Full text: Lübeckische Blätter. 1940 (82)

202 Reihe von lebendig gesehenen Studien, die nicht mehr unwahrscheinliche Wahrheiten. Zu ihnen gehört die wu th: r wut L ter schen UU co tion, zu der neben Gensler Morgenstern- Vollmer, so werden es auch seine Werke nicht tun, deren Frische Kaufs mann und Gurlitt gehören, liegt auf dem darauf beruht, daß in ihnen kein Einfall gesucht ist, Gebiet der Landschaft. „Was sie in ihrer Naivität in keine Verarbeitung des Einfalls gekünstelt, sondern daß den Jahren 1826—1829 in unmittelbarem Studium alles natürlich ist, alles gewachsen + genitum, non der hamburgischen Landschafst leisten, steht in der kactum !“ Lübeck hat vor einer Reihe von Jahren f! Lu su te vues" autor ht Eee toute BGW {auch das sind Worte Lichtwarks), die die Hamburger leider im allgemeinen das Schicksal erleben müssen, Künstler vor den übrigen Strömungen in Deutschland daß seine Schöpfungen wohl ursprünglich auf der voraus haben. Die zarten Studien Genslers, die stile, großen Bühnen einen mehr oder weniger starken Erfolg beinahe möchte man sagen sachliche Naturschilderung errangen, dann aber nur spärlicher an andere Theater Gurlitts, die topographischen Anjsichten Vollmers, die gelangten und so auf die Dauer nicht in die Spiel- Darstellung gerade der anspruchslosen Stellen der pläne einzudringen vermochten. Hier liegen tatsächlich Landschast, wie sie der junge Morgenstern pflegt, alle in neun Opern, vier Sinfonien und sechs sinfonischen dies ist in schöónen Blättern auf der Ausstellung ver- Dichtungen, den Chorwerken, Balletten, Liedern und treten. Kammermusikwerken, in einem reichen künstlerischen Ein weiteres Mitglied dieses Künstlerkreises, dem Lebenswerk noch ungehobene Schätze genug, für die übrigens auch Carl Julius Milde angehörte und dessen man ihm durch Wiedergabe und Dienst an seinem Werk Mentor Friedrich von Rumohr war, ist Erwin Speck- heute an der neuen Wende seines Lebens am besten ter, der lieber auf ein Studium auf der Akademie ver- danken könnte. zichten und dafür ein Jahr in Lübeck arbeiten wollte. Die Städtischen Bühnen wollen dies in einer Mor- Von ihm sind einige Zeichnungen ausgestellt, die seine genfeier am Sonntag, dem 26. Mai, 11.15 Uhr, tun, Sonderstellung als zeitweiliger Anhänger Overbeckts während eine Neueinstudierung der reizenden Spiel- deutlich machen. oper „Donna Diana“ für den Herbst im großen Haus Auch Friedrich Was mann gehört sowohl wegen aufgespart wird. Die Vortragsfolge der Feierstunde seines Lebens als auch wegen seiner Kunst nur be- bringt Kompositionen verschiedener Art: eine Lustspiel- dingt zur „Hamburger Schule“; obwohl auch er ouvertüre, die Traumspiel-Suite (nach Strindberg), Overbeck nahestand und sogar unter seinem Einfluß Szenen aus der „Donna Diana“ und einen Lieder- konvertierte, hat er sich im Künstlerischen doch seine zyklus. Die musikalische Leitung hat Generalmujik- volle Freiheit bewahrt. Die Studie eines Bergführers direktor Dressel. Gesanglich wirken August Wilhelm zeigt seine sichere und schöne Linienführung ebenso wie Ernst und Hermann Rohrbach, als Begleiter am Flügel sein lebendiges Farbgefühl. Von den Künstlern der Horst Schneider mit. Oberspielleiter Robert Ludwig späteren Generation nennen wir noch Steinfurth wird in einer kurzen Ansprache eine Würdigung (geb. 1824), ein Meister, der in seinen Zeichnungen Resgzniceks geben. G. St. ust die reine !ütrcijlitie wie ]“ Fatsens j John axman gepflegt hatten, anstrebt. och besitzt sie [r F?!I hl qt. sh pefite be Museen der Hansestadt Lübeck um 1800. Das St.-Annen-Museum muß wegen einiger Um- Spangenberg endlich, auch 1824 geboren, mit sstellungsarbeiten in der nächsten Zeit geschlossen wer- seinem Interesse an „sehenswürdigen“ Städtebildern den; das Museum am Dom bleibt nach wie vor ge- (Rothenburg), die in ihren Formen aber doch groß öffnet. gesehen und beinahe monumental aufgebaut sind (Akropolis), führt die realistische Landschaftskunst Exlibris-Ausstellung Pr; 1.19; 11 an die Schwelle des 20. g:hrhtwöert.. in der Stadtbibliothek L r : othe . Das Bücher- und Besitzerzeichen, das es wohl fast f. R. von Feztieck zuy 80. Fehnrstag g. lutte st r§.r LUG Ms tente rsectttes Morgenfeier in den Kammerspielen ist, ist im Laufe der Zeiten ein wichtiger Teil der Reznicek, der „Grandseigneur der deutschen Kom- graphischen Kleinkunst geworden, ja es hat in der Zeit ponisten“, der Vertreter Deutschlands im „Ständigen um die und nach der Jahrhundertwende sogar eine Rat für die internationale Zusammenarbeit der Kom- überraschende Blütezeit erlebt, eine reiche Literatur, ponisten“, seit langem Mitglied der Preußischen Tauschvereine und Liebhaber-Begeissterung aller Art Akademie der Künste, der internationale Dirigent und hervorgerufen. So ist es nicht nur ein bedeutendes iugendfrische Jubilar des neuen Deutschland, gehört zu Kapitel der modernen Bibliophilie, sondern unserer den Großen der älteren Mussitgeneration um Strauß, Buchkunst überhaupt geworden, denn in ihm spiegeln und Pfitzner. Peter Raabe schrieb über ihn: „Es gibt sich nicht nur die Zeiten und Persönlichkeiten, Geschmack
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