Full text: Lübeckische Blätter. 1953 (89)

LUÜBECKIS CHE BLATTER ZEITSCHRIFT DER GESELLSCHAFT ZUR BEFORDERUNG GEMEINNUTZIGER TATIGKEIT LUBECK, DEN 7. JUNI 1953 NEUN UN D A CHT ZI G S T ER JA HR G A N G / NU M MER 10 " æ m Die »Lübeckischen Blätter« sind Die Zeltschrift der Im Jahre 1789 gegründeten »Gelellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätlgkeit«. Wenn daherin diesenTagen Lübeck dem Norden dankt, ko muß es der Zeitschrift einer Vereinigung, die dem gemeinen Nutzen dienen will, betonders am Herzen liegen, auch ihrerselts dem Norden den Dank für all das zu sagen, was er für den gemeinen Nutzen unkeres Volkes in Zeiten furchtbarer Not opfkerwillig getan hat und noch tut. / Wir hoffen, daß unlere Gäste aus unkeren Blättern zugleich einen Einblick in das geistige Leben unkerer Stadt gewinnen und erkennen, welch unerhört schwierige Fragen z.B. bel dem W'iederaukbau des geschichtlichen Stadtkerns zu ISsen kind. Sie werden zugleich lehen, mit wie gründlichem Ernlt die Bürgerschaft uber den Kreis der beteiligten Fachleute hinaus an diefen Dingen Inneren Anteil nimmt. / Mögen untere Gäste bel Ihrem Aufenthalt In Lübeck etwas davon spüren, daß das Wort »Lübeck dankt dem Norden« kein leerer Schall, kfondern kelnen Bürgern aus dem Herzen gelprochen ist. rs s F | II * 1 „„Mellanfkolkligt lamarbete’’ Der Senat der Hansestadt Lübeck, auf dessen jene Geschehnisse zu verweisen, die die Norweger in Initiative in den nächsten Tagen „Nordische Tage‘ der Zeit der deutschen Besatzung betroffen hätten in unseren Mauern durchgeführt werden, versucht und die auch heute noch nicht völlig überwunden damit, gelockerte, resp. abgerissne Verbindungen zu seien. den nordischen Ländern wiederherzustellen. Dieser Wir Lübecker empfinden sehr wohl, daß trotz Auf- Versuch ist wahrlich nicht einfach. Der Ruf der nahme der äußeren Beziehungen noch immer un- Hansestadt Lübeck ist dureh die Tätigkeit der sichtbare Barrieren zwischen uns und den Dänen und „Nordischen Gesellschaft“ während der Zeit des undNorwegern bestehen, die erst im Laufe von Jahren Dritten Reiches gefährdet worden, und noch immer gzu beseitigen sind. Wir werden zu einem echten überschatten Kriegserlebnisse und Besatzungszeit die inneren Verhältnis zum Norden nur dann kommen, Beziehungen der Völker Skandinaviens zum deutschen wenn wir das Vertrauen rechtfertigen, das heute be- Volk. Erst vor einigen Wochen hat Norwegens Außen- reits sehr viele maßgebende Persönlichkeiten des minister Halvart Lange, der zu einem offiziellen Be- öffentlichen Lebens uns entgegenbringen. such in Bonn weilte, auf die Dinge hingewiesen, die Hansische Tradition und unsere geographische Lage nun einmal geschehen seien und die nicht unvergessen berechtigen Lübeck zu den vom Senat eingeleiteten bleiben, und wenn er die Notwendigkeit bejahte, die Schritten. Wir glauben wahrlich nicht, daß wir etwa Brücke zwischen Norwegen und Deutschland zu ver- eine Mission zu erfüllen hätten, denn die jüngste Ver- stärken, so unterließ er es doch nicht, gleichzzitig auf gangenheit würde alles andere, nur keine derartigen 117
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