Full text: Lübeckische Blätter. 1942-44 (84/85)

38 Phull, Buxthöveden, Diebitsch, Toll und Barclay du Ukraine, zur Krim, an die Wolga und nach Kaukasien euro] Tolly sind Deutsche oder doch vorwiegend deutschen zog, es hat bis. heute seine völkische Eigenheit un ein i Blutes, nicht davon zu reden, daß auch Freiherr vom |seine politische Kraft bewiesen und wird sie, wenn auch sich ! Stein, Arndt, Scharnhorst, Clausewit, Boyen, Chasot durch den alleszerstörenden Bolschewismus schwer ge- Dc und andere dem Zaren in schweren Jahren und schädigt, hoffentlich jedoch noch nicht völlig vernichtet, der . schwersten Entscheidungen mit Rat und Tat zur Seite in kommender Zeit wieder zu neuer Blüte führen eier gestanden haben. können. (Über sein Dasein und seine Leistungen wird späte Namen wie Diebitsch, Toll, Todleben, Schulß und in einem späteren Aufsatß noch ausführlicher zu be- ja n! Wrangell füllen für Rußland die militärische Geschichte richten sein.) in W des 19. Jahrhunderts aus und noch im ersten Welt- Ziehen wir das Fazit, so erkennen wir klar, daß die darst krieg finden wir die Deutschen Namen Plehwe, Stackel- russische Einheit und die Großmachtstellung des Mos- ober berg, Salza, Bredow und in nicht gerade rühmlicher kowiterstaates nur durch die Hilfe starker gestaltender Trav Weise Rennenkampf. Aber sie waren schon verlorenes Kräfte aus den Reihen der Deutschheit möglich war indu Blut, aufgesogen und untergegangen, nicht mehr als und erhalten blieb. Sie sind zu ihrer Zeit dem deutschen Gelä Glieder deutschen Volkstums anzusehen, wie es bei- Volke verlorengegangen, sie haben sogar oft gegen das um spielsweise noch die Mitarbeiter Alexanders I. waren. Deutschtum gestanden. Heute, da wir darangehen, um Ins Unendliche ließe sich aber die Namensaufführung von uns aus inmitten des schwersten Kampfes unserer Lübr fortseßen, wenn man alle Deutschen aus dem Reich Geschichte die Zukunft des Ostraumes zu gestalten und gabe und aus dem Baltikum nennen wollte, die in mittlerer ihn in den Rahmen eines größeren Europas, das unter EN oder subalterner Stellung in den leßten zwei Jahr- der Einheit des Reiches steht, organisch einzufügen, . hunderten Dienstleute der Romanows gewesen. Sie dürfen wir uns auch dieser Kräfte dankbar erinnern zeit dienten dem Lande, dem sie den Eid geschworen, aber und bekennen, daß sie Beispiel der gestaltenden Macht kit blieben doch Einsame inmitten einer Umwelt, die sie des Deutschtums sind und den unser Handeln be- (1119 nicht begriff und in die sie auch ihrer ganzen Natur stätigenden Beweis geführt haben, daß ohne den Ge- erhä nach letzlich nicht hineinwachsen konnten. In ihren |taltungswillen und das politische Vermögen der dh. Namen und in ihrem Dasein ersteht jedoch die Tragik Deutschheit der Osten ein Chaos ist, mit ihm aber ein he der bisherigen deutschen Mission im Ostraum in ihrer Raum, dessen Erschließung, wie einst durch die taten- hatt ganzen schweren Bedeutung. Verlorene Kräfte deut- dürstigen Waräger und die wagemutigen deutschen § é schen Blutes waren es, aus denen der moskowitische Kaufleute, zum Segen Europas, zum Wohle des he g Imperialismus immer neue Leistungen, die ihn zur deutschen Volkes sich auswirkt. Der Osten, durch den msc Größe und zur Macht führten, zog, Kräfte, die als Bolschewismus in seinen Grundfesten erschüttert und kem Menschen uns wohl lieb und wert sein mögen – Mün- in seinem Eigendasein zerstört, harrt heute der Er- p! Ö nich, Barclay du Tolly und Diebitsch verdienen lösung durch die gestaltende Kraft des deutschen Führer- schät zweifellos unsere Achtung und Anerkennung –~ die tums, er ruft, wie er seit mehr denn tausend Jahren § aber doch für unser Volkstum letztlich nur zum Schaden den deutschen Menschen zu sich gerufen hat, heute Reis gereichten und uns immer wieder an die Tragik der aber nicht mehr zum Untergang des deutschen Blutes, Fähn Deutschheit, sich im Dienste Fremder aufzugeben, sondern als ein reiches Zukunftsland für Arbeit und befön mahnen. Gestaltung, für die Sendung unseres Volkes. Es ist t Anders als die deutsche Führerschicht bewährte sich an uns, unserem Blute die Kraft zu geben, dieser Hui das Bauerntum, das unter Katharina der Großen und geschichtlichen Aufgabe gerecht zu werden. müs Alexander I. aus dem Reiche nach Wolhunien, in die Dr. Alfred Milab qi Von Lübecks neuen Aufgaben im Osfseeraum Die Stadt Lübeck hat vor den meisten anderen zuweichen, können hier Hafenanlagen geschaffen wer- Ostseehäfen von Bedeutung den unschäßbaren Vorteil den, die jeder möglichen Entwicklung Lübecks auf Jahr- voraus, nur etwa 15 km von der Ostsee entfernt zu hunderte gerecht werden. Sie würden es darüber hin- § liegen. Schon heute erstrecken sich ihre Seehafen- aus auch großen Ozeandampfer ermöglichen, im er- jung anlagen bis auf etwa 7 km an die Oftsee. Es wird weiterten Lübecker Seehafen unmittelbar zu löschen her ( deshalb der Stadt Lübeck leichter als jedem anderen und zu laden. Denn darüber wird man sich klar sein Sold Ostseehafen möglich lein, ihre neuen für den gesteiger- mùüssen, daß nach wie vor aus dem Ostseeraum ebenso Man ten Verkehr zu erbauenden Hafenanlagen immer näher wie aus dem Mittelmeerraum ein unmittelbarer Ueber- feier an die Ostseeküste vorzuschieben und so für ihre städte- jeeverkehr ausstrahlen wird. Selbstverständlich wird Pon bauliche Entwickelung den nötigen Raum nach der See künftig dieser Ostsee-Ueberseeverkehr ebenso wie der ehrfi hin zu gewinnen. Besonders bei sinnvoller Einbezie- des Mittelmeers stärker als bisher durch das gesamt- der 1 hung des Hemmelsdorfer Sees, der an Jsich ein bisher europäische Wirtschafts- und Verkehrsinteresse gebun- wir s unbenutztes und wenig erkanntes Juwel einer Hafen- den und mit dem aus den Westhäfen von Hamburg bis den i anlage darstellt, und der es gestattet, den Gelände- Lissabon ausstrahlenden mittelkontinentalen Verkehr befo! schwierigkeiten am Steilufer der unteren Trave aus- ausgewogen und verbunden werden in einer gesamt-
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