Full text: Lübeckische Blätter. 1940 (82)

Sommerszeit meines Lebens entstanden sind. Der Mai etwas vorstellen und machen zu wollen, was nicht in d ist vorüber mit seiner Blumenfülle; nur hier und da Dir liegt. Du wirst in allen Theilen des Gedichtes, s Zeh! Pre re Huberesa1§ m en eue ; ur st here r Lever tut: z ruhigen Frühlingslüfte getreten, und selbst die Nächte Geibel wollen wir von Dir haben. Die Fabel ist dabei sind licht geworden. Aus dem Kampfe der Elemente so gleichgültig, ja nothwendigerweise so „unwichtig, geht es zum Frieden, zur Klarheit, zur Versöhnung. daß das Gedicht um so beffer werden wird, je un- Mir lag dabei ein alter Vers an den Juni im Sinn, bedeutender sie ist. Die Musik Deiner Seele: das ben ich auch als Motto bei Ganzen hahe vardructen Jauchgen und Vi ckte larheit Deines Hrievens. th! ether item Seen: Wird auch hrt ber Zwiespalt Deiner himmlischen und irdischen Hälfte, und gesund dabei" ~ der edle Zorn, der Dein ganzes Wesen in Lohe seten kann, und was von Haß gegen Elend und Gemeinheit Geepete 't seite!. b r qrttenguu Uu eri az tz gets Hens . N (Hannover, 2. Februar 1848.) Mufit Deiner Seele soll diesen mal Fu 129e Text Lieber Geibel! der Fabel mit Fülle und Leben überströmen, daß wir "s f f;. ... . ; ; ô von Deinem Zauber überwältigt nur Dich lieb haben, Die friedliche Stimmung, in der Du mir Deine qn Deinen Text aber gar nicht denten. Glaube mir, Juniuslieder ankündigtest, erfüllt mich wie ein Hauch [lieber Freund, daß Dein Deutschland Dich in dieser aus einer bessern Welt, als die ist, in der ich lebe. Auch Totalität Deines künstlerisch dargelegten Wesens erst für diese Wohlthat mußt Du meinen Dank hinnehmen! recht fassen und ins Herz schließen würde. Dein Die Lieder selbst habe ich nach einiger Zögerung er- Gedicht müßte werden was uns fehlt und wornach wir halten und ich würde schon Zeit genug gefunden yns sehnen: ein Epos für die moderne Welt, die sich haben, Deinen Wunsch zu erfüllen, wenn ich nur etwas gqus den Irrfahrten der Helden und dem Streite der von der Ruhe und Sammlung in mir fühlte, die dazu Heroen nichts macht, aber einen Dichter auf den gehört, um der Welt das deutlich zu machen, was in Händen tragen würde, der alle Stimmungen der be- Deinen Liedern liegt. Die Leute würden das auch ohne jjegten Menschenbrufst in sich vereinigt und über die mich verstehen und ich könnte meine Weisheit für mich Stimmung und das Schicksal des Einzelnen in uni- behalten. Aber ich bin es mir gewissermaßen selbst yerseller Hoheit erhaben steht wie der Himmel, aus schuldig, öffentlich auszusprechen, daß dieser zweite pem jedes Auge Licht saugt, ohne einen Theil seiner Band Deiner Dichtungen eine folgerechte Weiter- Totalität zu sich niederzuziehen bildung des Charakters bezeichnet, der sich in dem ' . ttz Lr zewt: u octetner 1%. tititel an sseter-. gewonnen, und auch darin bis Du Gg Geibel des | Lübeck, den 8ten Febr. 48. ersten Bandes gleich geblieben, daß Du Deine Gaben Lieber Freund! zu bunt ausgestreut hast, um gleich auf den ersten Blik Deine Anzeige der Juniuslieder im Sonntagsblatte als ein selbständiger deutlich ausgeprägter Mensch da- hatte ich als einen offenen Erlaß an mich angesehen, zustehen. Da liegen Nord und Oft bei einander, der und bereits beschlossen, dir baldmöglichst dafür zu Feenzauber neben dem Nordlandsreckenthum, und nur danken, als ich dein persönlich an mich gerichtetes dem Blick, der Dir schon in Liebe zugewandt ist, wird Schreiben erhielt. Brief und Kritik greifen so inein- es gleich erkennbar, daß überall der Stoff eine bloße ander, daß ich ihren Inhalt in der That nicht mehr zu Nebensache und der Lyriker das Principale bleibt. trennen weiß; so laß mich nun auf beides zugleich . .. Clotar, der Frühlingshymnus, und die versteckten antworten. Ich habe was du schriebst nicht ohne ein Fragmente des Julian darfst Du nicht so liegen lassen Gefühl innerlicher Beschämung lesen können. Denn wie sie sind; sie scheinen mir zu gut dafür und vor allem eine solche Hingebung hab’ ich nicht verdient, weder scheint es mir Deiner Gaben nicht würdig, anzufangen von dir noch überhaupt von Jemand. Sieh darin keine und dann davon zu gehen. Auch komme ich immer gemachte Bescheidenheit; daß ich Post bin weiß ich, wieder darauf zurück, daß wir von Dir, gerade von Dir und wenn ich's nicht wüßte, würde es mir mein Ver- allein ein größeres Gedicht zu fordern haben, das auf stand sagen, wenn er ruhig und ganz sine ira et studio dem Soccus geht wie Clotar und dann nach Stoff vergleicht was ich gemacht habe und was die meisten und Stimmung so ernst, tief und voll einherflutet wie der Jetztlebenden machen, die ich doch selbst für Dichter das Juliansche Bruchstück Heimweh. Du allein kannst halte. Aber bei dem Bilde, das du von mir entwirft, uns ein solches Gedicht geben, weil nur Du von allen hat dir doch unbewußt die Freundschaft die Hand ge- lebenden deutschen Dichtern im leichten und ernsten führt. Du zeigst nicht was ich bin, sondern was ich in Styl die Höhe und Klarheit der Stimmung zu be- meinen besten Stunden sein könnte, was ich immer wahren vermagst, die dazu gehört, um den Ernst jein möchte, und warum ich J dir kann ich ja auch das . menschlich und den leichten Ton würdig zu halten, sagen ~ Gott bitte, daß er es mich werden lassen möge. .: denn von allen lebenden Dichtern, glaub’ ich, bist nur Denn ein ganzer Mensch und Mann sein, oder was hier O Du in allen Productionen frei von dem falschen Triebe. einerlei ist, ein ganzer Dichter sein – das .ist eben de
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