Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

h- einsamen Zimmer befand. — In jenen scheußlichen Lehen erweckt seyn, in das ihr uns verzücken sollt. t Höhlen + Ha! Sie waren heute so scheußlich ge- Rs ist fast nur die Ahnung einer geistigen Welt; nur d wesen, wie an jenem Abende: — aber wir waren durch zarte, leise Klänge sind seine Melodien. Wo in "dem Hr ihre Gräuel hingeschlüpftt, ie man nach einem Gemeinen die Sinnlichkeit schlucehrzt, zerstreut in fi Regentage über die Gasse zu einem Rendés-vous geht. diesem das tiefe Gefühl nur eine Thräne; wo jene it Wer wird sich denn dabei aufhalten, die Form und wiehernd auflacht, schlüpft diesem nur ein schnell m Farbe der Pfützen zu betrachten ? Ä verschwindendes Lächeln über die Lippe, + und doch s Weiber, liebliche Wesen! Wie so ganz hängt doch doch ist ihm ein kaum hemerkbarer Händedruck zu n, die Schönheit und der E des Lebens davon ab, dem sich ein reizendes W'eih vergißt, und : ilire )a daß man mit euch es theile! Es ist ein mühseliger Hand verschämt zurück zieht, – voll höheren Ge- Gang an einem neblichten Herbsttage: aber ihr wölht nusses, als jener eine durchschwelgcte Nacht ge- ;h unsre Phantasie den schönen Himmelsbogen in den währt!–+ r grauen Regengul)z. Wir staunen entzückt hinauf, und Ich breche ah! Sie merken, fürchte ich, nur zu sehr, Ñ wissen nicht mehr, daß unser Fuß im Moore watet. – wie lebhaft mich die bloße Erinnerung jener echt “ Doch um das zu können, müsset ihr selber haben, was Iyriechen Stunden exaltirt. Urtheilen Sie, wie glück- . ihr uns geben, müßt ihr selbst zu dem höhern, innern |lich ich in denselben war! – 12 t: h. Die Wiederherstellung des geschlossenen Marktes 1d 1d „Die Wirtschaft hat gesiegt“), sagte ein Preisträger zichtet auf den einstigen schluchtartigen Durchblick des Marktwettbewerbs, der mit manchen anderen für hei Grube. Rine architektonisch befriedigende Lösung ne einen nach Süden halb oder ganz offenen Markt ein- der heiden hier zusammentreffenden Riegelbauten 38, getreten war. Ja, der Markt wird zum Kohlmarkt schien nur möglich bei Durchführung des Kohlmarkt- us hin geschlossen: das hatte sich nach langen und gründ- baus, nicht wie einst der hei Grube endenden Ostreihe. d lichen Verhandlungen des Bauamtes mit allen mög- Der Ostriegel zwischen Markt und Breiter Straße er lichen in Betracht kommenden Kreisen herausgeschält ist wie früher in Vierstockhöhe gedacht, aber an beiden z]- und wurde in den abschließenden Sitzungen unter Seiten verkürzt. Vom Kriegsstubenbau hält er einen ch Beisein erster auswärtiger Autoritäten gebilligt. Ge- Respektabstand von vier Metern, der durch einige § ft U B LU sieh . §. z 1.5 z31 v § hen, ; ; ehrszweck is , 1d Waagschale gefallen; aber ist es zu tadeln ? Ist nicht “fi § tts der astseitig passierenden Fußgänger in der historische Aufbau der Stadt von nüchtern prak- in die nach ihm neu zu öffnenden Rathausarkaden, 1d tischen Erwägungen bestimmt worden und gerade – denn geradeaus sperrt ja die Rathaustreppe den Pfad. st dadureh so modenüberdauernd klassisch geworden? Die Verkürzung dieser ostseitigen Häuserreihe nach en Jedenfalls hat der Denkmalrat aus vollem Herzen zu- Süclen zu hat mehrere Ursachen: einmal die Ver- en gestimmt, ganz unabhängig von den wirtschaftlichen kleinerung des Marktes zugunsten des Kohlmarkts, Gesichtspunkten, um dem Markt seine Geschlossen- dann die Durchführung des Südriegels bis zur Breiten er heit und Ruhe, und dem Rathaus den richtigen Maß- Straße und schließlich die jetzt nur hier noch mögliche 1]- stab wiederzugeben. Es wird natürlich manche .Grubesche Lücke‘. Darum bleiben nur drei Grund- hr, Stimmen geben, denen diese traditionemäßig und stücke übrig, die ihrer Gestalt gemäß Giebel nach dem m, künstlerisch riehtige Lösung nicht „„marktschreierisch“ schmalen, offenen Süd- und Nordende wenden, so daß Er genug zu sein scheint, aber sie werden auf die Dauer es gesucht und krampfhaft erscheinen mülite, einen 18- wohl das Vornehme der ahgeschlossenen Insel im oder zwei altgewohnte kleine Marktgiebel auf diese us hrausenden Verkehr schätzen lernen. aus ganz anderen Vorbedingungen erwachsenden Neu- [er Der Kohlmarkt wird seine ihm zugewachsene Auf- hauten zu pflanzen. Dafür denkt man die drei Häuser, rir gabe als Hauptverkehrsbahnhot voll erfüllen können. dem nach Norden ansteigenden Boden entsprechend, rel Straßenbahn- und Bushalte sind einkalkuliert, und durch eine leichte Staffelung in der Trauf- und First- ch die Gefahr des taumelnden Obus mit seinen dicken linie voneinander abzugliedern. en Oberdrähten dürfte gebannt sein. Trotzdem ist die Für die architektonisch reizvollste und schwierigste ad Verbreiterung des Kohlmarktes maßvoll gehalten, in- Aufgabe, die Gestaltung der Südostecke, liegen ar ilem der nordseitige Fußsteig unter Arkaden geplant folgende Gegebenheiten und Anregungen vor: Der Ar ist, die hier als Regenschutz für die Wartenden be- Kohlmarktriegel und sein Giebel rückt, der Verkehrs- T- sonders sinnvoll erscheinen und im Blickbild ja eben- übersicht halber, nicht ganz bis zur Flucht der Breiten tti sowenig mit den Rathausarkaden konkurrieren wie Straße vor, stellt sich hier auch ganz auf Arkaden. en die des Kanzleigebäudes. Über den Arkaden wird Der Südgiebel des Ostriegels ragt ein Stockwerk über en sich der neue Riegelbau zweistockig aufbauen unter ihn hinaus. Zwischen beiden bleibt eine Lücke, ein nn flachschrägem Dach. Empfohlen wird den einzelnen wohl auch vier Meter hreiter Fuligängerdurchgang, m ausführenden Architekten eine Gesamthaltung in über welchen aber ein leichter verhindender Bau- en sichtbar bleibendem Risenbetongerüst mit Ziegel- körper brückenartig gehängt wird. So wird man an ch füllung. Nicht nur mit seinem Westgiebel, sondern der Ecke sowohl vom Kohlmarkt aus mittels der End- nd mit seiner ganzen gegen den früheren Verlauf etwas arkaden wie unmittelbar von der Breiten Straße aus ch schräg gestellten Langform soll der Bau den Blick- durch diesen Durchgang einen Ersatz für den ..Grube- fang von der unteren Holstenstraße her darstellen und schen Einblick“ haben. re- die Biegung dieser Straße in einheitlichem Schwung Übrigens wird man künftig vom Klingenberg her m weiterführen zur Wahmstraße. Darum ist auch ver- über das Dach des Kohlmarkthaus hinweg die Strebe- 1 K1
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.