Full text: Lübeckische Blätter. 1951; 1952 (87/88)

; dal Hermann Eschenburg auch in dem nach 1945 Komitee maßgeblich zur Aktivierung der Arbeiten um j wiedererstandenen Deutschen Industrie- und Handels- die sogenannte Vogelfluglinie beigetragen. ù tag maßgebliche Positionen erhielt. So gehört er be- Für die Kaufmannschaft zu Lübeck war Präses . reits seit einer Reihe von Jahren auch hier wieder dem Eschenburg durch allen Wandel der Ereignisse hin- Hauptausschuß dieser Spitzenorganisation an und durch ein steter Wahrer und Förderer. Diese speziell wurde im Frühjahr 1951 in besonderem Maße dureh lübische Institution konnte unter seiner verständnis- die Berufung in den Vorstand des Handelstages geehrt, vollen und tatkräftigen Leitung ihr altes Ansehen womit an die frühere Tradition in würdiger und ver- nicht nur behaupten, sondern noch ausweiten. dienter Weise angeknüpft wurde. Als unerschrockener î Am 9. April werden Herrn Hermann Eschenburg zäher Kämpfer für die Aufrechterhaltung des Handels- sowohl in seiner Eigenschaft als Präses unserer lseammergedankens in seiner alten bewährten Form in Kammer und der Kaufmannschaft zu Lübeck wie als den Kreisen der Wirtschaft rühmlichst bekannt, darf Inhaber vieler anderer Ehrenämter Ehrungen in unser Präses für sich in Anspruch nehmen, trotz zeines reichem Maße zuteilwerden. Wir glauben berechtigten hohen Alters sich auch in dieser Hinsieht der un- Grund zu der Annahme zu haben, daß alle diese ; eingeschränkten Sympathien aller zu erfreuen, denen Glückwünsche und Anerkennungen nicht allein dem 2 es bei dem Ringen um die überbetriebliche Mit- bewährten Wirtschaftsführer und erfolgreichen Kauf- ' bestimmung auf die Erhaltung der bewährten In- mann, sondern vor allem auch dem Menschen Eschen- § stitution der Industrie- und Handelskammern in ihrer burg gelten. Wer ihn näher kennt, weiß, daß er, t seit über einem Jahrhundert geformten Gestalt ent- ungeachtet seiner vielseitigen Arbeitsbelastung und E scheidend ankommt. In diesem Zusammenhange starken dienstlichen Inanspruchnahme, ein gütiges h verdient noch erwähnt zu werden, daß Herr und verständnisrvolles Herz für seine Mitmenschen | Eschenburg auch im Anslande, hier besonders im besitzt, seinen Mitarbeitern ein wahrer Freund und skandinavischen Raum, weitgehende Sympathien stets hilfsbereiter Vorgesetzter ist. Deshalb sind es ? besitzt.. So ist er beispielsweise Vorsitzender der am 80. Geburtstag unseres Präses vor allem Liebe Deutsch-Finnischen Vereinigung Lübeck-Hamburg- und Verehrung, die wir ihm entgegenbringen. Möchte Bremen und hat ferner als Vorsitzender des deutschen er uns in Gesundheit und Schaffenskraft noch recht Ausschusses im deutsch-dänischen Fehmarn-Route- lange erhalten bleiben! Dr. jur. Hans Wintzek Professor Dr. phil. h. c. W'ilhelm Stahl zum so. Geburtstag Lübeck ist nicht nur als „„Stadt der Orgeln“ welt- Nach Lübeck zurückgekehrt, nahm er seine Lehr- bekannt, sondern hat in Vergangenheit und Gegen- tätigkeit am Lehrerseminar wieder auf, wurde nach B wart stets große Orgelmeister in seinen Mauern ber dessen Schließung zunächst Obermusiklehrer an der Z herbergt. Unter ihnen hat der frühere Organist am von Großheimschen Realschule und wirkte danach E Dom, Prof. Dr. Stahl, nicht nur als Orgelkünstler, bis zu seiner Pensionierung 1m Jahre 1935 noch an ß sondern auch als Musikpädagoge und als Musik- der Oberschule zum Dem. . s forscher Hervorragendes geleistet. Mit dem Schuldienst erschöpfte sich jedoch die h Am 10. April 1872 als Sohn des Zieglermeisters pädagogische Tätigkeit Wilhelm Stahls, der 1921 vom Ü Wilhelm Stahl in Groß-Schenkenberg bei Lübeck ger Senat mit dem Professorentitel ausgezeichnet worden t boren, verlor er frühzeitig den Vater. Seine Mutter War, keineswegs. Nachdem Er schon von 1915 bis Z08 mit. ihren beiden Kindern nach Lübeck, wo 1923 an dem Privatkonservatormum von Göhler- e Wilhelm Stahl. nach Abschluß der Mittelschule die Hofmeier unterrichtet batte, stellte er seine reichen 18 Präparandenanstalt und das Lehrerseminar besuchte. Kenntnisse den Zerchersialth. 4ur:1955 bzzrügdsten : Ecos$$ . . [! Dr. Bussenius, darauf an der St.-Porenz-Knaben- Fächern Harmonielehre, Methodik, Hymvologie, Li- Nn schule und schließlich an der Realschule in Lübeck. turgik, Musikgeschichte, Kirchenmusikgeschichte s0- [s Während dieser Zeit legte er als junger strebsamer wie Formenlehre und erteilte Klavierunterricht. n Lehrer 1897 noch seine Prüfung als Lehrer und 1899 Als Organist von st. Matthäi (1896 bis 1922) und 13 als Rektor für Mittel- und Höhere Mädchenschulen als Domorganist (1922 bis 1939) hat Professor Stahl n ab. Sein Hauptinteresse galt der Musik, und er nahm eine rege künstlerische Tätigkeit entwickelt, und die - ; u auh im L rÔpiel, Musiktheorie und Lübecker Freunde der Kirchenmusik haben ihm viele ß Sologesang bei Prof. Karl Stiehl. Dieser Musik- Aufführungen von Bachschen Passionen und von § grelehrte lenkte als erster das Interesse Wilhelm Stahls Oratorien zu danken. . ic u E o > . i z 1 EINES . : L z: Päteren Arbeiten wude Gd. E LL Le haben ihm zu seinem 75. Geburtstage ] Vo ts s f . 's '8tudienzwecken beurlaubt, die von der Kieler Universität verliehene Würde eines te ging Wilhelm Stahl, hegleitet von seiner jiughn Frau sshrendetotr cingttrzgrn. \2 bb. Jüu. yy: hätts. jh und seinem Töchterchen, nach Hrezden. Pank ssiners Flie Gesellschair aue t V rg ; : r .: üdli Fleis Zahlreich sind seine Veröffentlichungen auf dem - f Bezetrrg zd eau Fu§ Juhre whrendes z)tshs. ser 1.§bogter Eirepsztitteih; ue ven! rs: [b Studium. am Königl. Konservatorium schon nac allem die „„Geschichte der Kirchenmusik in F §s der f fneizhalb Jahren 12î dem Rete : E N ;
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