Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

P za. dem frühere Abschrift, die von dem Bachsohn Philipp Emanuel Kleinere Rollen besetzten erfolgreich August Wilhelm Ernst, f. cus ihren stammt, dureh Überladung mit Verzierungen allzusehr den HMeinrieh Froschhauser, Georg Rehltemper, Else Dietz-Bertram Vünsche, sie Geschmack der jüngeren Generation verrät. Dabei tragen u. a. — Das von. Sigurd Baller inszenierte Spicl, zu dem rar erfüllt {lie Violinsonaten die unver kennbaren Züge Bachschen Paul Walther seine schönen Bühnenbilder und Cerda Sehulte G res Jungen Geistes: in den kanonisch geführten Stimmen des Cembalo ihre bezaubernden Kostüme geschaffen hatten, roilte unter der hraust unter und der Geige liegt die kraftvolle Spannung, die die innere beschwingten musikalischen Leitung von Hans Meyer kurz- rgehend I Bewegung verrät, in den langsamen jener Weltechmerz und wreilig ab und hinterließ eine frohe Erinnerung an unbeschwerte : der Situa- jene verhangen mystische Träumerei, wie sie auch die. Stunden in unserem Musentempel. ins versteht Kantaten und Passionen durchziehen. ~ In Prof. Kraft und E sehlielßlich Eva Maria Sprung fanden die Hörer Interpreten, die in îkenksvigtr besonderer Weise in der Klang- und Gedankenwelt Bachs Sie pont es û R oniek t er Diehter heimiseh sind. Weit entkernt von romantischer Gefühls- iehentes 8symyl:onicet on-: fenvelt ett dynamik, zu der besonders das Geigenspiel verleiten könnte, Ausschließlich russischer und französischer Musik galt das r wurde mit gaben beide Künstler eine nuaneierte und bis ins kleinste Programm des siebenten Symphoniekonzerts. Vie trie Fahts 16 die lieben Detail fein ziselierte Wiedergabe der Stimmen, wobei sieh die 1878 in der Pariser Hp. aufgeführte Vierts t ekt Abwechslung aus dem lebendigen Zusammenwirken der ßgymphonie des russischen Meisters Tschaikowsky kann als | gs lebe ftimuzn t). Vorstufe seiner großen Symphonie pathetique gelten, denn r in ihr kündet sich – zumal in den beiden Rektätzen jens ou. üi ä musikgewordene Leidenschaftliehkeit und jener slawischo | » Sieur Bela Bartoks „Mikrokosmos“ Gefühlsüberschwang an, der den beiden ihr folgenden Sym- Y sieh § phonien die persönliehe Note gibt. Allerdings iet die Vierte, im ions Hoc Der „„Verein der Musikfreunde“ hat sieh mit der Schaffung Vergleieh zu den beiden folgenden, noeh stärker im Konrven- urn eines „Studio für Neue Musik’ ein Verdienst erworben, in tionellen befangen, was sich bcsonders in den rauschenden G dem er Anhängern dieser musikalischen Richtung die Kennt... Bläserstimmen kundtut. Eigener, echter und innerlicher ist : Behrens nis neuer Werke vermittelt und ihr Wissen um diese Dmge (das Andante mit seiner vom Pizzikato der Streicher begleiteten vertieft. Das geschah in vorbildlicher Weise in einem Vor- schwermütigen Oboenweise, die dann vom Cello übernommen tragsabend des Pianisten Udo Dammert - eines bekannten wird, wobei die Bläser zarte Gegenstimmen spielen, bis das : wi und geschätzten Vorkämpfters der Neuen Musik –~, der be. Thema eine pathetische Ausweitung erfährt. Ungemein| iencr reichernde Erläuterungen über Bela Bartoks Stil und fesselte in dieser Symphonie das originelle Pizzikatoscherzo glänzende Interpretationen am Klavier N C seinem Fangballspiel von Motiven, das vom Orchester îr Kammer-: daß die Wurzeln der Kunst dicses ungarischen Meisters tick mit keinster Delikatesse gespielt wurde. – Obwohl G. E. lä, d v in das Erdreich der ungariechen und slawischen Volksmusik bLessing dem Iyrischen Element in schönem Verweilen Genüge fas: ent § reichen und seine ungewöhnlichen, oft ungeraden Rhythmen tat, legte er doeh das Hauptgewicht auf das Pathos, das in hten üs dem Volkstanz abgelauscht sind. In der mittleren Schaffens. seiner Auslegung eine grandiose Steigerung erfuhr. Jen Ersten reit setzte sich Bartok mit der westlichen Musik auseinander, Pas K f Cine besondere Bedeutung durch die n Sohatfens um dann, durch sie befruchtet, in seiner letzten und reitsten Wi ss : quert van s'urectes von Serge Prokokickk. Pâss Eunermusil: Zeit zu einer Synthese zu gelangen, in welcher die völkischen je ert ulieh farbenreiche, in rhytmischem Temperament chätai u Elemente seine individuellen Züge tragen. - Brin Spätwerk rtscrowuu h End in t jungen Bolisteu Helmut inmal s hu für Klavier, der „Mikrokosmos“, dem Udo Dammert virtuos P olokt eine Gestaltung wie sie vollendeter nicht gedacht lunt. darin, gespielte Beispicle entnahm, umfaßt in scehs Heften einen hyerden kann. - Die Phemen, die trotz modernen Klanges us logisel modern empfundenen und dargestellten Lehrgang des Klavier“ gqureh ihre Üefühlediehte den ; Spätromantikern nahesteh n t in dieser spiels, der nicht nur alle Probleme dor Technik umfaßt, Ve casa in der lastisehen Tonfülle des Klaviers an gedank. or zleichen sondern auch die mederne Kompositionslehre berücksichtigt. fk c qu uo T mal gie - Entgegen sonstiger. Neuer m Droslen; Die Stücke, die zum Teil schroff dissonante Intervalle yrie die Musik ~ durch Weehselspiel von Orchester und Solostimme zicletischet große Septime und die kleins Terz zur Grundlage haben, ue Belebung erfuhren und damit Zeit und Raum zu liebe- in Gruppen gewannen dnreh die von köchstor pianistiseher Kunst und Ei; Versenkung gewährten. - Der immensen pianistischen ick up dia subtiler Vinfühlung zeugende Darbietung Udo PDammerts skiinst; ds jungen Solisten war selbst in diesem so außerge- soloristisch inen eigenen Reiz, dem wohl jeaer unterlag. D och konnte er wöhnlich schwierigen Werk mit seinen breit ausladenden und die Bedenken nicht zerstrenen, die man bei dem Gedanken vollgrikfigen Themen und seinen Akkordbreehungen keine . . hegte, wie sich solehe Werke unter den Händen von Schülern g renzen gesetzt, und so rick die enorme Leistung einen selten [e sieh dio oder Durehschnittsspielern + für die doch Ictzten Endes ein renuen ss eri hervor. Neben diesem Werk und seiner ärtl, Prof. solehes Schulwerk geschrieben wurde - ausnehmen werden.. B§ lis bedeutenden Auslegung durch Solist, Dirigent und Freiberg, Nur virtuoses Spiel konnte die Schärfe dicser Ditsonanzen . fiel im folgenden Ravels „Boloro“ stark ab. Mag rdings dem mildern. er in Verbindung mit künstlerischem Tanz, für den er kom- ng tür die poniert wurde, seine Wirkung nicht verfehlen, ohne diesen allem des kann die stercotype Wiederholung des einzigen Themas, romantisch „Paganini“, Romantische Operette von Franz Lehr trotz unterschiedlichen Klangkolorits der Instrumente, sehwer- ‘eichinstru- cds G lich als künstlerieche Pereieherung für den Zuhörer gewertet Zauber der Es iet nicht zu leugnen: in diesem turbulenten Spiel um und dt m Ton lag mit der Gestalt des klassischen Geigenvirtuosen Paganini rerUt. :hnik un steckt bei aller komödiantenhaften Ausgelassenheit ein veite Werk ernstes Problem, der Zwicspalt zwischen der Liebe zum : mE “s sich det >6zen Gszchloght einerseits und dem Ectse [ters st Liederabend von Heinrich Schlusnus en, Hel zur Einsamkeit verpflichtet, wenn es höchste Ziele erreichen “cpr; ; ; cc d…dCOoÖOaSÇSaôIS=ÄSi=ScGtG , . Kerne mit Mutareht genvnnc hei ; SBIge ; a) ie i : iwerk a: „iche j. :; erhlühten tigen Overgtteuzp!? arion, abcr ihn umwittert dk otwras Licdsr ret Hess! schthert. Jobstr-n rh: 1%! rotor: von der Größe und Mystik des hittoritehen Tovfelsgeigors'.. Obs. hl er seine Oceangetechnik auch heute noch bcherrschkt, Vt e! ssjts Grrtalt clurob tr böchzt fi tos ü epie!ter ses Vin Paciten, besonders in der Höhe, an Glanz nur wenig [ ar. tr GrIclär . – Für ; ' ig 6i ; das Et Gyr r. rt post Ct t c§e Möller- tingohüßt hat; t Me dsr eurtiehe re) engt: Sie pormann als Fürstin einen unschätzbaren Gewinn. aß hie gugrer u: r ßon davon, daß scine Treff- ja Sprung Durch sie gewinnt die Aufführung an Adel und künstlerischen maligen. s veukuagen unterlegen ist, ist es schwerwiegend, sf hrs Bedeutung, und selbst der Freund der ernsten Muse kommt; h;zjethtt ßchzuunge. : UL tt ereégen pervers emter des U mmehr aut seine Kosten. - Auch das graziös getanzt dr di c h ERistarrung getreten ist. Man empfindet seine r Violins Menuett und die Schattenspiele der Tanzgruppe ~ von Wilmo fs. tur mehr als motorischen Ablauf denn als scclischo c rhöhte Kamrath einstudiert – und besonders der wilde und süd- arstellung "as Werk. Die romantischen Licder streiften . err§z ländisch leidenschaftliche Bolero der tänzerisch unübertrekk- tige: Ln ta Tempi bedenklich die Grenze des Benti- ie konzer: kin (xx Sehlicht und ihres Partners Peter do rst u § iN]cten wurden zu schwerfällig und entbehrten ird. hat bereicherten die Aufführung nach der künstlerischen Seite hin ments'en. d Leichtigkeit. Daß dieser Künstler dennoch mc in ungemein. ~ Zum seriösen Liebespaar Paganini und Fütstin t: G.. Publikum r fascinieren und zu begeistern weil, crikol hat bildete das Buffopärehen Edwina Stephan und Edy Tho-[ein gr ; lande Boikall nach jedem Liede. n.] 20 malla den köstlichen Gegensatz, besonders Edy Thomalla bewies der ra Hr P11? Frexiehs stellt als Pimpinelli eine überwältigend komische Figur dar. ; 122
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