Full text: Lübeckische Blätter. 1940 (82)

7 $& G e s e ll & < a f t zur B Ef s r d er u n g sg e m e i n n ü 13 i g e r T ä t i g k e ic Dienstag, den 5. März 1940, 20.15 Uhr, im Gesellsehaftshaus, FK önigstraße 5: Vortrag Univ.-Prof. Dr. Fricke (Riel): Josef Weinheber V eranstaltet gemeinsam mit der Schleswig-Zolssteinischen Universitätsgessell- schaft und in Verbindung mit dem Deutschen Volksbildung s werk . Das Rundrat-Muartett spielt vor und nach dem Vortrag ein Muartett von Franz Schubert. Aufführung für unsere Mitglieder. Die dritte der für unsere Mitglieder in Aussicht genommenen Aufführungen in den Ramumerspielen, „Gärtnerin aus Liebe"“ von Mozart, findet am Freitag, dem 8. März, statt. Preise der Karten 2,77, 1,80, 1,30, ~7,90 RM. Bestellte Karten bitten wir bis spätestens Donnerstag, den 7. März, 12 Uhr, abzuholen. Gedichte von Iosef Weinheber. Der befreite 5Zeld. Zur Erd gesenkt den Schild und zerhaun, das Schwert Und gingen hin und ließen ibn vor der Viacht zerbrochen, nackt, des heiligen Zelms beraubt, allein. Sie kam, die bittre Vlacht. Jedoch beraubt erlauchten Schirms die Stirn, des die YTacht in ihrer Dauer schenkt den Schattenden über dem schönen Auge : Willen zur Sonne dem Zoffnunaslosen. So fiel er bin, die klaffend zerrissne Brust Ja, seilkraft hat die Vlacht, und die Gottheit wirkt dem 5Zimmel weisend, da schon die Erd das Blut im Dunkel. Sieh, es hob der Geschlagne sich der Wunde schrecklich trank ; in Stolz 11nd am Morgen auf und hielt dem neuen Trauer cdewärtig des Tods und wehrlos. Frühlicht ein tavferes Hauvt entgegen Ertragbar ist das Unglück, besiegt zu sein. und brach die Fesseln jäh in verjüngter Uraft Untragbar aber schändet der Feindeszwang, und stand auf seinen Füßen und nahm die Wehr der, vor dem Morgen zitternd, feig das vom Boden, während schon dem Freien Briedasqlück zum Schercen der Angi erniedrigt. reicher das Haar auf die Schulter wogdte, Nicht ließen sie ibn liegen für tot. Die Zänd’ und schritt, vor seiner ehrlichen Brust den Schild, und Füße noch des Sterbenden banden sie hinaus und war inmitten der Welt : Gefeit, und griffen in sein Zaar und schnittens unangetastet, groß. Im Sturme hohnvoll. das adlige, ab vom Haupte. riß er die Gottheit mit sich, zu siegen. Aus dem Gedichtband „Späte Krone“ Kammermusik Eine Variation) Erste Geige : Bratsche : Ich, in die Schönheit dieser Welt verliebt, Mein grauer Scheitel macht es mir zur Pflicht, beschenke sie mit meiner eignen Schöne. den Abgrund euch zv nennen. Wie ihr beide Die Welt ist ohne Abgrund. Strömend gibt verschwistert hingeht, Kindliche, besticht mein Aerz sich aus. Ich bin nur Lied : Ich töne. selbst noch der Streit um nichts. Ich aber leide. Zweite Geige : Cello : Mir, neben lichterm Wesen, ist verwehrt, Ich weiß zutiefst, daß alles Schicksal ist, ein Ich zu haben. Vlicht die Welt - doch fester das schön Getane und das Unerlösste. und wirklicher: die Erd hat mich belehrt. Ich bin dem Ganzen treu:: Genießt und büßt! Dort dunkelt es. Laß dich bealeiten, Schwelter! Ich warne nicht. Ich weine mit. Ich trôste. Aus dem Gedichtband „RKammermuslik"
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