Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

rt t“ stark dezimiert wurde (über 170 Werke wurden uns zu schaffen. Aber damit sollte man sich auch zu- K uns Winde verschleudert), so sind doch wesentliche frieden geben. Straßen sind nicht dazu da, um schöne !: l. L 19654 vor allem die Werke von H. Munch, erhalten Aussichten zu eröffnen, um uns mit dem Anblick unserer sit die anderen Abteilungen vollzählig der Vernichtung Kunstdenkmäler zu überraschen, solche Vorstellungen p. pt: angen. Die dem Behn-Haus von seinen Stiftern kommen aus dem Geist lebensferner Nachfahren. Lübeck mn s u G ton und von Heise programmatisch vorgezeich- ist von Kaufleuten gegründet und heute noch eine Kauf- k. ( 6 Aufgaben sind heute dringender denn je. Lübeck, mannsstadt und nicht ein Museum. Gewiß, eine Straße it rss Einwohnerzahl sich kast verdoppelt hat, braucht kann durch ein hervorragendes Bauwerk abgeschlossen m ieder sein Museum der Gegenwart, in dem die einhei- werden, aber man kann nicht Straßen nachträglich auf lie aer Kunst von Overbeck über Gotthardt Kuehl, eine Baugruppe ausrichten, dann wäre eine Straße nicht ti- Ulrich Hübner, Maria Slavona, Linde-Walter, Fritz mehr in erster Linie Verkehrsweg, sondern Ansahrt. Im s Behn bis Erich Dummer betrachtet werden kann, wo Barock hat man bewußt 80 gebaut, mit Recht, das W esen dem Besucher aber auch der Zugang zur zeitgenössischen des Barock war Repräsentation. Lübeck ist aber keine Kunst ermöglicht wird. Die Overbeck-Gesellschaft kann barocke Stadt. Im 19. Jahrhundert, als man nur noch - in ihrem Ausstellungshaus im Behnhaus-Garten immer das Einzelkunstwerk zu würdigen wußte, der Hinn kür hr nur einzelne Künstler und Sonderausschnitte zeitgenössi- die Folgerichtigkeit mittelalterlicher Stadtpläne Ver- /', scher Kunst vorführen, während das Behn-Haus sich auch lorengegangen war, hat man allenthalben „mittelalter- : kür Ausstellungen umfassender Art bewährt hat. liche Kunstdenkmäler freigelegt, um “es pis Muroutns ils A. B. Enns. stücke herauszustellen. Aber das 19. Jahrhun ert sollte . SE EE E v. C: nicht sss r l cee was ihnen nicht zukommt, Er Zum Wiederaufbau Lübecks was ihnen weniger nützt, als dem Stadtbild in seiner . Als Erben einer großen Überlieferung tragen wir große tt “s Iterliche Bauten sind wohl schön gus Ut l zroutsorturg. uu 2o zelt. 315 viles. Fs; heuts es! t s ss pf ceruote Maßstah und man kann den lis wird, das Lübecker Stadtbild für Generationen fes egt. :.h, z . ' V 1 L , ies N. i in, wenn wir Maßstab nicht ändern, ohne sie zu verletzen, man ann %®MôBfWwiStSSÇtÇSÇStÇtÊÇÊâÊOÀàÀÒàÀhò,s ==Ss=lle: N- unsere Nachkommen immer wieder bedrücken, unfre erz | Fuer i T § ; ie wir heute. nicht be- kern legt auch heute noch den Malstab fes ss er;; u tu Laten . Veo § späteren nicht ver- Die mittelalterliche Stadt hat eine Ustlbobaugrtt. m- bauen. Diese Überlegung darf uns aber nicht verleiten, das heißt, die Stralzenränder waren lücken gs t aut. rd Pläne für den Wiederaufbau zu schaffen, als wenn man Man kann auch heute nicht die Stralzen urch eine ar schon über Mittel verfügt, die wir in besseren Zeiten Zeilenbebauung aufreißen, zumindest nicht dort, wo das vielleicht einmal haben werden. Solche Planungen alte Gefüge im wesentlichen ttt jet: ßchsn gar zicht. ; werden nie ausgeführt werden. Unsere Nachkommen um wieder Aussichten zu erö nen. Lübeck ist im Grunde [5§ werden ihre eigenen Gedanken haben. Für solehe bis eine mittelalterliche Stadt, das heißt aber nieht, datrizz [t- ins Letzte ausgearbeiteten Stadtpläne werden sie uns mittelalterlich bauen sollte. Im Gegenteil, dem Mittel : keinen Dank wissen. Wir dürfen ihnen nur die Wege alter war es z! tretttäuzlch. rstreuuß zr hrzsn : Zur Diskussion stehen also heute zunächst die Straßen- [v leuten 19. zurauucsre gat may diese Huutan den [U: kührung. die Leitung des Verkehrs, der Yhzebtlizienplan. Stadtbild wohltuend eingefügt. Wir brauchen moderne te- Hier eine verbindliche Lösung zu schaffen, ist die erste lfinttcq. Küjtzetzüh U rug. Erinnerungen. zie wichtige Aufgabe unserer Zeit. Lübeck ist nicht 80 auten. ö ö s Ut bo: 2- weitgehend zerstört, daß der mittelalterliche Grundriß Unsere mittelalterlichen Bauten ha en einen sehr be j: aufgegeben werden könnte. Rs heißt also, das alte stimmten Charakter. Streng und sachlich sind gie g be Straßennetz mit den heutigen Verkehrsbcdingungen in baut, nur dem Rathaus hat man auszeichnende rkaden its Einklang zu bringen. Das ist eine schwere Aufgabe, zugebilligt. Darum sollte man heute, wo es auch immer Le doppelt schwer, weil die Wasserarme, die einst die Stadt geht, auf die Arkaden verzichten. Arkaden dürfen unser (2 schützend umschlossen, einen einfachen Ausweg unmög- sStadtbild nicht bestimmen. Wo sie als Notlösung nicht § lich machen. Rs bedarf also schon eines ungewöhnlichen zu umgehen sind, sollte man sich immer bewußt bleiben, m og os + : erden. Wir werden also eine gute Auskunft nur von lic ; e: — TO erwarten dürfen, und Ee ein billiger Vor- deort, wo etwa wie im Gründerviertel, das gesamte mittel- V schlag wird so leicht nicht durch einen einleuchtend alterliche Stadtbild vernichtet ist, darf der Aufbau nur fs. besseren ersetzt werden. ktitik z Nstgit ist bsguow; streng ua ch orkalgep. Bus rruugloss Aukloch- n meist auch noch zurückgestellt werden, bis man rung 18t bei uns nicht am Platze. re St: UU [nm zum Aukbau jens Kritik am Ganzen ist Gesetze. Wir können uns nicht darüber hinwegsetzen, schwer, kann uns aber bald endgültig verbaut sein. ohne das Gefüge der Stadt zu zerstören. fht Die mittelalterliche Stadt war ein Kunstwerk von Die Pläne zum Wiederaufbau haben bisher nur wenige [18~ hohen Graden. Ihre nüchterne Zweckmäbigkeit, die gekannt. Der Bund deutscher Architekten hat jetzt te Sicherheit mit der die Akzente im Stadtbild gesetzt sind, Gegenvorschläge zu den Planungen der Stadtbauver- Iht ist kaum zu übertrekken. Die Straßen und Plätze dienten waltung an die Öffentlichkeit gebracht. Us sollte jeder s lediglich dem Verkehr und dem Handel, und damit war selbst Yersuchen, sich ein Urteil darüber zu hilden; vis lie ff.. Hertt brexett zan breiter. ÖroGu. tar der Iveit Jive Fitne heute schon diclnilerhat snd, vie weit )J
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