Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

wurden gebührend beachtet. Wohl war es nieht möglich, alle Schäden vergangener Jahrzehnte wieder gut zu machen. So blieben die neuen Türeinbrüche mit ihrem nüchternen, geraden Abschluß, so blieb die Ver: legung des Eingangs bei Nr. 54. Aber wie sie dem Gesamtbild ein- geordnet wurden und gleieh ihnen einige neue Zutaten, etwa die Lampen über den Türen, das zeugt von einer vorbildlichen Baugesinnung. Was aber mit am erfreulichstenist, das ist die Tatsache, daß hier ein Lübecker Kaufmann aus eigenem Antrieb dem Bilde seiner Vaterstadt ein Schmuck- stück wiederschenkte und damit bewies, daß er noch ein Kaufherr ist und nicht ein kleinlicher Krämer wurde. Hier haben wir eine Tat Foto Wilh. Castelli jun. echten Denkmalschutzes und wahrer : Stellung zurückzugeben. Sorgfältig wurden die gewaltigen g.,patriotischer Gesinnung“ vor uns, die uns das Bedeutendste . Fronten gereinigt, und das sie belebende Fugenwerk mit dem schenkte, was unserer Stadt seit langen Jahren gegeben wurde. ursprünglichen weißen Kalkmörtel neu verstrichen. Die spar. Leider reichen die bisherigen Unterlagen nicht aus, einwand- ¿ame Sandsteinumrahmung um Fenster und Portale wurde frei den Erbauer der beiden Häuser festzulegen, da ihre so wiederhergestellt oder auch vorsichtig ergänzt, die großen gleichartige Form sicher auf einen Bauherrn schließen läßt. Luken der einzelnen Geschosse und M da der Brauer Hans Dünne von 1580 bis 1610 Besitzer verechter Weise verglast und gestrichen, und selbst die von Nr. 56 war, also während der Bauzeit des Hauses, so Kleinigkeiten. wie Dachrinnen, Regenrohre und Windfahnen wird ihm vielleicht auch das Haus Nr. 54 zu verdanken sein, dessen letzter Besit- zer 1593 genannt wird. Pi Aber auch in ande- Re ren Straßen unserer Us Altstadt ist in letz- Ma ter Zeit in ähnlicher zu Weise gearbeitet we worden. So in der [tt Fleisehhauerstraße sin Nr. 43, wo erstaun- Noc lieherweise der ge- Ve: samte Giebel ur- Let sprünglich wie Teile kei des Rathauses gla- Ku sierteZiegelaufwies. alt Überraschend gut 4(1 wirkt die Freilegung hoc des Zieg.Iwerks an wu dem doch wahr- eig) scheinlich einst als :s! Putzbau gedachten eig! Hause Königstraße lick Nr. 74, und gerade- Tis zu köstlich die Wie- lier derherstellung des Ge bescheidenen Fach- Ge: werktraufenbauest Ha Weberstraße Nr. 5. M i übe Hier ist der vorher ste so reizlose Anblick wie so sehr verwandelt. ß daß er richtungwei- fe send für manche die unserer Querstra. Zei Ben werden sollte. Ks Stier ] Foto N. Jäger
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