Full text: Lübeckische Blätter. 1935-41 Beilagenband (77-83)

worden sind, war möglichst weitgehende Erhaltung des Vorhandenen [elbstverständliche Pflicht. Die Domorgel ist, wie von allen Sach- kundigen bewundernd anerkannt wird, ein Meisterwerk der Orgel- baukunst, das bochwertiges Material, sauberste Arbeit und hervor- ragende künstlerische Intonation in seltenem Maße vereinigt. Ls durften nicht Klangwerte zerstört werden, die weiten Kreise Freude und Genuß bereiten. Insbesondere sind die schönen Charakter- stimmen im ganzen unangetastet geblieben. Von den zahlreich vor- bandenen sogenannten Streichern erschien jedoch Gambe s' (8 Fuß) entbehrlich ; ferner Fonnte auf eine überzarte Säuselstimme (Dolce s'), je einen der oben erwähnten, im ersten und zweiten Rlavier doppelt besetzten Prinzipale, die Sohlflöte im ersten und eins der I6füßigen Register im zweiten Manual (Gedacke 16') verzichtet werden. So wurde Platz gewonnen für bisher fehlende schwächere gemischte Stimmen (Zimbel 2fach, Terzian 2fach, Scharf 3fach, Mixtur 4fach), zwei- und einfüßige Register (Gemshorn 2’, Flöte 1’). Das Pedal erhielt statt der FIste s' einen für die Melodienführung besonders wichtigen Prinzipal 2’'. Einige Stimmen (Salizional 16', Vor angelica 4’) wurden stärker, andere (Flauto major I6'. Quinte s! und 22/,’ im ersten, Pikkolo 2’ im zweiten, Flöte 4' im dritten Rlavier) schwächer intoniert. Die Konstruktion der beiden achtfüßigen Ge- dackte im zweiten und dritten Manual ließ eine Abschwächung nicht zu, sie mußten daher neue Pfeifen erhalten. Lin Sockel der Pedaltürme der großen Orgel der Iakobikirche Rückpositiv der großen Orgel der Iakobikirche
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.