Full text: Lübeckische Blätter. 1941 (83)

sprache wird den schönen Wuchs Flanderns behindern, Gutheitserschütterung ist) entspringt ein neues Leben: m Gegenteil ... ! Nicht der Gebrauch der Mund- Das plötzliche Bewußtwerden einer tieferen Verbun- arten ist für Flandern eine Gefahr. Die einzige Ge- denheit, wodurch wir diese niederdeutschen Mensche 1 ahr, die Flandern wirklich bedroht, sind die belgischen stillschweigend mit unserem ganzen Herzen, unserer Kulturräte und ist die „belgische Mentalität“, die Ver- ganzen Seele, unserem ganzen Körper begreifen ... mauleselung, wie es Professor Bolland so schön aus Worin liegt hier „das Geheimnis“ ? Warum ist es gedrückt hat. Die „belgische Mentalität“ ist für Flan4 \so und nicht anders ? dern der Efeu, der den Baum erstickt, den er um Ja, —+ warum . .. ?! chlingt ! Nun sehe ich Dich plötzlich vor mir, und Du lächelst! Das , West-Flämische Jdiotikon‘ von De Bo „Warum ?" wiederholst Du nun auch und gibst eine „Loquela“ von Guido Gezelle, eine Anzahl ganz ge- hAntwort: „weil Du dort, auf der Lüneburger Heide ivöhnlicher Volksbüchlein über das Leben der Heiligen, in der prachtvollen Natur und göttlichen Stille, weit über die lustigen Streiche Eulenspiegels, über diel weg von allen Menschenansammlungen und alle Traumdeutung“ und was weiß ich noch, sogenannte” Enge ... weil Du da plötlich Dich selb wiederge wertlose Dinge, die für ein paar belgische Cents zu sunden hast !“ aben sind, enthalten oft mehr Perlen von Sprach- Da hast Du's! ,Dich selbst wiedergefunden haft!“ chönheit, gesundem Humor, Lebensfreude und wun- "Nach fünfundzwanzig Jahren ... hier in einem derbarem flämischen Volkstum als manches Werk, das]. „fremden“ Land, hier unter „fremden“ Menschen . . .? in der Stratosphäre der Literatur allen lebendige Da muß ein tieferer Grund für diesen Widerspruch Kontakt mit dem eigenen Volk längst verloren hat, sein V das nur noch Bewunderung erweckt und getrage Ach! Wenn man weiter sucht, gibt es keinen Wider- wird durch die Technik, mit der es gemacht ist. spruch ! . Flandern kann viel von den Niederlanden lernen, Wenn wir die Frucht , Volk“ von ihrer staatspoliti aber es kann noch viel mehr von Niederdeutschland" sschen Schale befreien und den Kern, das Mark, nur lernen! Die Bewunderung, die Flandern für die hohe gut durch das Mikroskop unseres Herzens anschauen Kultur der Niederlande hat, möge ein Anreiz sein zum bann finden wir in diesem Kern ... uns selbst wieder Beseitigen eigener Minderwertigkeitsgefühle und zu! [Wenn wir dann aber wieder anfangen zu räsonieren, geistigem Erblühen; diese Bewunderung trägt aber” dann sind wir miteins uns selbst wieder los. d l' GU setuel veturws a ol mr wr h rt bes Fur w: Aber eine Berührung der flämischen individuelle och als Entwurzelte in Holland oder anderswo her- Seele mit der niederdeutschen Volksseele schafft nich!" [umschwärmen, nach Niederdeutschland kämen und sic nur eine Erschütterung, sondern aus dieser Erschütte- dort selbst in diesen deutschen Menschen wiederfinde rung (die gleichzeitig Schönheits-, _Wahrheits- und ögen. Wir von der Infanterie,... . südlich des Ilmensees“ PK... An allen Abschnitten der langen Ostfront" sschütze aller Art sowie zahlreiches Kriegsmaterial wur wird gekämpft, hart dem Gegner jeder Erfolg abger hen erbeutet oder zerstört.“ ; rungen. Können andere Regimenter, Divisionen, „. .. südlich des Ilmensees . . .“, so hören sie es oft Korps und Armeen große klangvolle Namen auf der hin der Heimat weit weg von uns und können es doch Bahn ihres Sieges nachweisen, die Fanalen gleichen, micht ermessen oder nur in Umrissen ahnen, welch ind Inhalt sind und Ansporn ... wir haben nichts" körperliche Leistung und seelische Anspannung dert dergleichen. Truppe damit angedeutet wird ... , pe n. . . südlich des Jlmensees . . ." heißt es, wenn der. „: . .~ südlich des Ilmensees ...““, das ist breite Wehrmachtsbericht von uns spricht, wenn die Fanfaren" fruchtbares, aber vernachlässigtes Land, das sind g1uß Sondermeldungen von uns ankündigen ...: niederungen mit vielen Moor- und Sumpfwälder ; „Südlich des Ilmensees wurden ~ am 24. August das ist ein Nebeneinander von Hügelrücken un ) tärkere sowjetische Kräfte über den Lowatfluß zurück. sNiederungszonen. Mittelschwere tonige Sande wech geworfen. Mehr als 10 000 Gefangene und umfang} eln mit Lehm und Mergelböden. In den Fluß, reiche Beute fielen in unsere Hand ...“ ähen finden sich weite Strecken Torf und shyet Und am 16. September gab u. a. das Oberkommando vorböden. Mitten in die geschlossenen Waldgebiete der Wehrmacht bekannt: „Jm Raume südlich des" Find Ackerflächen, Wiesen, Weiden und Ödland injek Imensees wurden in den letzten Wochen starke Kräfte" artig eingeschnitten. Dazu kommen Gehölzwiesen il der sowjetischen 11., 27. und 34. Armee durch Truppen] feuchten oder sumpfigen Birkenhainen hinzu ne des deutschen Heeres unter Führung des General“ vielem Niederwald. .. .. , U n obersten Busch geschlagen. Neun feindliche Divisionen Eingestreut darin liegen die Dörfchen mit hs wurden völlig vernichtet, neun weitere unter blutige Einheitsbauernhäusern, entwickelten sich fs ; Verlusten für den Feind geschlagen. Über 53 000 Ge- |rgendwelche Erdschätze herum wohl auch stadtähnl1t angene fielen in unsere Hand. 320 Panzer, 605 Ge] wWeeebilde. ...
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