Full text: Lübeckische Blätter. 1941 (83)

4AGT7 ten nicht dieselben Säfte schenken kann, wie sie die flämi- fich wie Tag und Nacht. Sie können sich nur im Vs sche Erde h reh tee ganzes Wesen jagte. Weder ein Morgengrauen oder in der Abenddämmerung einander hie ut Est q de rt! ctréersetiegateesäetn ben lj Ös! t Gt ent ? Parteisympathie konnten die Kluft überbrücken, die stehen! s von Natur zwischen unserem „Flämisch“-Sein und Entwunrzelte sind wir, vonunserem Volk Losgerisssene; Ö dem „Holländisch“-Sein ist. Waisen sind wir, die ihre Mutter Flandern viel zu Tief in unserem innersten Wesen fühlen wir es alle, früh verloren haben ... und von Stiefvater Belgien tes ft ttt S sl itte! t! syricht his Stimme der als Bastarde hchg!sett en Hh: wir nun auch bzltsjeele lant aus. hest al bieiér „yeltäntijche. rte ä entr schen “si vertu wude zul c. hat erseßen können, was wir verloren haben: unser unsere Seele und unseren Geist stärkte, ist durch das Sein, unser lebendiges Sein, das schöpferisches, bil- Sieb unseres verstandesmäßigen Selbstbetrugs fort- nerisches, flämisches Sein ist. Alle Versuche, es be- gesickert. Was wir mit allgemeiner Übergabe an grifflich zu formulieren, verstandesmäßig zu analy- geistiger Speise konserviert haben, mag alle möglichen rch sieren, beweisen nichts und lösen nichts auf ! Lösen Vitamine enthalten ... sie können die flämisch- en nichts auf von unseren Lebensproblemen, die nach individuelle Einzelseele, die von der flämischen Volks- ist einer Antwort auf die Frage schreien: „Was ist dann seele abgerückt ist, niemals mehr zu voller Blüte doch für unser tiefstes Sein ... die Wahrheit ?“ bringen. . ol- „Die Wahrheit ?“" ... Die Wahrheit ist, daß wir Und noch ein anderes Bekenntnis will ich Dir in ks- Entwurzelte sind! ... Die Wahrheit ist, daß Flamen, diesem Zusammenhang ablegen: t NnNISCCCIcCo©oOcoI oN G. f! verschiedener Mentalität. Ihre Interessentreise decken vupfern müßten. Es gibt genug Gründe für die Mei- zm sich mehr oder weniger, aber ihre Lebenszentren liegen nung, daß man die „gebildete Umgangssprache“, das rist stark auseinander und sind wie lebendige Kegelspißsen, gebildete Niederländisch kultivieren müssse. Aber ich .. die die künstlich gebildeten Wolken staats- und politisch- könnte weinen, wenn ich immer wieder bemerke, was pe- kirchlichen Fabrikats durchbohren, um von der Sonne ich in diesen sünfundzwanzig Jahren der ,„Vernieder- 'eg einer Germanitas, die Gottes eigener Atem ist, be- landisierung“ an flämischem Wortschatß, das ist: an . leuchtet zu werden! flämischem Blut, verloren habe. Aus tiefster Seele nik Die Wahrheit ist: Den Glauben an sich selbt möchte ich allen Flamen zurufen: „Schwestern und cht haben ...! Brüder! Es ist gut, daß ihr eure Umgangssprache f!) Das lehrt mich die Lüneburger Heide, wo man die reinigt; aber haltet eure Mundart in Ehren! Opfert f: Einheit der Natur mit sich selbst fühlt .-. nicht die Sprache eures Landstrichs ! Sprecht eure !. E o p c e s tH: 1: 65.4! . j: U er CrÔ>; ich und Wahrheitchen, sondern das lebendige Integral des dort klingt sie rund und bunt; dort singt sie, wie ihr m ewigen Differential Gottes! der Schnabel gewachsen ist: in ihrer natürlichen 1ch Entwurzelte, Losgelöste sind wir, die den unmittel- Schlichtheit, mit ihrer menschlichen Wärme und voll ar baren Kontakt, das ist das volle Leben mit Flandern, göttlicher Klarheit! Dort ist sie keine „Ware“, sondern er- verloren haben, die grünende, blühende Kraft unseres Lebensprinzip! Opfert für nichts und für niemanden e. Wesens ... das formgebende Prinzip unserer Eigen- den natürlichen Reichtum eurer B:zttszien! Mps;sc;s; nd F U'§ t oder Nichtsein jeder Persönlichkeit ist uns fsteuct ram. lun He te “ zÂÔ le verlorengegangen ...! Und ich wette meiner Seele Sachlichkeit, die nur zählen, messen, versuchen, wägen if- Seligkeit gegen den besten holländischen politischen und berechnen kann, und deren „praktische Sicherheit“ nn Internationalisten, daß man dieses Entwurzeltsein der Schlußstein am Grabtkeller aller mumifizierten gir selbst bis zu unseren größten flämischen Aktivisten Lebenskräfte einer göttlichen Sinnlichkeit ist! Denn nd würde zeigen können, ja gerade bei unseren größten was ihr dafür bekommen würdet, ist Rauschgold: es flämischen Aktivisten, die im Exil gelebt haben oder — der schwere vergoldete Rahmen, der die Aufmerk- on unter ihren holländischen Brüdern noch leben. samkeit von der Blutlosigkeit, der Armut und künst- es Was uns in Holland fehlt, ist das wundervolle lerischen Wertlosigkeit des Gemäldes ablenken muß !“ [e- Lebensfluidum, das selbst das ärmste flämische Leben So möchte ich meinen flämischen Brüdern und durchströmt und das nicht durch Verstand, „Gelehrt- Schwestern zurufen auf die Gefahr hin, falsch ver- heit“ oder materiellen Wohlstand erseßt werden kann. standen zu werden. Denn ihre Einwände von heute b; Ich habe es nie so stark gefühlt und geschaut als hier waren auch einmal die meinen + vor fünfundzwanzig en in der Versunkenheit von Gottes weiter und geweihter Jahren; aber meine trüben Erfahrungen darin, die r, Schweigssamtkeit ! auch die Erfahrungen manches anderen flämischen d, Die (katholisch) geborene flämische Seele und der Altivisten sind, mögen dem neuen Flandern erspart ns (kalvinistisch) geformte holländische Geist unterscheiden bleiben. Nicht die Wiederherstellung der Landes-
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