Full text: Lübeckische Blätter. 1951; 1952 (87/88)

: dessen Vollendung jetzt eifrigst gearbeitet wird. Der gelände einbezogen ist. Im vergangenen Jahre konnte t größte Teil des Platzes, etwa zwei Drittel desselben, die neue Friedhofskapelle eingeweiht werden. In ) wird Kinderspielplatz, der restliche Teil eine Schmuck- diesem Frühjahr soll das Pförtnerhaus fertig werden, n anlage für diesen dicht besiedelten, aber andererseits in dem auch das Friedbofsbüro, der Unterkunftsraum h bisher ohne Schmuckanlage gebliebenen Stadtteil. für die Friedhofsgärtner und der Geräteraum unter- 1 Der Spielplatz wird mit einem Drahtgitter ganz ein- gebracht werden sollen. ; gezäunt werden müssen, weil leider immer wieder fest- In Travemünde wachsen mehr und mehr die r gestellt werden mußte, daß freie Spielplätze in den Neupflanzungen der letzten Jahre heran, vor allem h späten Abendstunden von den sog. Halbstarken de- am Eingang von Travemünde, am Baggersand, des- r moliert werden. Neben dem großen Planschbecken gleichen die neue Staudenanlage im Stadtpark und am 18 wird ein richtiges Schiff mit Mast und Takelage und Ehrenmal. n mit Steuermannshäuschen aufgestellt, allerdings stän. Auf dem Priwall hat die städtische Forstver- n dig „auf Land gesetzt“. Wippen, die besonders be- waltung, nachdem der Priwall der Stadt im ver- liebten Kletterbäume, Balancierbalken und ... ein gangenen Jahre vom Oberfinanzpräsidenten rück- : Karussell werden der Bewegungsfreude der Kinder übereignet wurde, auf dem ehemaligen Rollfeld rund zur Verfügung stehen. Für die Kleinkinder ist ein 50 Hektar Wald aufgeforstet. Die sandigen Uferzonen gesonderter Platz vorgesehen mit Sandkiste, Wippe, des Rollfeldes wurden als leider einzige Brutfläche Kletterbaum und ,„Kapeisterstange“’, alles in kleine- für Wasservögel an der Lübecker Bucht zum Vogel- rem Maßstabe als auf dem Spielplatzteil für die größe- schutzgebiet erklärt, dgl. das Stranddorngebüsch an ren Kinder. Für die „Muttis“ der Kleinen werden der Traveseite zum Vogelschutzgehölz. Das ganze 3 bequeme Bänke aufgestellt. Das Gartenamt hofft, daß ehemalige Rollfeld wurde unter Landschaftsschutz regelmäßig Muttis da sind, die dafür sorgen, daß die gestellt. r großen Kinder die Kleinen nicht von ihrem Spielplatz Mit Hilfe des Jugendaufbauwerkes ist das Garten- k verdrängen und zudem ein Auge auf die „„Großen“ amt dabei, etwa 30 Hektar nördlich der Mecklen- h haben, die erfahrungsgemäß schon sehr viel artiger burger Landstraße aufzuforsten, um dadurch für das t- sind, wenn Erwachsene nur in Sichtweite sind. Es Volksbad Windschutz zu schaffen, insbesondere für ;; dürfte nicht sehr schwierig sein, wenn dieser Aufsichts- die Zeltjugendherberge zwischen dem ehemaligen le dienst der Muttis als eine Art Sozialdienst von den U-Boothafen und der Zeltstadt. In dieser Zeltjugend- ie Umwohnern des Hanseplatzes organisiert würde. herberge haben im vergangenen Sommer viele tausend 1- Eine sehr bedeutungsvolle, aber nicht in die Augen Jugendliche übernachtet bei insgesamt rund 50 000 r- fallende Arbeit wurde in diesem Winter dank der . x-\ unermüdlichen Mithilfe des pensionierten Obergarten- In einem Bericht aus der Arbeit des Gartenamtes 2 meisters des Gartenamts, Herrn Frehse, abgeschlossen, darf leider nicht fehlen, daß viel Arbeitskraft der T- die Inventur des alten Baumbestandes in Arbeiter des Gartenamtes alltäglich unnötigerwelse Lübeck und Travemünde. In den Kriegs- und damit vertan werden muß, daß zwölf Revierarbeiter 8- Nachkriegsjahren war manch ein alter Riese der morgens erst immer einige Stunden damit verbringen 1d Feuerungsnot zum Opfer gefallen. Aber auch Krank- müssen, den Unrat wieder aufzusammeln, den ge- er heit und Überalterung machten oft ein Fällen not- dankenlose Besucher der Anlagen und Benutzer der wendig, zumal wenn die alten Bäume dureh Vermor- Durchgangsweg? achtlos fortwerfen, anstatt ihn in die 28 schung ihres Stammes oder der großen . Abfallkörbe zu tun oder mit nach Hause zu zn fahr für Vorübergehende wurden. Was nun als er. nehmen. Dr. Hagemann m haltungswürdig begutachtet wurde, fand Aufnahme é in das neue Verzeichnis der unter Naturschutz stehen- | ÿbecker, haltet EureStraßen und Anlagen sauber! 1- den Bäume, welche nur unter besonderen Voraus- n setzungen gekappt oder gefällt werden dürfen; die Es hat sich mehr und mehr eingebürgert, auf der er Genehmigung muß bei der „Unteren Naturschutz- Straße zu rauchen, Eis am Stiel zu Iutschen, Obst n behörde“ im Ordnungsamt beantragt werden. und überhaupt alles mögliche auf der Straße zu N Nicht. nur von einer Reihe von schönen alten essen. Achtlos werden die Papier-, Obst- und son- ns Bäumen mußten wir im Laufe der letzten Jahre Ab- stigen Abfälle dort fortgeworfen, wo man gerade geht on schied nehmen. Alle Naturfreunde werden mit dem und steht. In der Wohnung, in einem Lokal oder im ter Gartenamt darüber trauern, wenn in L der Arbeitsstelle möchte kein ordentlicher re die so besonders schöne Schmueckanlage am sog. Mensch diese Unordnung um sich dulden. In Lübeck h- Senatorensteg vor dem Burgtor, erwischen Roeck- hat diese Unsitte aber einen solchen Umfang ange- oh straße und Falkenstraße, einer Großtankankage weir normmen, daß am Sonntagmorgen in der Frühe ganze en chen muß, die von der anderen Seite der Falkenstraßke Kolonnen von Arbeitern ihre Sonntagsruhe opfern aus verkehrstechnischen Gründen weichen muß und müssen, um den unachtsam fortgeworfenen Unrat zu al3 in sehr vergrößerter Form in die Staudenrabatten beseitigen, der am Sonnabendnachmittag bzw. Sonn- je- verlegt werden soll, in Anlehnung an das unter Denk- abendabend auf die Straßen und Plätze geworken 1k- malschutz stehende Haus aus der Biedermeierzeit. wurde. Da die Stadt es sich nicht leisten kann, am N- Wenn man. nach. Travemiünde fährt, sieht man in sonntag die Straßen und Anlagen so verschmutzt zu nd Kücknitz vor dem Waldhusener Forst den Küeck- lassen, mußten diese Kolonnen eingesetzt werden. Wie je- nitzer Friedhof liegen, der sehr erweitert werden erfreulich wäre es, wenn alle Bürger und Bürgerinnen, at mußte und in 10 bis 20 Jahren der schönste Friedhof alt und jung, sich bemühten, soviel Disziplin zu halten, nc Lübecks sein wird. Er wird weit größer als Jer Vor- daß dieses nicht notwendig wäre. Wie leicht ist es é: werker Friedhof sein. Er umschließt die drei unter gemacht, die Bananen- oder Apfelsinenschale wieder Be Naturschutz stehenden idyllischen Teiche vor dem in die leere Tüte zu tun und diese solange in die Tasche an Walde, der zu großen Teilen auch in das O stecken, bis man zum nächsten Abfallkorb kommt. „! 7V
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