Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

Hauptsatzung außer dem hauptamtlichen Bürger- sitzenden, aus Bürgerschaftsmitgliedern und soge- meister vier hauptamtliche Senatoren und sechs nannten „bürgerlichen“ Mitgliedern bestehen, d. h. ehrenamtliche vor, läßt es aber zu, unbesetzte haupt- aus wählbaren Bürgern, die nicht der Bürgerschaft amtliche Senatssitze zeitweilig ehrenamtlich zu be- angehören. Die Zahl dieser letzteren soll geringer sein setzen; am 28. April ist, wie bekannt, nur ein haupt- als die der Bürgerschaftsmitglieder (§ 46); im Uin- amtlicher Senator gewählt worden, dagegen neun blick auf diese Vorschrift und die inzwischen ins- ehrenamtliche. ~ Daß die letztgenannten nur aus den besondere durch die Senatswahl eingetretenen Ver- Mitgliedern der Stadtverwaltung (Bürgerschaft) ent- änderungen müssen sämtliche Ausschüsse alsbald neu nommen werden dürfen und auch Mitglieder der- gewählt werden. Daneben bestehen noch Sonder- selben bleiben, weicht vom früheren Recht und auch ausschüsse in großer Zahl auf Grund besonderer vom Grundgedanken eines Zwreikammersystems ab, QGesetzesvorschriften. ist aber vielleicht doch recht zweckmäßig, um Senat Im ganzen entspricht der Zustand, den die neue und Bürgerschaft besser zu verzahnen und ein Ans- Gemeindeordnung herbeiführt, wie oben bereits be- o einandergehen der beiden Kollegien in der Praxis tont, für Lübeck in weitem Umfange der hier bereits nach Möglichkeit zu vermeiden; daß diese Doppel- tatsächlich bestehenden Übung, die damit als sach- stellung gelegentlich auch zu innerem Zwiespalt des gemäß bestätigt wird. Die Durchführung der neuen einzelnen in seiner Doppelstellung kühren kann, ist Gemeindeordnung wird daher, sobald die Anlauf- nicht zu leugnen, aber als Kehrseite eines Vorzugs in schwierigkeit der Wahlen überwunden ist, keine be- den Kauf zu nehmen. p- sondere Schwierigkeit machen und an dem Gang der Besonders wichtig sind in einer demokratischen Geschäfte wenig ändern. Von den organisatorischen Kommunalverfassung die Ausschüsse; in ihnen spielt Änderungen, welche die neue Gemeindeordnung im sich ein sehr wichtiger und umfassender Teil der Ver- Gefolge hat, sei abschließend nur noch eine hervor- waltung ab und kommt der Grundsatz, daß die gehoben: das Amt, das der Verfasser dieser Zeilen Bürger über ihre eigene Angelegenheit beraten und bekleidet hat, seit es im Vorgriff auf die revidierte beschließen, besonders deutlich zum Ausdruck. Die Gemeindeordnung im März 1946 in der „vorläufigen Hauptsatzung der Hansestadt Lübeck sieht ins- Verfassung“ eingerichtet wurde, fällt nach der neuen : gesamt elf ständige Verwaltungsausschüsse vor, die Stadtverfassung weg; Aufgaben und Zuständigkeiten aus einem Senatsmitglied als Vorsitzenden, einem des Oberstadtdirektors gehen auf den Senat über. z weiteren Senatsmitglied als stellvertretenden Vor- E. Helms 1 ) Zur Geschichte unlerer Landesmusikschule ; Das Aufsehen und die allgemeine Teilnahme, die Brenneke, der an der Hoehsehule in Berlin diePrüfung ) das tragische Geschick unserer Landesmusikschule er- für Organisten und Chorleiter sowie die Prüfung für regt hat, lassen nähere Mitteilungen über ihre Ent-. Jas künstlerische Lehramt an höheren Schulen ah- wicklung und Bedeutung in den ,,Lübeckischen gelegt hatte und 1934 als Musiklehrer (Studienrat) 1 Blättern“, die von jeher die Kulturbelange der Heimat. am Katharineum in Lübeck angestellt worden war, 1 stbärveklieh und eingehend vertreten haben. er- h yräe zt Vircktar s ps>uzt. "x ézjigtt usb ü erscheinen. rn . nach dem Fortga 0 Distlers, das z f U 1933 wurde in Lüheck ein staatliches Organistenamt an St.-Jakoßi. © Im selben Jahre ' Konservatorium ins Leben §§füker: §0 Fsbts ruther stt;lgte- nrchdert Hübocz: F332. "tastizchs schert. . s .us ste p " Errzue; Holstein eingefügt worden war, die Umbenennung der û und Professor Andreas Hofmeier geleitete und zu als Staatskonservatorium gegründeten Johranstalt 1 hoher Blüte gebrachte „Lübecker Konservatorium“ p Z Ez?scmm;lch Feilesrig elrteir. ry lis tine Ports gruchlowo. n r f TE §rtütegt sv Luerkichenr f Die Leitung der neuen Anstalt wurde General- Jer Maßgabe, daß alle evangelischen Organisten und r musikdirektor Heinz Dressel übertragen. Die Stadt Kirchenchorleiter des Landes in Lübeck ausgebildet L überwies ihr das 19011903 errichtete Gebäude des werden sollten und hier ihre Prüfung abezulegen hatten. ehemaligen Lehrerseminars am Lanzen Lohberg. Das Lehrplan und Prüfung wurden nach den in Preußen . Staatskonservatorium umfaßte eine Kirchen- und geltenden Bestimmungen gestaltet. Die Prüfung , eine Schulmusikabteilung, eine Orchesterschule, ein gérfolgte in dreifacher Abstufung als höhere, mittlere / Seminar für Privatmusiklehrer, ein Collegium mur und kleine (A, B, C) und verlieh den Absolventen dem- cum (eine Vorwiegend die ältere . Ensemblemusik entsprechende haupt- und nebenberufliche Anstellungs- pflegende Spielgemeinschaft von Streichern mit einem berechtigungen in größeren oder kleineren Orten. E Continuospieler). Neben diesen die Berufsausbildung 1987 ging bedauerlicherweise die Schulmusik- t erstrebenden Abteilungen wurde eine der Hausmusik abteilung, die Musiklehrer für Mittel- und Volks- r gewidmete, hauptsächlich für das Instrumentalspiel „chulen ausgebildet hatte, wieder ein. Die Lehrer, die noch schulpflichtiger Knaben und Mädchen bestimmte durch die Abschlußprüfung die Befähigung für diese n Musikschule eingerichtet. Die gesangliche Aus- und Aufgabe nachgewiesen hatten, durften für die auf- j Fortbildung der Jugend vertrat die dem Konserva- gewendete Zeit und Mühe eine angemessene Auf- torium angegliederte. ron Hermann Fer gegründete besserung ihres Gehalts erwarten. Als diese ausblieh. : Singschule. meldeten sich keine Bewerber mehr. ; r 1935 trat Generalmusikdirektor Dressel von der Am 1. April 1938 konnte die Üvetziehng der : Leitung des Konservatoriums zurück, und Johannes Landesmusikschule in das für ihre Zwecke umgehbhaute ] ] 3
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