Full text: Lübeckische Blätter. 1941 (83)

noch ungelösten Fragen des Ostlandes bearbeiten und vornehmlich auch deutschen Künstlern Gelegenheit beantworten soll. geben sollen, ihre Arbeiten im Ostlande zu zeigen. Hier müssen wir erwähnen, daß von Riga aus auch Als erste Ausstellung freilich soll in allen Räumen die Museen in einer Anzahl mittlerer und kleinerer des Kunsstmuseums vom Amt des Herrn Ministers Landsstädte in Lettland betreut werden. Eine bald Alfred Rosenberg jene umfangreiche Ausstellung nach der Vertreibung der Russen durchgeführte Be- durchgeführt werden, die unter dem Namen „Deutscher sichtigungsfahrt ergab, daß nur das Museum in Düna- Kampf im Osten“ auf dem Parteitage des Jahres 1938 burg durch die Kriegswirren gelitten hat, sonst aber, in Nürnberg berechtigte Anteilnahme erreggee. dank dem schnellen Vormarsch unserer Truppen, kein ê(; bliebe noch ein Wort über die jeßt nach deutschem größerer Schaden angerichtet werden konnte. Zurzeit ; f fl ; d s bro tr fehune hee tlcrtes Etclien it dev U/thild mügetant: Ferknutrilese ! LP § kleinen Museen in die Wege geleitet mit dem Ziel, lagen t Ne im Hi ! fu f dic "gt}yfsther o ürieg?. daß von diesen künftig sowohl die Aufgaben der vor- schs en zurze eon e jute! the . ysben Ft geschichtlichen Forschung, als auch die der Kultur- in Ri ier §st. e r o zstöcu ... rößere Siche- geschichte und der Volkskunde im gleichen Maße im s und uus ErOsabetlen . c.. die aber auf Lande durchgeführt werden können. Die Volkskunde ; b. G [k itfars ; t Let fl tic vehr U Uh §or Ke e Or! dei. L. Eyrrattonmiüja Ut au gezeichneten Freilichtmuseum vor den Toren der herhlun. t user H . . 9 Stadt Riga — es ist am Jägelsee errichtet + betreut ß g ; .; ; îberblick und großzügig zur Schau gestellt werden. . Damit glauben wir, in aller Kürze einen Uberbli Die wertvolle Sammlung an Cemälden und über die vielfältigen Aufgaben gegeben zu haben, die Plastiken, wie sie früher im Kunstmuseum in Riga dem Amt für Museen und Denkmalpflege in Riga in entgegentrat, das nur unter tätiger Mithilfe zahlreicher den jeßigen einschneidenden geitläuften vom Herrn Deutsschbalten errichtet werden konnte, wird schon in Generalkommissar in Lettland übertragen worden Kürze ihr altes Gesicht erhalten. Nach sofort durch- sind; daß diese ersten Aufgaben und Arbeiten schon in geführten Einbauten wird es möglich sein, Wechsel- Bälde bewältigt werden, ist der lebhafte Wunsch aller ausstellungen neuzeitlicher Kunst einzurichten, die Verantwortlichen. Prof. Dr. Hans Schröt er Eine Reise durch das Baltenland „Livland wird sich bald in keiner Weise von einem doch noch spiter ist der Städter scharfer Wit“ —, wie cussischen Gouvernement jenseits des Ural unter- ein alter rigascher Spoitvers sagt. Und dicht vor uns, scheiden“ —~ es schien, daß diese Drohung eines am Fuße des ,„Schneckenberges“, stand der wuchtige früheren russischen Generalgouverneurs - heute natür- Pulverturm, letter Zeuge der alten Stadtbefestigung. lich in eine etwas andere Form gekleidet! + von den Wir schlenderten durch die Straßen der Altstadt, Sowjetmachthabern wahrgemacht werden sollte. Daß und meine Freunde aus dem Reich staunten, daß Jsich es nicht dazu kam, verdanken wir unserer Wehrmacht, Riga durch Jahrhunderte wechselvollsten Schicksals so unter deren Schlägen die rote Herrschast in den klar und rein das deutsche Gesicht bewahrt hatte. Da baltischen Landen zusammenbrach. Das russisch- stand der Dom, tiefrot in der Abendsonne glühend, asiatische Zwischenspiel im Raum zwischen Oftpreußen und mit seinen mächtigen Formen den Glanz des und Finnland ist beendet + deutsche Soldaten mittelalterlichen Deutschland kündend, + da war das marschieren, wo gestern noch die rote Horde wütete! Schwarzhäupterhaus mit seinem Giebel, leicht und Wie eine Schar von Entfesselten war sie durchs luftig wie ein Traum. Wir gingen zum Stadthafen Land gezogen, viele der wundervollen deutschen Bau- und weiter auf die Brücke bis zur Mitte der hier werke wurden von ihr zerstört . aber in unserer 800 Meter breiten Düna. Die Dämmerung spann Erinnerung bleiben sie bestehen, schön und prächtig, ihre ersten Schleier und der hohe nordische Himmel wie damals, als wir sie sahen! zeigte bereits jenen opalisierenden Ton, der das Ich entsinne mich einer Reise, die ich mit Freunden Nahen der „Weißen Nächte“ ankündet. Wie eine aus dem Reich durch die bedeutendssten baltischen Schale von Perlmutter wölbte es sich über dem groß- Städte niederdeutscher Prägung machte. artigen Stadtbild Rigas: St. Peter, Dom und Jakob Wir trafen uns in Riga, der „Perle der Ostsee". mit dem Grünschwarz ihrer kupfergedeckten Türme, Es war Sommer. In den weitläufigen gepflegten das Ordenschloß, breit und wuchtig hingelagert, und Anlagen und Parks grünte und blühte es, fröhlich, davor die mächtige Düna, in trägen, graugrünen bunte Blumenrabatten zogen sich überall längs den Wellen zur See ziehend. Zur See, über die vor mehr breiten Straßen und die zahlreichen Lindenalleen als sieben Jahrhunderten ein Niederdeutscher namens schäumten in frischem, leuchtendem Grün. Wir saßen Albert von Buxhövden mit 23 Schiffen kam, um die auf dem „Schneckenberg“, und durch das Gewirr der „Perle der Ostsee" zu gründen.. Zweige und Äste sahen wir die drei Türme, die Wahr- Ank anderen Tage bereits mußten meine Freunde zeichen Rigas über die Dächer ragen: Dom, St. Jakob weiter und ich beschloß, sie auf ihrer Fahrt durch Est- und — „in die Lüfte ragt St. Peter, nadelspisk, land zu begleiten. 62
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