Full text: Lübeckische Blätter. 1941 (83)

I ver- nicht ohne Recht „italienischer“ empfunden als den des 19. Jahrhunderts und hinterließ der Welt einen em fast im deutschen Stil geschriebenen Falstaff. Mag unverwelkbaren Strauß edler Werke, die noch heute hem. die sinnliche Sehnsucht dieser Musik auch verstummt jedes unverbildete Gemüt hinreißen. Verdi schuf die Fin. sein und die zündende Kraft der Reifezeit fehlen, der Weltstellung der italienischen Oper, er, ein Nicht- duk- Kenner bewundert die Großartigkeit des Ausdrucks, romantiker, beschritt tapfer und ehrlich den Weg der für! die unerhörte Leichtigkeit und Ausgeglichenheit des Auseinandersezung mit der germanischen Romantik. ber-» musikalischen Stils, das Filigran des Stimm- und Er gibt der italienischen Musik des 19. Jahrhunderts tett | Orchestersaßes. Das Verdische Grundprinzip, wonach den Namen und die Größe. Verdi war der Vorbereiter err- die Stimme das Klangbild beherrschen muß, von Puccini, der aber für die Entwicklung einer hohen and ist von ihm bis zuletzt gewahrt worden. Romantik zu spät kam. Der Kunstrichtung des Verismus die- Mit einigen geistlichen Stücken, darunter dem edlen bleibt er aber an Naivität, schöpferischer Kraft sowie Zier Stabat mater, verabschiedet sich der greise Meister von Tiefe und Gesundheit der Empfindung weit über- 1 en] ht Eb. OO s chunvsrt lebts ti q teqzie können mit dem Dichter Carducci vor seiner f erfrischt und unerschüttert durch den Umgang mit der schlichten geraden Menschlichkeit und seinem leiden- renl geliebten mütterlichen Natur, vereinsjamt bei den schaftlichen Genius bekennen: „Vor Boten des Himmels wp Menschen. Er starb als Letter der großen Mutiikgenies schweigt die Verehrung.“ sche § Die Lübecker Wirtschaft im Uriege (12:5 l. konnte. Die Abschreibungen sind zwar etwas ver- iP uüicugcitihtget, Lügss hetzenyt. fuchs Gul gcnvichnkcti inner vac tachtch. Der jtcng 1 , ~ = 1 . . .. tis . . . . . tal hättsialhr , ber 1940 der iM Ertrag bewirkt naturgemäß für die öffentliche m tCiIoc u L 5 iy Hyzeweiten eine hherchtruj: ret rares. 4:1 dung. Der Name Emil Possehl bleibt schon allein da- bel Z 1; Diwidenve. ! : ; .. durch unvergeßlich, daß er dieses Werk anlegte und zu der D j ; 1 der Montanindustrie ? § erc ! . s l diessr Ausfall allgemein siart beachtet worden. Ein shofie; crttrzend ritt ES ür NU! zs ist, Grund zur Beunruhigung liegt jedoch nicht vor. Das beherrschten, ist eine der vielen tragischen Auswirkun- "let Unternehmen steht auf absolut sicheren finanziellen tu L ahres 1918. 20 Jahre später ist den vereinten Uu! [ir Litdlagen. Es ift bestens hs!eitét: 3:1 bem os cüften der S conte tles Männer in Wirtschaft Die seines langjährigen Aufsichtsratsvorsiters Peter Klöck- nd Vertvaltung gelungen, den jüdischen Einfluß beim fen ner hat das Unternehmen einen harten Verlust zu be- Lübecker zung gern zu beseitigen. Daß das Haus mit klagen.) An den wichtigen und zukunftssicheren Auf- Possehl dabei mitgeh olfen hat, mag zum Teil wett- aft gaben des Unternehmens hat sich nichts geändert. Man rnachen, was hinsichtlich der Po ssehlschen Beteiligung iese kann daher die Lage des unternehmens auf lä Uger- in den zwanziger Jahren geschehen ist. Seit 1938!besitzt eit Sicht als durchaus günstig bezeichnen, mag auch ber Jie Flic-Gruppe (Mitteldeutsche Stahlwerke, Essener ali- Ausgang des Geschäftsjahres 1940/41 noch unsicher fein. Steinkohlenbergwerke, Max-Hütte A.G. für Montan- zen Die Ursache für das gegen die Vorjahre - es wur“ steressen) die überwiegende Mehrheit der Aktien. U den 4 bis 6 vH Dividende auf 16 Mill. RM. Grund- (Px. Flick ist jeßt auch Vorsißer des Aufsichtsrats.) Eevitel yertcilt .. ungünstige Ergebnis 1939/40 sind rit je 5 bis 6 vH sind der Klöckner-Konzern und ne] hte durh verchiedene Feth e! nun Us ens sGtrtri [9edelberd bettiöstiesüreter Veit; der eni auf die Wasserwege stark angewiesenes Küstenwerk ist ;, der letzten Zeit vergrößert werden konnte. Bisher Jeit die Gesellschaft durch die lange Frostperiode des leßten j, saß daneben auch die Frankfurter Metallgesellschaft m- Winters für die Rohstoffanfuhr und die Abfuhr her über ein holländisches Tochterunternehmett fast nom. int Erzeugnisse besonders betroffen worden. Die Fracht , grill. RM. Aktien. Ein Teil davon ist an eine be- ch (f! erüöhte:! die Uztotr eevtut Oe. #§4;: kannte fürstliche Vermögensverwaltung übergegangen. T len, V uus tas Waicuweges entsianden jind, Pr, chart ‘hie wversüünismäßig jeltenen. J:; pu dürften 1 Mill. RM. überschritten haben. Höhere Das ortlärt vie or en Aktien. die nach dem Ve- ehr Rohstofspreise und unabwendbare größere Selbst jtqanntwerden des Dividendenausfalls um 17 Punkte itet kostenpreise taten das ihre, um ben Ertrag zu drücken. [0. ließ. ' f JI Der Umsaytz ist um fast 5 Mill. RM. zurückgegangen. hieb. rübergehende ungünstige Abchtuß des Hoch- der Das macht einen beachtlichen Teil aus. Der Rohertrag ofenwerks beeinträchtigt nicht seine viel bewährte i f urr nôhttr 2916 ziehriter alu yet t Bratt; Eigenschaft als Säule im Lübecker Wirtschaftsleben. ; Die Person aben lie ' zie senken, f seta1c1:9.) kein Ausgleich erzielt werden Dr. Böhmcker, z. 8. Amsterdam HF
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