Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

54.3 if die Die Nachmittage boten wieder Gelegenheit zu Fraktur und. Antiqua. ihren. tiner ganzen Reihe von Ausflügen: nach Raßeburg, Urteile deutscher Künstler, Kunstgelehrter, Schriftsteller, leichen Mölln, der Holsteinischen Schweiz, Padelügge, Verleger und Drucker über die Erhaltung jungs: Schwartau, Waldhusen, Krummesse. der deutschen Schrift. ; lacht Besonders gern wurde wieder entgegengenommen, 30. daß wir die Gelegenheit, allerlei öffentliche Einrich- . Professor Dr. Hans Thoma, T tungen zu sehen, reichlich bieten können, und „ich Direktor der Großherzoglichen Kunsthalle Karlsruhe. fühle mich verpflichtet, den Dank für das freundliche Es würde mir unendlich leid tun, wenn diese schöne, Entgegenkommen der beteiligten Direktoren und ihrer gestaltungsvolle, markige Schrift dadurch, daß sie in Great Mitarbeiter an dieser Stelle weiterzugeben, der mir den Schulen nicht mehr in dem bisherigen Umfang [ugust vielfach ausgesprochen ist; vor allem haben die Lehrer gelehrt werden darf, so nach und nach dem deutschen unter- und Lehrerinnen in unsern höheren, Fach,, Volks. Holte entzogen wird. Der deutsche Sinn für Formen- durch und Mittelschulen überall die liebenswürdigste Auf- reichtum drückt sich in dieser Schrift aus: sie ist uf 59 nahme gefunden und manches Wort der Anerkennung vielgestaltig und entwicklungsfähig und man darf sie ' Per- über das Gesehene war mehr als die Höflichkeit des ine künstlerische Schrift nennen. + Ihre Erhaltung n, so gut Aufgenommenen. Auch mehrere Fabriken, wie darf uns nicht gleichgültig sein, wir würden mit ihrer lang, die Kochsche Werft, das Drägerwerk, die Maschinen- Preisgabe eine unserer guten Eigenheiten verlieren, Stadt bauanstalt, haben allen oder einzelnen Mitgliedern eine der Eigenheiten, die aus dem deutschen Wesen derum offengestanden. Der Fremdenverkehrsverein hat durch hervorgewachsen ist. ' vi Wenn wir Eigenheiten auf- auch dit rührige Tatigkeit bötr Herrn Dahms reichlich zu Heßoq Wollt 4o Haben u doch recht viele, die wir Schul- dem glücklichen Verlauf mancher Unternehmung bei- billig hergeben können, so z. B. die Selbstverleugnung, waren getragen. ö die wir so gern allem Fremden gegenüber uns auf- meben Von großem Wert, im Gegensat zu anderm erlegen. ~ Ein Ausländer, der sich ein wenig mehr n ver- Ferienkursen in Deutschland, war den Teilnehmern fùüx deutsches Wesen interesiert, wird sich gewiß auch ct Üutjte ju. 'Valgany sers “scei Vorjuitg: Ugtccos. “ü: cat“ ihr"rt "t, it, thi er; sie Emilia Galotti, Doktor Klaus und Halbes Strom Entwicklungsfähigkeit auch ihm etwas sagen von Unter- waren von Herrn Direktor Feldhusen ausdrücklich künstlerischer Gestaltungskraft und Formenfreude, die hernft [c: ten Kursus veranstaltet und dementsprechend im Deutschtum steckt. Es war mir immer erfreulich, Gtund z fz gemacht wurde das ganze Unternehmen biz die siutlthe Ss "rd Jurattat uz Kon- erst durch die Unterstütung unserer Oberschulbehörde, vollen Deutlichkeit einbüßt, ja daß sie geradezu heraus- sartha die die nötigen Räume zur Verfügung stellte, die. fordert, diese Deutlichkeit zu betonen. Deutlichkeit wurde; Teilnehmer bei der Eröffnung wie der Schluß- sollte wohl in allen Dingen eine der Deutschheit sad, in versammlung begrüßte und ihnen sonst manche Er. anhaftende Eigenschaft sein. edenen leichterung verschaffte. Erhalten wir dem Volke unsere deutlich deutsche P ezial Die Stimmung des Ganzen war auch in diesem Schrift — wir können daneben auch recht gut lateinisch ! über Jahre, nachdem die ersten Schwierigkeiten der Fremd- schreiben, wo wir es für gut halten. ~ Könnte man éhopt? heit überwunden waren, sehr behaglich und erfreuend; nicht, wie es früher auch geschehen ist, für die An- bende fn gut Teil davon war dem Umstand zu danken, fänger in der Shylr, um sie richt zu de Shrif zu ide in P? zt; Hrtlti rs. uk. sret s u tr z ru 1r rr tectihc ssi < ;e Ein war. Der Rest des Dankes gebührt dem großen sie es einmal brauchen, ihnen sehr leicht fallen, auch wgreti Interesse der zahlreichen Damen und Herren unserer die Lateinschrift lesen und schreiben zu lernen. / legte Stadt, die durch Aufnahme von Pensionären, durch Sollen wir jett vielleicht der Bequemlichkeit der aller Teilnahme an den Veranstaltungen, durch Vorträge Ausländer wegen unsere eigene Schrift aufgeben ? ar; bit dabei mitgearbeitet haben, und endlieh, ~ dem Nun, da wird man wohl auch bald verlangen, daß t! "ut aufnahmebereiten und zufriedenen Gemüt unserer wir, weil es dem Ausländer bequemer ist, unsere Syden Gäste. deutsche Sprache aufgeben. Verfremdwortet ist ssie es ! Dr. Schwarz. wahrhaftig schon genug. lt trag ; h HE . Jedenfalls werde ich die deutsche Schrift verteidigen fr helfen soviel und wo ich kann..
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