Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

11 Naher einmal die Quellmoore oberhalb der Quer- Erfreulich ist s, dal Benicks Leistungen allseitig e tralen zwischen Holstenstral!e und Mengstraße, aber Anerkennung fanden. Unsere Gesellschaft zeichnete n fi die höheren beim Bunker Fischergrube, beim ihn schon vor 15 Jahren durch die Denkmüuze in n Katharineum, nahe der Petrikirche und, wenn ich Silber aus, die Landesuniversität verlieh ihm zum nündlichen Nachrichten glauben darf, unterm Dom. 72. Geburtstag die Würde eines Ehrendoktors,. und Pore befinden sich .fkerner zwischen Acgidienstraßbe verschiedene Vereine machten ihn zu Ihrem Ehren- lind Wahmstralse dort, wo sich bei Abzweigung der mitglied, die Geographische Gesellschaft jetzt aus schildstral)e ein Quergang hindurchzieht, und auler. Anlaß des 75. Geburtstages. lin beim Bunker in der Dr.-Julius-Leber-Stralße. Wer Benick und seine Lebensarbeit im Museum am So ändert sich das Bild, das wir vom geologischen Dom kannte, weiß, was die Bombennacht für ihn und Aufbau der Altstadt besaßen, nicht nur in vielen uns bedeutet. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, Einzelheiten, sondern auch in seinen Grundzügen. noch den Anfang eines neuen Naturhistorischen t Zugleich gewinnen wir eine andere Vorstellung davon, Museums zu sehen, dessen volksbildende Aufgaben cs wie zur Zeit der ersten Besicdelung der Stadtrücken kein Gemeinwesen zu niedrig einschätzen sollte. . ausschaute. Es kann sich die Auedehnung der Buchen Carl Lunau 0 nicht auf den angeblichen Rücken des Blauen Tons beschränkt haben, wie Reuter in gutem Glauben an “. _ ß die Riehtigkeit der ihm vorliegenden geologischen Dreißig Jahre „Niederdeutsche Bühne Lübecth‘/ n Karte annimmt, sondern die Buchen fanden gröliten- Im Herbst 1919 traten achtzehn Mitglieder der - teils nur Sancl vor. Aber auch auf diesem vermögen Plattdütschen Volksgill zu einer ,„Speeldcel‘“ zusam- 'e sie vorzüglich ?u. gedeihen, y uns zahlreiche Stellen men, aus der sich die heutige Niederdeutsche Bühne n. in der nördlichen Vwgebung Lübecks beweisen. Lübeck entwickelte. Wir dürfen sie also heute zu rr Selbst die Anlage des frükesten W eßezotrcs wird jhrem dreißigten Geburtstag beglückwünschen. ir jetzt klarer. So zieht sich die Achse der Königstraße Ihr Weg und ihre Leistung sind in den „„Grünen 16 nicht an der Ostseite eines nieht vorhandenen blauen Bzzttern“ seit langem beobachtet und gewürdigt t Tonrückens hin, sondern auf sandligem Boden zu jener worden. Unser heutiges Gedenken darf sich deshalh Stelle, wo die niedrigste Sattelhöhe zwischen West vor allem mit den Gegenwartssorgen des Ccburtstags- [- und Ost in ungefähr gleichem Niveau war, nämlich kinees hefassen. É m zwischen oberer Pfaffenstralie und oberer Glocken- Die niederdeutsche Bühnendichtung, seit künkzig |: gielierstraße. Bewegten sich die Lastfuhren auf diesen Jahren stetig entwickelt und zu einem wesentlichen - Punkt hin, so hrauchten sie, wie es weiter links und kulturbesitz unseres niedersächsisshen Stammes ge- | rechts der Fall ist, weder ticker hinab- noch wieder worden, ist fast ausschließlich auf die Verlebendigung i steiler hinaufzufahren und vermieden vor allen dureh Laienbühnen angewiesen; die paar Berufs- 's Dingen die beiderseitigen Moore. ; . theater in Hamburg, Kiel und Bremen fielen entweder L; So bieten die neuen Aufschlüsse eine Fülle neuer An- der MWirtschaftsnot zum Opfer oder haben doch schwer f: regungen und Tatsachen für Technik und Wissen- ym ihr Vortbestehen zu ringen. Laienspiel aber + das k- schaft. Noch aber ist längst nieht alles erkundet. Der bestätigt jeder Sachkenîer + bedeutet keineswegs N rasche Fortgang vom Wiederaufbau der Altstadt läßt j¡mmer eine Wertminderung; gerade im Bereich z0 erhoffen, dali sich unsere Kenntnis in Bälde abermals stammesmäßig gebundener Kunst kann das Gegenteil m erweitert und verfeinert. Rinstweilen kann man nur der Fall werden. - Wenn eine Gemeinschaft won ur sagen, sie bezieht sich auf den Vorschungsstand vom Laienspielern über bloßen Dilettantismus hinaus- or Herbst des Jahres 1949. Hans Spethmann wachsen und allgemeinen Wert gewinnen will, dann it bedark sie aber, neben strenger Schulung und Lenkung n Dr. h. c. Ludwig Benick 75 Jahre alt ihrer Mitglieder und neben verantwortungsbewullter ie H .= Spielplangestaltung, vor allem auch der Resonanz der b: Am 15. November 1949 vollendete Dr. h. c. Lulwig Ötktentlichkeit. Sie darf sich nicht in Vereinstheater- or Benick sein 75. Lebensjahr. Er kann auf ein arbeits- spielerei erschöpfen, sondern muß sich der Anteil- 18 und erfolgreiches Leben zurückblicken. Vast ein nahme und Urteilsbildung der Öffentlichkeit unter- cs halbes Jahrhundert hat er sich in den Dienst unseres stellen. 28 Naturhistorischen Museums gestellt, zunächst als Das haben unsere Lübecker Niederdeutschen in te freiwilliger Mitarbeiter und dann 27 Jahre lang als dreißig Jahren immer wieder getan. Sie haben sich, ze dessen Konservator. In diese Zeit fällt die Neuordnung neben heiterer volkstümlicher Unterhaltung, auch te der Schausammlung, die Einrichtung einer selbständi- immer wieder ernsthaft künstlerische Aufgaben ge- or gen Heimatabteilung und .die Schaffung entomologi- stellt und sie oft überraschend gut gemeistert. e scher, wissenschaftlicher Sammlungen, die zwar nicht Rechtes Kulturgut aber bedarf auch eines würdigen d- der Öffentlichkeit zugänglich waren, um die uns aber Kleides. Wie die Darstellung. so muß auch die es viele Museen beneideten. Rin besonderes Verdienst Spielstätte, die Ausstattung, die Atmosphäre des r- erwarb Benick sich durch den Neuaufbau der Vorzeit- Spielraums eine Höhe wahren, die der Würde unseres en. abteilung, die ebenfalls in jeder Hinsicht in wissen- im Spiel repräsentierten Volkstums gerecht wird. schaftlicher sowohl wie in ästhetischer. höchsten An- Darum läßt sich auch niederdeutsches Bühnenspiel en. sprüchen genügte. nicht aus leeren Händen speisen, auch dann nicht. rt Benicks Vorscherarbeiten, die im wesentlichen auf wenn es wie bei uns aus gemeinnützigem Geist darge- er entomologischem Gebiete liegen + als Steninen- boten wird. Zum wenigsten bedarf es der Förderung m spezialist wurden ihm häufig ehrenvolle Aufträge, die aller Stellen, die zur Kulturpflege berufen sind. r- darin bestanden, die Ausbeute großer Forschungs- Unsere städtischen Behörden, das sei dankbar fest- 1- expeditionen zu bearbeiten + machten ihn in der gestellt, lassen es daran nicht fehlen. Um so größere d. ganzen wissenschaftlichen Welt bekannt. Schwierigkeiten aber macht die Verständigung mit 12
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.