Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

EE E M C . L 65.059; athedrale wieder autkommen. _ 4 h ; en. Rin eigener An- Das Nebeneinander von Gotik und Klassizismus rt. j Zsrzehetuvsqn Über 28 A i küngs hst zu uze1lzwdit;n )erbiuduyget Feführt. Chotegnr des Jugendstiles hinaus gelingen Bauten wie die Gar- neuf in Hamburg hat es ? veh wit ster Vétbitdng ron nisonkircehe in Ulm 1908 oder der Kongreßkirchenraum Renaissance und Gotik versucht. Während aber von Schumacher 1906 zu völlig eigenwilliger Prägung. Schinkels Profanbauten zu vollen Leistungen ausreiten Mit der Werkbundausstellung in Köln im Jahre 1914 sörmer. bleibt ihrn m. srrctrbey telt; Ertel; war ein erster verheißungsvoller Höhepunkt dieser Ent- versagt. : y “. . uvwiecklung erreicht. Hier waren Möglichkeiten des Ein- Die klassizistischen Kirchbauten bleiben kühl, die satzes neuer Baustoffe und damit die Entwicklung gotischen Bauten eklektizistisch und fremd. Hier neuer Formen aufgezeigt, die nunmehr völlig aus den beginnt der große Irrtum, die Form als eine erreich- Möglichkeiten und der Empfindung der Gegenwart . . I gestaltet werden konnten. h Wahrheit. die Assprüguns sines Mosmsinbaltes iat! Der erste Weltkrieg unterbrach diesen verheißungs- as, was wir mit ,Got1 6 r ou h dem Kriege setzten die Bemü- jener Zeit bis zur Reformation etwa + die Prägung Vollen Anfang. Nach !!ege s j s einer zssehlozzeget: ebetseinhcit hesse. His st sj tzhr els wit J ztztkter Kralt vieler Erzi nieht zu wiederholen und kein Versuch, sich i re c zk! : z: nene. GE U N > führen. ' werden. Dabei ist es sehr beachtlich, dal kein be- Das 19. Jahrhundert hat das Wesen der Form nicht stimmter Grundriß allgemein Gültigkeit erlangt, es erkannt und geglaubt, sich ihrer nach Belieben bedie- werden vielmehr alle nur denkbaren Grundrilßformen nen zu können, so daß nun alle, durch das historische zugrundegelegt und durchgeführt: Quadrat und Lang- Missen wieder geweckten Formen der früheren Lebens- schiff, Kreuztorm und Zentralbau, Oval und Kreis- einheiten ohne Beziehung zu ihrer Zeit fast gespen- l egment. Die nenen Baustoffe führen. außerdem zu stisch in die Gegenwart gezerrt wurden: Romanik, experimentellen Lösungen. Eines aber hat diese ganze Gotik, Renaissance und Barock, zuletzt alles durch- Zeit gemeinsam, und das ist die Tendenz zum guten tinander und miteinander, bis in einer sehr rasch kol- Handwerk und zu einer persönlichen und zeitgemäßen genden Übersättigung am Ende ez Jahrhuzidsrts dis Leistung. Selbst die Kirche des Nordens hat an der Ermüdung einsetzt und „nun mit dem Jugendstil Intwicklung lebendig Anteil genommen, etwa die jene Bewegung beginnt, die wir aus den letzten Jahr- Stockholmer Kirche von Tengbom 1923, mit histori- zehnten — etwa seit 1905 — kennen. sierenden Anklängen, muß als eine der schönsten . Wir wollen nieht übersehen, daß wir dem ge» ecktst modernen Kirchen angesprochen werden. Der Kirchen- Sinn für das Historische auch die vielen Miecgrhsr: bau hat sich damit gelöst aus der Befangenheit des 19. stellungen verdanken, nicht zuletzt auch die Fertig- Jahrhunderts und war frei geworden für einen An- stellung des Kölner Domes, die Miederherstellung der fang, dem der zweite Weltkrieg einen weiteren Ab- Marienburg. Aufs Ganze gesehen aber erscheint das éhhil tchrackt. tat [ttiibenzlisrss Jabrs.uytierts trsgiteh. Veryolitiehs Der !! ruch Christi an uns und an die Welt kann #Ubticx dietes ehthtzzeres ys begleitet ot usr liche Gere Kräfte unc Gestaltungen auslösen wie szrr.s iet “tee! Aullisung. V! itt siesetr zur Zeit der Romanik, der Gotik oder des Barock. jshrhmudert rein Kirchsübsi jon Ksns ruetr se- Das Ferhaiten des Gegenwartsmenschen diesem An- In der zweiten Hälfto des Jahrhunderts hat dJieFFÜpruch gegenither ist ein anderes. Der Anspruch selhor Sehnsucht nach der verlorenen gotischen Kathedrale, Chri s gericht els wit Ziesan. Ans zusammen mit einer wirtschaftlichen Blüte, eine Un- t'ztet t Vo geriet ts "s S. S u cem masse von gotisierenden Kirchenbauten hervorge- éy:ue n UO ie ; Iro . n ' U >£2> volckt bracht. Diese Periode reicht noch bis in die Gegenwart lag weitgehendst ausgeschaltet. g . hinein, in der zumindest im kirchlichen Schrifttum regtert, gewirtschaktet ohne S10. Y in der Bildvorstellung das Gotische als im besonderen. . Im Stadtbild stehen die Reste der alten Kirchen. Sinne kirchlich geliebt und angesprochen wird. Nur eingekeilt zwischen den um die doppelte und drei- ganz schwer kann sich die protestantische Kirche aus [ks she hz!schswsn ght lemsssen. . ei bers Li r v. M / et Gu eth; tebt tur eugche. mi hebi Laß zue V | “üielutad in. wurde. Außerdem verbieten die Hochhäuser der Groß- sht haben. zeigt gogeniher dom 19. Jahrhundert sir: städte von vornherein jeden Wettbewerb der Kirche völlig anderes Gesicht. Die Befangenheit des 19. : 1 : Jahrhunderts hat bereits um die Jahrhundertwende UM die Beherrschung des Stacdthildes. z einer beginnenden Besinnung Platz gemacht. Diese Mie aber ist es mit dem Anspruch Christi ? Besinnung geht wie ein Atembolen durch fast alle Während des Krieges war geplant, der Kirche in den Lebensgebiete. Ost-Neugebieten die Türme zugunsten beherrschender Auch der Kirchenbau zeigt nunmehr ein völlig ande- Parteibauten zu untersagen. Wir haben damals keine res Gesicht. Wohl trägt die Vielfältigkeit der äußeren Beeinträchtigung der kirchlichen Arbeit darin gesehen, Vorm noch alle Zeichen der Zerrissenheit, noch reichen im Gegenteil die Klarstellung begrüßt, weil nunmehr die gotisierenden Kirchen über die Jahrhundertwende wieder, wie vor 1000 Jahren, vom Raum her, vom hinaus, mit einem kraftvollen Anlauf beginnen aber kleinen. Ban, von vielen kleinen Zellen her, eine Samm- Baumeister wie Fischer, Bestelmeier, Bartning und lung und Rrneuerung beginnen konnte, die niemals andere, aus einer völlig anderen geistigen Haltung den möglich ist. solange die Kirche der Täuschung großer. î6
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