Full text: Lübeckische Blätter. 1941 (83)

jüngster Vergangenheit, da anderwärts der SeparaJ igegangen. Niemals hat das niederdeutsche Volk die ismus seinen üblen Umgang trieb. niederländischen und flämischen Brüder aus seiner Ja, als Niederdeutsche wollen wir weiterhin Opfer" Art- und Kulturgemeinschaft entlassen. Sie könnten bringen für des Reiches herrliches Wachsen, das wir es auch nicht, wenn sie es unter Zwang müßten oder v ganz als unser eigenes Wachsen fühlen. Aber es wollten. Das Gesetz von B it und Land steht über dürfen nicht Opfer sein, die unseren Wert als be- uns allen. onderen Volksteil im Reichsganzen herabseßen und Wir können und wollen nicht auf die kulturschöpfe- damit das Reich und seine Menschen innerlich ärme ischen Kräfte des ganzen altniederdeutschen Kultur- machen können. Wir wollen dem Reich auch de reises verzichten. Wir brauchen sie, können ohne sie Reichtum an gesunden vielfältigen Volkstumswerten, nur wie ein verstimmelter Körper Leistungen voll- an mannigfaltigem Kulturwillen und an den unserer führen, an denen etwas fehlt. Mit ihnen aber können Art entsprechenden Geisteskräften erhalten sehen." bie gesamtniederdeutschen Aufgaben im künftigen ine blasse Einheitlichkeit nach Normgessichtspunkten îeich in einer vollendeten Weise erfüllt werden, ehnen wir um des Reiches willen ab. Normen sind können Kunst, Geist, politische und wirtschaftliche ür die Industrie gut, nicht aber für deutsche Menschen. eistungen zu der Niederländer eigenen Freude und Vie in allem gesunden Leben wollen wir auch im üÜberraschung sich erfüllen in einem Maße, wie Jie e Leben aller Deutschen eine gesunde Polarität erhalten“ lin den lebten drei Jahrhunderten nicht erlebt und wissen. Diese Polarität ist uns: .niederdeutsch-ober| allein – in ihrer Englandabhängigkeit + niemals eutsch. Eines kann nicht ohne das andere sein. Eines" erleben werden. Denn ihnen fehlt die Macht, ihnen uß leiden, wenn das andere leidet. Und das Leiden fehlt das große weite Land in ihrem Rücken, welches des anderen Poles soll uns mahnen und treiben, die” erst ihnen allen neuen Auftrieb geben wird –. fre ew qu st! str Neis ' unteÑmaern z! rot Fugloud. auch ihre Sprache, denn Jie ist nieder jener stillen Glut zu füllen, die sich nicht durch hell deutsch und birgt vieles, was uns in unseren nieder loderndes Feuer unnötig blendend für den Alltag ver- deutschen Mundarten festigen und beleben kann braucht. Aber in den Hoch-Zeiten der Nation soll die” [Wenn wir auch unsere hochdeutsche Schriftsprache als Glut über das Wärmende und Begeisternde hinaus den Ausdruck unseres einheitlichen Deutschtums übe das edelste Gold läutern, alles Faule und Krankhaftel hlles achten, so wollen wir doch unsere niederdeutschen jedoch verzehren in lohender Flamme. Mundarten nicht verkümmern lassen, denn sie sind Wir sagten: 1648 starb das erste Reich deutscher |Ausdruck unserer Artseele und lebensnotwendig zur Nation. Die Zeit danach war trübe. Aber wir Nieder“ Gesundhaltung der deutschen Sprache überhaupt. eutschen sehen rings um uns noch überall die Zeugenl Plattdeutssch ist ja nicht nur Mundart, nicht Dialekt, jener hehren Zeit: Gotik und Hanse. Damals war. les ist eine eigene Sprache mit eigenen Geseßen. Aber deutsch das Land bis weit in das heutige Nordfrank. weil es aus dem Urgrund unserer Art kommt, ist e reich hinein: Flandern und Holland. nehr eine gesprochene Sprache. Sie kommt erst i Seit drei Jahrhunderten nicht mehr deutsch und Rede und Gegenrede sowie im begleitenden Gesichts- nicht mehr im Reich > dieses echt niederdeutsche" ausdruck zu ihrem vollkommenen Ausdruck. ; Geschrie- Land? NMit wieviel falschen Kräften und Mächten ben oder gedruckt wirkt sie leicht spröde und gibt nieder konnte das möglich werden ? Wie konnte es kommen,] deutsches Wesen nur unvollkommen wieder. Wer uns daß jett niederdeutsche Menschen, daß Menschen in danach allein beurteilt, versteht uns noch nicht. So diesen staatsrechtlich „abgefallenen“ niederdeutschen éerklären sich auch die vielen Vorurteile. Erst wen! Landschaften sogar deutschfeindlich wurden? Vir. bein Außenstehender diese überwunden hat, findet er tönnen es nicht fassen. die niederdeutsche Sprachsseele, entdeckt er überhaupt Aber eines steht unausweichlich fest: die Nieder erst den niederdeutschen Menschen. Wer sich diese länder und die Flamen sind dem Blute und der Art Mühe nicht gibt, soll uns nicht beurteilen wollen. ach niederdeutsche Menschen. Die Besten unter Gewiß sind wir Niederdeutschen spröder und zu- ihnen haben es immer wieder betont und bewiesen.] jrückhaltender als unsere oberdeutschen Brüder. Aber Die Besten unter uns Niederdeutschen sind immer hinter unserer wenig temperamentyv Gebärde be- ieder den Weg zu den Brüdern am niederen Rhein wahren wir unser Bestes. Aus dem Umtreis des alten Lübecker BHafens 28. Osemund und schwedische Dielen kamen als Freunde und Lehrmeister aus der Ebene Die Erschließung Schwedens durch die deutschen" seiner höheren Kultursschicht; und als die Schweden Kaufleute der Siedelzeit geschah unter anderem Vor- verhältnismäßig rasch zur gleichen Stufe gereift waren, zeichen als die Altrußlands. Die Schweden waren] vollzog sich die Loslösung ohne Gewaltsamkeiten. qermanische Brüder, selbstbewußt und ehrgeizig undF Einen vereinzelten Kriegsfall ausgenommen, sz! )atten eben erst als Wikinger selber weite Strecken (Schweden und Lübecker bis zur Gegenwart Freun der slawischen Welt aufgeschlo sen, Die Deutschen“ gebodlieben. 41 &
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