Full text: Lübeckische Blätter. 1935-41 Beilagenband (77-83)

Peter Behrens entwarf. Lin weiteres Mahnmal, in der Ge- stalt eines trauernden, doch wehr- haften Rriegers, schuf er 1932 für Frankfurt a. M.-Sindlingen. Iwei Jabre zuvor entstand die weibhevolle Gefallenenehrung für die Oranienkirche in Biebrich a. Rh.; ein Bronzenachguß des Ropfes der RKriegerfigur gehört wobl zu den schönsten Arbeiten auf unserer Ausstellung. Der Weltkriegsteilnehmer Scheibe hat alle diese Aufgaben kraft seines eigenen starken Lrlebens an der Front mit tiefer Lrgriffenbeit gestalten können. Wie boch man an verantwortlicher Stelle Schei- bes Lehrtätigkeit einsschätzte, geht daraus hervor, daß der Führer den Rünstler im Jahre 1935 zum Leiter der Meisterklasse an die Akademie der bildenden Rünste in Berlin berief. Als Lehrer bat Richard Scheibe seine klare und eindeutige künstlerische Saltung in Frankfurt und Berlin einer Reihe bedeutender Bildhauer der jungen Generation zu übertragen vermocht; Paul Lgon Schif- fers, Gerbard Marcks, Anton Brauel und Rudolf Ugricola, die beute sich durch bestes bildhaue- risches Können auszeichnen, seien unter seinen Schülern bervor- gehoben. Die Vielseitigkeit unserer Aus- stellung ist vorzüglich geeignet, die Künstlerpersönlichkeit Richard Scheibes uns überzeugend nahe- zubringen. Wir erschauen einen Mîeister, dessen Werk durchaus eigene Züge trägt und von ern- Die Morgenröte. Bronze. 1937. Zshe 1,50 m (Ligentum des Holkwang- ?,! und hohem teu. v erischen Verantwortungsgefü Museums. l1sfen) gezeichnet ist. Sehr schsn und erschöpfend bat einmal Georg Auch auf dem neuen Arbeitsfeld der Bildhauerei entwickelte sich Rolbe den Bildhauerfreund in einem Geleitwort umrissen, Scheibe aus sich selbst beraus, ohne nennenswerte Führung und wenn er schrieb Förderung anerkannter Lebrer. Lr bevorzugte anfänglich die Richard Scheide ist ein Bildner, ber ketnes Überlobes, keiner Rleinplasik und betätigte sich auch auf den verschiedensten Ge- larktonpreifeng in SiUßetiattn bedarf. Seine Sstattäßt bieten des Runsthandwerks bald so erfolgreich, daß er im Jahre haben eigenes Wissen und Gewissen. Sie stellen sich uns in I925 einen Ruf als Lehrer an das Städelsche RKunstinstitut in l erhalterse Passion var und legen Zeugnis: sb. Wider «tles Frankfurt a. M. erhielt. Zier konnte Scheibe durch Jahre hiu- Flache und Gewöhnliche. Echtheit ist das seltene Zeichen durch eine segensreiche Lehrtätigkeit entfalten, wenn er auch Cs: Ös tm’ Wappen führen u Ös ' in seinen künstlerischen Arbeiten über die Mainstadt binaus nur wenig bekanntgeworden ist. Ihr schenkte er eine Anzabl Betrachten wir zunächst einmal seine kleinen Bronzen und Terra- beachtlicher Werke, von denen wir vor allem das ausdrucksvolle kotten, im besonderen seine Tierfigürchen, die zumeist in die Ehrenmal für die Gefallenen der I. G. Farben-Industrie in Unfangszeit seines künstlerischen Wirkens fallen. Diese Tier- Zöchst a. M. nennen, dessen Schaubhalle der bekannte Architekt dvlastiken, wie alle Werke Scheibes mit sparsamssten Mitteln ae-
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