Full text: Lübeckische Blätter. 1941 (83)

420 städtische Anforderung, vor allem in dem am meisten jund besorgten auch Löschen von Gut aus Norr- und vertvandten Eichenholz. Nur für lange und gleich" Söderköping, sowie aus den jütischen Häfen Aarhus mäßige Fußboden- oder –+ was damals noch dasselbe” und Randers. Den Holmträgern war außer Stock- var — Deckenbretter empfahlen sich die gerader auf-] holm Norrland und Finnland vorbehalten. Häufiger chießenden Nadelhölzer; und da diese im heimischen] sStreit zwischen beiden Gruppen veranlaßte Kaufman Walde jener Jahrhunderter fast völlig fehlten, so er- sund Rat, 1706 eine engere Verbindung zuwege zu Hlärt sich hierin der frühe Einfuhrbedarf. Meist holte] [bringen. Die Stockholmer zahlten fortan ein größeres man sie jedoch aus Pommern und Preußen, dann aus Antrittsgeld als Zuschuß zu den Beschaffungs- und Kurland. Schweden trat erst nach 1500 in die Reihe, Ausbesserungskosten des Prahms, den sie dafür mit und zwar zunächst Südschweden mit Kalmar und benutzten durften, der aber Eigentum der Gefleträger Westerwik; erst im 19. Jahrhundert sind Norrlands. blieb. Trotzdem hieß die Einrichtung allgemein Stock- Wälder in Angriff genommen. holmer Prahm. Der Name der Hauptstadt galt, wie Voran ging die Erzeugung und Lieferung von Teer, bei heutigen Geldkursen, stellvertretend für das ganze] eines Wertproduktes großer Wälder, in der Gotland Land. f : ' und Kalmar etwas früher den preußischen und livischen Das war auch vielfach bei dem Begriff Holmfahrer Vorsprung erreichten. der Fall, die zur festeren Form einer Kompaniebildung Die vachiende uorsische Holzarfæßr Fal z1c1h 17§sP:.:'. !!"!) spät in 15. Jahrhundert gegriffen hattet den ersten Wallschüttungen Veranlasssung gegeben, die Fgtel gzertr dis L ez!hevzlterter sit y: Syrer ursprünglich diesseitige Stapelung auf das nunmehr . p r ) ze t zu §e!ve?! uro Vt. Jeschütte Gegenufer des Althafens zu verlegen, dessen tere mr Ove heraten. renzen ger Bild sie fortan durch dreihundertfünfzig Jahre hié [q senen verwandtschaftlichen Be uus en warer ervorstechendste Note gab. Hwischen den Uuteineder es! geblieben. o den künstlerischen Vufträgen; kene! Bretterfolgen erhoben sich als Gegenftück zun ie von Schweden ge Lübeck ergingen, zeigt sich gleich un Eisenfaugen qu ftadtseitigen ver ff hleiche zeitig die neidlose Anerkennung der noch immer über- [ enen senkrecht gueinander oder an Gestelle geléhnte ragenden Kulturhöhe Deutschlands. Sie findet i sÜtetter. Die Dielenträgex stapelten bas Gut, ws \tottes Hauptwerk ( 5§s Stockholmer Georg, ihren| Äcnten suuu ; pcttete Flute für titselne sichtbarsten Ausdruck. Ihre enge Verbindung mit det ? Ji i versönli eziehungen erhellt Ein weiteres sichtbares Zeichen des Schweden- hzztichatthehe qr tetutuhes y teh yer ert handels im früheren Hafenbild stellte der Stockholmer chwedens. Das gleiche brüderliche Verhältnis kenn- ösch und Ladeprahm dar. Auch er ist verhältnis Mkichnet das Kapitel Gustav Wasa. Es hält sich durch näßiger junger Entftehung. Lübecks Bedeutung hatte Zeiten der Trübung hindurch bis ins 20. Jahrhundert, längst abgenommen, die Stadt war hinter der Ent- ha schwedischer Kaufmannsnachwuchs noch immer wicklung anderer Häfen zurückgeblieben, aber das be- gern eine Lübecker Lehrzeit durchläuft. eutete nicht eine sichtbare Schrumpfung des Ver- Unser Hafenbild aber ist seit dem 19. Jahrhundert tehrs; vielmehr war dieser wie überall entsprechend durch die mit Holz und Eisen in Führung getretene der allgemeinen Bevölkerungsziffer und dem Steige schwedische Einfuhr ganz entscheidend beeinflußt wor- der Lebenshaltung im Zunehmen geblieben. Da er) hen. Als Lübeck durch die Eisenbahn in die Lage gesebt griff, vielleicht um 1600, eine Gruppe von Trägern, war, das holzarme Nordwestdeutschland aus erste aus deren Gesamtheit sich bereits „manche zu Eignern Hand mit schwedischem Holz zu beliefern, mußter von Flußfahrzeugen emporgearbeitet hatten, die Ge- immer neue Holzlagerplätze geschaffen werden. Man legenheit und bot dem Holmverkehr einen festverMF and sie zunächst durch Wallabgrabungen am Stadt- ankerten Lösch- und Ladeprahm an, dem alten Vorbild Jzraben und dem Gegenufer der nördlichen Unter- der Naugarder entsprechend, deren Prahm jüngst auch trave, dann in den Wiesen am Einsegel, die mit der die Rigafahrer einen eigenen nachgebildet hatten. rde der verschwindenden Wälle aufgehöht wurden, Figner des Prahms war eine Arbeitergesellschaft von hann an der Obertrave, in den Salzspeichern, ja, in ünf Mann. Der Rat verlieh ihnen das Recht, auf Wasser des Stadtgrabens, der immer dichter mit diese Weise zu arbeiten und dafür Gebühren einzu- agerflößen nordischer Balken belegt wurde. Nach ziehen. Im Gegensat zum Naugarder Prahm und / 960 tamen Kanaluferstrecken und Neuflächen bei einen Trägern war also nicht eine Kaufleutekompanie, Schlutup hinzu. Aber seit Eröffnung des Nordostsee ondern der Rat Herr des n„Lehens“. Der Plat desäfqnals stieg die Hochflut nicht weiter, sondern lief übe
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