Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

f Orescendi der prachtvoll musizierenden Phil- Gesetze, nach denen die russischen Meister Moussorgsky, armoniker einordnend und den Soli Tiefe und Wärme der Scrisebine, Rachmaninotk, Prokofkieffk und Stravinsky ihre aug: Empfindung verleihend. Musik schufen und schaffen. In ausgezeichneten FVFormanalysen mit Eingeleitet wurde das Konzert mit einer in Helligkeit und Vergleichen traten die gediegenen musikwissenschaft- well erstrahlenden Wiedergabe der 1. Symphonie von Beethoven. lichen Kenntnisse des Künstlers hervor, die Erläuterungen lieb. Absolut werkgetreu deutete der große Dirigent diese Ton- hielt §! in eiter: sigewein verständlichen Ruhren. „csu h ttt zl sy Mert ss. zt ztzu [s lu dor H Zico Es Wwüre E oerwart; wenn er dieser Gt ur Beethoven ahnen läßt. die so überaus glücklich das künstlerische mit dem instruk- Molt tiven Element verband, eine Reihe ähnlicher folgen ließe. A Kammermusik der Lübecker Kantorei yen Dieser Abend brachte zwei das Lübecker Publikum be- Vie Söhne Bachs E sonders interessierende Aufführungen: „Vier Lieder kür Die große schöpferische Kraft, die sich in der weitver- in ( Singstimme und Flöte nach Texten aus der Ohinesischen gyyeigten Musikerkamilie der „„Bache‘’ d h Generati Spic Hlöte in der Nachdiehtung von H. Bethge“ von Doris Klug- u ar mib. don rößte i Gr ckl s rs ionen Vier kist unc eine Kantate »Die Mutter‘ kür Soli, Frauenterzett, e bastian,. noeh nieht u Fahr rei ces! L: freilich letz c. . : Goebel. F . . . . . s § E act nia r e §. jc Vag Das Linienspiel der Flöte und der Singstimme in den Liederm Wunder an, daß die Musikalität der Familie Bach noch stark ein rt Noris Kligkist trügt urs inhere dus Corny sr elta gs 777. | Fœ ss vrt z zr der ordnet, sondern ein durchsichtig klares Rankenwerk voll Söhne Sebastians Vorbereiter sss klassischen Stils wurden. Vor b eùlhzr Gtr; zsohnst. Tief die Yishtungss. erlobend Wie frühlinghaft jung und frisch diese neue Kunst schon in bt Z Ä fiutäliuuuÜ irh die brgürun guet tzr se sgort.nrtStrr. vrt: Äri]zest erbitte. ragten e terme hal! Einheit, in der der r dem dichterischen Ausdruck eu :e lers eu Lon tu Pere Iertendr], ;; Si! durchaus gleich ist. Da die Diehtung Sinn und Seele fremden und Johann Christian auf der Diele des Behnhanses dureh die litz. Volkstums offenbart, erlebte man die Chromatik und eigen- Solokräfte des Städtischen Orchesters, die Herren Kundrat Mo: ht: Iztteryslizehrittn. gl sts Eintialssy: jss iu zsizer (Violine), Weilkirehen (Viola), Eckhardt (Cello), Meyer (Flöte), Ao igenart tief beeindruckte, zumal cue MW1e ergabe dureh die Manecke und Wagner (Oboe), Hoffmann und Schuster (Klari- Komponistin und Kammermusiker R. Meyer (Flöte) von nette), Schmidt (Fagott), Herrmann und Finnern (Horn), zu ron eindringlicher Schönheit yar: t ö denen sich als vorzügliche Cembalistin bzw. Pianistin Rrika Di ENG ec G E. DE- j stiller und selbstloser Liebe und Sorge wirkenden Müttern preußischen Geist, seine Flötensonate e-moll und das Trio Mit cs Fosse s Zs w ün Spy Hzretrtz h-moll dagegen dem musikalischen genius loci Potsdams, dem Obc E U ron . g Goebel vertiett un. jungen König Friedrich. Der Galante Stil, ein Merkmal der Jak verinnerlicht die Diehterworte dureh seine Musik, die teils ülteren Berliner Schule, deren geistiges Haupt Philipp Emanuel das in romantischer Harmonik, teils in der Polyphonie den be- war, läßt keine modische Übertreibung an rokokohaften Ver- Mei E SE r DGE §r IEEE S c EES ESS hrt fz Lie schrieben, ihr figuriertes Linienspiel den geborenen Melodiker, Kabinettstücke der Empfindsamkeit, ein „echtes Singen Fut dem als Chorleiter die Behandlung der Singstimme vertraut der Seele‘, wie es sein Zeitgenosse Quantz von der Instru- tisc t H bor. th tac Zet ut * Zuichs rentelrusie tordert. Hriedemuur Hecht rr xuch d L.) t);tiqrwes Gs ct vos F29 s. Len Eprrtindgus des ßfirtise Inhalt erweckte Vorstellungen van der alten Suiten- f;! Die heitere G-dur o bildete f! I Ne Wieder: E weitesten stößt Joh. Christian, der jüngste Bachsohn . gabe dureh die Konzertmeister Kundrat (Violine), Weiß- jn das Neuland der klassischen Periodo gs f Quintett, rs] kirchen (Bratsche) und Meyer (Flöte) den rechten Auftakt jtgalienisch leicht und locker konzipiert, enthielt schon allerlei ein, zu diesem auf stille Besinnlichkeit abgestimmten Abend. MWMozartismen. Das sehr anmutige Septett Joh. Christophs, des kal Bückeburger Bach, atmet Iyrische Empfindsamkeit in klassi- J Veranstaltungen in der „Brücke“ sche Vorm gekleidet, Niederschlag eines Stils, den seine großen Urs . In dem hübschen pastellkarbenen Vortragsraum der „„Brücke'“ Fzternogen kHazdn up| r! zur ü Yglendmn s gefährt [! I.eIeaea ee . | Klavier- und Kammermusik bekannt machen sollen. Zu- Kammerrereinigung kür das Publikum nicht nur ein künst- h meist stehen einheimische Künstler im Dienste dieser Idee, lrischor Gonulß, sondern sio trug zusluich ar r orel dungs Ta] =°…ÏNGOGNNOG. ie jetzige des NWPR-symphonie-Orehesters Siegfried Palm Ba unter Mitwirkung von Silva Brenner (Klavier) einen Cello H „ usmusik um Bach abend. Er begann mit der das Niveau guter Unterhaltungs- j : : ! musik nicht weit überragenden Suite populaire Espagnole des Zu einem stillen Seitenpfad im Garten des Bachsehen Ba spaniers Manuel de Valla, ihr folgten die außergewöhnlich Schaffens führte eine besinnliche musikalische Weihestunde Po virtuosen Arabesken des Rumänen Bohuslav Martinu, dann Von Walter Kraft und Lisa Wagner-Sehwarzweller im Remter. Or die formal sehr gestraffte Solosonate op. 25 Nr. 3 von Hinde- Bach liebte das Cembalo ganz besonders zum häuslichen Ki cCcIé'oOotOco . . rien Y rc rt§ehes EE ncs VE ES c;tR Silva Brenner das für Anna Magdalena zeigt, wie liebevoll sich der großo un erneut als feinsinnige Begleiterin. Genius in der musikalischen Unterweisung den Kleinen und bil Kleinsten zuwandte. Viele seiner Werke für Cembalo sind als sab . Gebrauchs- und Hausmusik entstanden. Aus dem umfang- de; reichen „Wohltemperierten Klavier“, den Suiten und dem ver Klavierbüchlein spielte Walter Kraft auf dem Cembalo. In 01 Besonders wertvoll war ein von dem Lübecker Pianisten liebevollem Versenken in die häusliche Welt des grolen Veo Wolgkang Hattenbach durchgeführter Klavierabend, bei Thomaskantors erklangen diese Werke in ihrer ursprünglichen an dem „Russische Klaviermusik um die Jahrhundertwende“ Schönheit, von allen Zutaten späterer Zeit befreit. ie ß Luo rpm t. V Bztrtee zeigts nickt muy Ghromaris ch" ? 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