Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

[s. wurden heiördert in Lübeck beheimateten Privatschiffseigner, die Nach- 1923 . "mm . . rund 18700 t folger der Stecknitzfahrer, haben bei Neubauten der 1925. . . . . rund 27 300 t Motorisierung den Vorzug gegeben. 19272. ... . . rund 39 800 t Indes kam der Kanal nicht allein dem Seehafen und 1929. . . . . y rund 27 200 t. der Industrie zunutze, sondern ebenfalls ~ besonders Dieser Rückgang wurde damals durch die allgemeine durch den Linienverkehr mit Magdeburg und dessen wirtschaftliche Lese bewirkt.. besonders durch. die Nachbarhäfen ~ dem Lübecker Lebensmittelgroß- Stillegung der UL es Ölmühle. handel, wurde doch Lübeck und die weitere Umgebung Als nach 1933 die Arbeitslosigkeit abnahm, bekam ?. B. mit Zucker zum weitaus größten Teil durch die auch das Transportgewerbe und damit auch die großen Raffinerien in Tangermünde, Magdeburg und Binnenschiffahrt einen neuen Auftrieb. Die Fertig. Genthin versorgt, der auf dem Wasserwege nach hier stellung des Mittellandkanals im Jahre 1938 erschloß befördert wurde. Außerdem gehörten der Magde- weitere Möglichkeiten zur Ausdehnung der Binnen- burger Sauerkohl, Salzgurken, Sirup, Salz, Mehl u. a. schiffahrt. Jetzt war der Weg frei von der Ostsee Zu den regelmäßigen Gütern. Als Rückladung aus der bis zum Rhein und. vom Rhein bis zur Oder und [.übeeker Industrie und dem Handel sind zu erwähnen: Weichsel, ohne daß der Seeweg benutzt zu werden Marmelade, Müllereierzeugnisse, Dosenmilch, Mari- brauchte. Die an den Bau des Mittellandkanals ge-. naden und andere Konserven, Wein, Bretter, Roh- knüpften Hoffnungen haben sich indessen für Lübeck éSrsen, Schlämmkreide usw. z . hicktertüilt: Dis Linienführung über Magdeburg Während des letzten Krieges wurde die Binnen- stellte einen zu großen Umweg nach dem Westen dar, schiffahrt voll eingesetzt, und es mangelte manchmal so dal sich in den meisten Fällen der erheblich kürzere sogar an dem nötigen Schiffsraum. Durch den un- Bahnweg als vorteilhafter erwies. Immerhin war das glücklichen Ausgang des Krieges kam aber auch die dentsche Wasserstraßennetz nunmehr soweit aus. Binnenschiffahrt vollkommen zum Erliegen. Während gebaut, daß wir von Lübeck nach über 70 Binnen- nach dem ersten Weltkrieg bald wieder aufgebaut häfen Verladungsgelegenheit anbieten konnten. Wohin werden konnte, stellen sich diesesmal große Schwierig- es an direkter Verbindung fehlte, wurde, unterwegs keiten entgegen. Gesprengte Brücken, versenkte Umladung auf Schiffe befreundeter Reedereien vor- Fahrzeuge usw. machten zunächst eine Benutzung der genommen. Wasserstraßen unmöglich. Nachdem diese Hinder- Die Weiterentwicklung des Verkehrs zeigen folgende nisse weitgehend beseitigt worden sind, ist die Zonen- Zahlen der Lübeck-Magdeburger Eilschiffahrt, die grenze noch immer bestehen geblieben, was besonders beispielgebend sein mögen: für Lübeck und den Elbe-Lübeck-Kanal fühlbar ist. 103558. n & . . 323500 t Erst wenn wieder ein unbeschränkter Güteraustausch 108.600 4 zwischen hüben und drüben möglich ist, kann mit einer 1939h.. ... 7. . . . 460004. Wiederbelebung des Verkehrs auf dem Elbe-Lübeck- luxvischen . chten sich hush.die h)chrischen x ort Kral sor cart V zum Schluß gesagt, nicht schritte in der Binnenschiffahrt bemerkbar durch den GM: ? ..§ 1 „U Bau von Motorschiffen, die heute einen sehr beacht. lein dio unmittelbar am Verkehr beteiligten Kreise. lichen Teil der Flotte darstellen. Auch die ‘seit 1900 Pz; rr szuiti: Ups. 18c} lübeck: kumuit trägt vu: r Begeschlppetrich suf Jer Kang enstgetzten purt “Her Recutungen, rüattungsgrgrnctäts purer Za: § L cazüt tez©t Fur U ts Erbauung Reinigungsmittel, Farben werden gekauft, kleine und des alten Stecknitzkanals verdienten derzeitigen ßr„Le Utztststzrsu yoylen. Lusgztlkrt uk sst Ls : : : : es Glas Bier, in einer Gaststä etrunken [becher Lure - Fyedeu zun keil e G kommt dem Geschäftsleben unserer Stage zugute. erwähnte Lübecker Redeerei F. H. Bertling und die H. Reetz Der Einbruch in die Wakenitzlandschaft durch den Kanalbau Die meisten heutigen Lübecker und so gut wie alle. das Wasser des Ratzeburger Sees der Trave zu. Ihm fremden Stadtbesucher stehen immer etwas befremdet setzten bereits im 12. Jahrhundert die Lübecker an und kopfschüttelnd vor dem großen Lübeckmodell im der südlichen Zufahrtsstraße einen Riegel in den Weg, Holstentor und den vielen alten Stadtansichten, so- damit es eine Mühle treibe, nach der dann bis heute weit es sich um die ostseitige Umgürtung der Stadt Straße und Brücke heißen. Oberhalb der Sperre handelt. Wo sind die riesigen Wasserflächen vor der sammelte sich das gestaute Wasser zu einem ersten, östlichen Mauer geblieben ? Wieso konnte hier der noch bescheidenen Teich; und aus diesem Teich, dem Kanal die heutige Landschaft bestimmen ? Die Zahl Krähenteich + so erzählten damals die Mütter , ler Augenzeugen des Zustandes vor 1900 wird von hole der Storch die Lübecker Kinder. Noch bis 1900 Jahr zu Jahr geringer; es scheint an der Zeit, die ward das nacherzählt. Geschichte dieser Wandlung zu schreiben. Ein zweiter Riegel, der Hüxterdamm, ward 1236 Zunächst lohnt es sich, festzustellen, daß auch die und ein dritter, der Mühlendamm beim Dom, 1290 breiten Wasserflächen der alten Bilder keine reine geschüttet. So entstand travewärts vom Krähenteich Naturlandschaft bildeten, sondern durch technische die Staufläche des Mühlenteichs; und wakenitzauf- Eingriffe des Menschen entstanden. Vor der Zeit der wärts, oberhalb des Hüxterdamms, wo die Gesamt- Bilder führte hier jahrtausendelang ein schmales höhe des Staus vier Meter betrug, bekam der ganze Flüßchen. in breitem Wiesental entlangschlängelnd. Fluß weit hinauf gegen seinen Ursprung seeartigen | 4K
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