Full text: Lübeckische Blätter. 1949-50 (85/86)

.r. | des Uelzener Bürgermeisters Hans Holtsche und Zweck der Sozialpolitik, ihrer Geschichte,. ihren fn "zr “. Ihn selbst setzt sie als Vollstrecker ein. gesetzlichen Grundlagen und praktischen Einrich- fr Doch bei dem Antritt des Erbes entstehen Schwierig- tungen vertraut machen. Das ist besonders wichtig st keiten. Nach Stadtrecht darf Stadtgut nicht gesehmä- für die vielen Kräfte. die seit dem Zusammenbruch [s- lert nd aus der Stadt gebracht werden. Erst nach nen in die soziale Arbeit eingetreten sind. Tormins In a Verhandlungen, bei denen sich schließlich der Hinführung in die Sozialpolitik ist hierfür vorzüglich [e: Uelzener Bürgermeister Albert Meltzing fkürsprechend geeignet. Ihre knappe Vassung, ihre klare Gliederung, ü inschaltet, gelingt es Hans Holtsche, das Erbe vom ihr ausgezeichneter Stil und die restlose Stolfbe- n lrto der Stadt Lübeck zu Iösen, nachdem er sich ver- herrschung erleichtern dem Neuling das Eindringen M . ; 2.4 zt h tut QU ks stittuws V rtr Tanto ß! st begonnen. Ihre Die Schrift behandelt in einem allgemeinen Teil ]: Entstehung geht also deutlich auf Lübecker Einfluß Geschichte und Sinn der Sozialpolitik; der besondere sss zurück. Um dieselbe Zeit, etwas früher, ist, wie ich eil ist dem Arbeitsschutz, dem Arbeitsrecht und der îr nachzuweisen versuche, ein Kunstwerk von Lübeck Lohnpolitik, der Arbeits- und Freizeitgestaltung, h nach Velzen gekommen. Es handelt sich um denia der der Wirtschafts- und Betriebsdemokratie, der Arbeits- s Heiligen-Geist-Kapelle zu Velzen stehenden Marien- marktpolitik und der Arbeitslosenhilfe, der Sozialver- § altar, dessen Entstehungszeit und -ort bisher nicht sicherung und Kriegsopferversorgung, dem Verbrau- t feststand. Bei einem Besuch des Lübecker St.-Annen- cherschutz und der Wohnungsfrage sowie dem Schutz J museums im Herhst 1949 fiel mir die Verwandtschakt des Kleinbesitzes gewidmet. Rin Schlußkapitel schil- . dieses Uelzener Altars mit dem Triptychon des dert das Ergebnis der bisherigen Sozialpolitik und ihre j: Bergenfahrers Hans Rese aus der Marienkirehe zu neuen Aulgaben. G Y d Lübeck auf. Dieser Schnitzaltar steht heute im Tormins Schrift dürkte in Lübeck besonderem Remter des St.-Annen-Museums zu Lübeck. Er wird Interesse begegnen, da seine wertvolle Mitarbeit vom U als Arbeit eines Notkeschülers, des sogenannten Lübecker Wohlfahrtsamt und an der Behörde für § Imperialissima-Meisters, bezeichnet. Walter Paatz Arbeit und Wohlfahrt unter den älteren Mitarbeitern t hat dafür in seinem Buche ,„Bernt Notke und sein der Lübecker Sozialverwaltung noch unvergessen ist. Kreis‘ (Berlin 1939) den Beweis erbracht. Ich werde Dr. H. Link versuchen, in einer besonderen Arbeit die Verwandt- . schaft des Uelzener Altars mit dem genannten Lü- Friedrich Adolf Krummacher, Das erste und becker Altar darzustellen. Hier möchte ich nur darauk das letzte Lächeln und andere Parabeln, hinweisen, daß der Schnitzaltar in der Heiligen-Geist- herausgegeben von Paul Brockhaus, Heliand- Kapelle zu Uelzen bisher von der Kunstwissenschaft Verlag. Lüneburg, geb. 3,80 DM. noch nicht bearbeitet worden ist. G. Dehio (Hand- Nicht ohne Grund bedienten sich die großen Lehrer buch der deutschen Kunstdenkmäler, 1. Band, Berlin des Menschengeschlechtes der Bilder und Gleichnisse, 1939) führt den Altar lediglich als Schnitzaltar auf. um in sinnlicher Vereinfachung das Unfaßliche greif- Ferdinand Stuttmann und Gert von der Osten, bar zu machen. So schrieb auch zwischen 1806 und Niedersächsische Bildschnitzerei des späten Mittel- 1820, in einer Zeit der Unsicherheit und Unruhe, der alters (Berlin 1949), haben diesen Altar nicht behandelt. unseren nicht unähnlich, Friedrich Adolf Krummacher Paul Schaeffer sprach die Vermutung aus, daß die seme vokstümlichen Parabeln, die die weiteste Ver: weitaus größte Anzahl der im Kreis Velzen vorhande- breitung erlangten durch ihre besinnliche Zartheit und nen mittelalterlichen Plastiken aus Lübecker Werke HVWarme Frömmigkeit. Krummacher war als Lehrer, stätten stamme. Damals war allerdings der Nachweis Prediger und Mensch kein trockener Rationalist oder noch nicht erbracht, dal im 15. Jahrhundert auch in verhärteter Dogmatiker, vielmehr der Begnadetsten Lüneburg Altarwerkstätten vorhanden gewesen sind. einer in der an wirklichen Erzieherpersönlichkeiten Dieses haben Stuttmann und von der Osten neuer- fruchtbarsten Periode unserer Geistesgeschichte.. Als dings wahrscheinlich gemacht. Der Nachweis, daß Erzähler erreichte er die von ihm verehrten Meister sich in Velzen ein Schnitzaltar eines Bernt-Notker- Johann Peter Hebel und Matthias Claudius nicht Schülers befindet, ist Beweis für den nach allen Seiten ganz, doch haben seine Erzählungen durchaus ihren ausstrahlenden Export von Kunstwerken des mittel- eigenen Ton. Auf die Frage, warum er die Mahrheit alterlichen Lübeck. Propst Dr. Strasser !? Gleichnissen lehre, läßt Krummacher in einer . Parabel den weisen Natan antworten: „„Die Wahrheit Büchertisch t r v e zee Leuuse Poprw ut te su: Helmut Tormin : Finführung in die Sozialpolitik Ezinsinnis q. Hésehielten aber c ,zthslogischen 151 Sriten, Verlag Curt U. Schwab. Stuttgart, geb. des Ostens und des zeitlosen Alltags, tröstend, klärend, 1,80 DM. ö erbauend. Rudolf Borchardt schrieb in seinen Kind- Im Bundestag waren sich Regierungserklirung und heitserinnerungen über diese Parabeln: „„Dies weise Opposition in der Forderung einig, die Ordnung in den und liebliche Buch, das heute vergessen ist und das Westzonen ,so sozial wie möglich“ zu gestalten. jede Nation, die seinesgleichen besäle, unter seine Daher dürften sozialpolitische Probleme in den De- Klassiker rechnen würde + nämlich jene Klassiker batten und Beschlüssen des Bundestages eine Haupt- der Bescheidenheit, die so unentbehrlich sind wie die rolle spielen; den Sozialarbeitern in den Landes- und des Pomps—, dies kleine Buch war das erste gewesen, Kommunalverwaltungen dürfte manche neue Aufgabe das mir nach langem Wählen aus ihrem Schranke beschert werden. Will man diese Entwicklung mit greifend meine Großmutter geschenkt hatte. und ich einigem Verständnis begleiten, muß man sich mit Sinn wußte es fast auswendisc.“ d
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