht mit Anstrengung die vielen Länder ger eine Reihe von Tierzeichnungen von seiner Afrika- sehenundso viel Schicksalerlitten. Und geht esuns darin reise. nicht ähnlich ? Wollen wir wirklich immer dahin, wohin Die Fülle der Werke und das Temperament. welches wir geschickt werden ? Wollen wir Schmerz und Ver- darin sich ausspricht (besonders in der Tierplastik), wüstung, und dann wieder Ausgrabung und Aus- zeugen von dem ungebrochenen Schaffensgeist des nutzung in dem Maße erleben, wie es uns aufgegeben Fünfundsiebzigjährigen, der auch nach dem letzten wird ? Wir müssen lernen, daß es NE G N unverminderter Kraft an neuen Aufgaben alter der Massen nicht mehr darum handelt, ein arbeitet. Die Lübeckischen Blätter übermitteln dem isoliertes Rigenleben durch übermäßigen Willen zu Jubilar im Namen seiner vielen Lübecker Freunde die konstruieren, sondern daß schon das einfache Dabei- herzlichsten Glückwünsche für weitere fruchtbare sein, das scheinbar passive Mitleben so vielan Schicksal HSchaffensjahre. A. B. Enns und an Möglichkeit zum menschlichen Reifen enthält, wie es in früherer Zeit nur außergewöhnlichen Men- Büchertisch ft? zuteil yrs. Die Frage izt.nur, ch pte zt ratet: Gräbke-Castelli: „Lübeck“, Deutscher Kunstrerlag sonde vnd. R O ur Ferbs L Oz t;h, Utichh derte mrtentttt Zauber nennen möchte. Seine von Natur heitere, DM 9,, in Ganzleinen DM 11,80. S G ER E EEE OE ES ss ; qr. erlebt und gel eistet hatte, s0 eirzid
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