Full text: Lübeckische Blätter. 1940 (82)

240 Wie markig klingt sein von Friedrich Erk vertontes: BUNDESLIED "Frei und unerschütterlich von Hoffmann von Fallersleben Wachsen unsere Eichen ...'“ Und ewig jung bleibt das etwas früher entstandene: Frei und unerschütterlich „Zwischen Frankreich und dem Böhmerwald Wachsen unsre Eichen, Da wachsen unsere Reben ...' Mit dem Schmuck der grünen Blätter Als letztes steht zeitlich, aber die Reihe krönend, das Stehn’ sie fest in Sturm und Wetter, 1841 in dem dstisls noch englischen Helgoland gedichtete Wanken nicht, noch weichen. Deutschlandlied‘, hymnisch und doch volksmäßBig mit seiner f machtvoll-feierlichen Melodie von Joseph Haydn. Über die Wie die Eichen himmelan Entstehung des Liedes erzählt der Dichter: „Wenn ich dann s0 Trotz den Stürmen streben, wandelte, einsam auf der Klippe, nichts als Meer und Himmel ; ; ; um mich sah, da ward mir so eigen zumute. Ich mußte dichten Wollen wir auch ihnen gleichen, — und wenn ich es auch nicht gewollt hätte. So entstand am Frei und fest wie deutsche Eichen 26. August das Lied „Deutschland, Deutschland über alles'.' Unser Zaupt erheben. Wie „Die Wacht am Rhein'’ kam auch dieses Lied erst viele Jahre später zur vollen Wirkung im deutschen Volk. Darum sei der Eichenkranz Schließen wollen wir die Betrachtung über „„Das deutsche Unser Bundeszeichen, Lied vor 100 Jahren“ mit einem heimatlichen Klang, der auch Daß in Taten und Gedanken s...... Iwir uithe swzyken ost: wstker, der Norcamatk:..;4. Niemals mutlos weichen. „Schleswig-Holstein, meerumschlungen, Deutscher Sitte hone Wacht ...““ MEIN VATERLA ND von Hoffmann von Fallersleben REITERLIED Treue Liebe bis zum Grabe von Georg Herwegh Schwör’ ich dir mit Zerz und Zand: Die bange Nacht ist nun herum, Was lh bin und ws ich habe, Wir reiten still, wir reiten stumm, Dank’ ich dir mein Vaterland. und reiten ins Verderben. | Nicht in Worten nur und Liedern Wie weht so scharf der Morgenwind; If mein Herz zun..Dank.bereit :; Frau Wirtin, noch ein Glas geschwind Mit der Tat will ich's erwidern Vorm Sterben’! Dir in Not, in Kampf und Streit. Du junges Gras, was stehst so grün? In der Freude wie im Leide Mußt bald wie lauter Röslein blühn ; Ruf’ ichs Freund und Feinden zu : Mein Blut ja soll dich färben. Ewig sind vereint wir beide, Den ersten Schluck, ans Schwert die and, Und mein Trost, mein Glück bist du. Den trink ich, für das Vaterland Zu sterben. Und schnell den zweiten hinterdrein Matthäus Friedrich Chemnitz dichtete es 1844, und im glei- Und der soll für die Freiheit sein, chen Jahre erklang es in der Vertonung von Heinrich Werner Der zweite Schluck vom serben ! zum erstenmal auf dem Schleswig-Holsteinischen Sängerfest Roshrq Ius wen bring’ ich's gleich ? in w und ist seitdem in Freud und Leid nicht wieder Dies Restchen dir, o römisch Reich _ hier aufgeführten Lieder sind noch lebendiger Zum Sterben ! Besitz des ganzen Volkes, aber keins ist unwert, es wieder zu , werden. Keins ist darunter, das nicht den echten Gefühlston Dem Liebchen — doch das Glas ist leer, besäße oder dem Gehalt und der Form nach nicht überzeit- Die Rugel saust, es blitzt der Speer ; geschichtlichen Wert hätte. Unser Volk hat wieder singen ge- Bringt meinem Rind die Scherben! lernt. An der Front und in der Heimat erklingen vielhundert- Auf! in den Feind wie Wetterschlag ! stimmig die Lieder einer neu zum Leben geborenen Nation. O Reiterlust, am frühen Taa Bt vr e o E dc C qt R Er Zu sterben ! behalten. Paul Broclehaus
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