Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

539 di Beibehaltung der schönen Fassade erwachsen ist und höheren Lehrerinnenseminar die neue Organisation hte noch erwachsen werde. Vielleicht würde in den Ver- erhalten hat, die Gleichstellung der Anstalt mit den “tek handlungen auch manch ein Streiflicht fallen auf hiesigen Gymnasien beschlossen. Das war not- un) bisher unerörterte Fragen, z. B. auf die, ob die An- wendig, weil man der preußischen Regierung doch „des uahme derer berechtigt ist, welche glauben, daß unmöglich zumuten kann, daß sie eine Lehranstalt über schon jezt in einzelnen Fällen m E gleichberechtigt mit ihren Vollansstalten anerkennt, em der allgemeinen Wertschäßung und der Trauer um die in Lübeck selbst nur den Nichtvollanstalten gleich: ider, den Verlust eines Hauses, wie des am Kohlmarktt steht. Es war aber auch gerecht, weil eine Anstalt tpas gelegenen, Kapital zu schlagen. So manches, wess mit 14 aufsteigenden Klassen, die die Ernestinen: ettur jezt über Einzelheiten des Gesezes nur theoretisch schule von Ostern 1912 an haben wird, doch den nicht erörtert werden muß, würde dann in der Praxis Vollanstalten für Knaben mit 12 aufsteigenden die ausprobiert werden können. Klassen sicherlich gleichwertig ist, zumal sachliche twas Aber unser Wunsch geht nicht so weit. Wenn Gründe oder Hinweise auf Vorgänge in anderen ichste nur der Giebel wie auch immer erhalten wird, sind Staaten nicht dagegen geltend gemacht werden ndes wir zufrieden. Aber er muß auch erhalten werden. können. 873. Um so schwerer ist es zu verstehen, daß der zefes — Bürgerausschuß sich dagegen ablehnend verhalten hat. rsten Die Direktorstelle der Ernestinenschule. s qt; die Hürgezteft ts ek brajelben Stand; oget in Deutschland sein, der die doch wohl unentbehr- aur Die Bürgerschaft wird sich Montag u. a. mit einem liche Anerkennung seiner Prüfungszeugnisse in vor Senatsantrag zu beschäftigen haben, der die Gleich. Deutschland verlangt, ohne die von Preußen als un- gt. stellung des Direktors der Ernestinenschule mit denen erläßlich hingestellten Vorbedingungen zu erfüllen. Ent- der beiden Gymnasien unserer Stadt herbeiführen Die sicheren Grundlagen, die die Ernestinenschule ! bei will. Sollte der Antrag angenommen werden, so ihren Schülerinnen für eine Lebensstellung gewähren zweck- würde das nichts Geringeres bedeuten als die völlige oll, wären dann nicht zu gewinnen, der Zweck der dener Gleichstellung unserer höheren Mädchenschule mit dem Schule wäre in vieler Hinsicht verfehlt. ganz Katharineum uud dem Johanneum – etwas nicht Aber auch der Direktor würde sofort in eine viesen nur höchst Wünschenswertes. sondern geradezu Not- schiefe Stellung geraten, und ist er ein Mann, der nicht wendiges. etwas auf sich und seine Sache hält ~ und einen nsten Durch den Erlaß vom 15. August 1908 hat der solchen wünschen wir uns selbstverständlich -, muß künst König von Preußen bestimmt, daß sämtliche Mäd- er trotz aller Hindernisse über kurz oder lang mit Fei! Henschulen, die mit weiterführenden Bildungsgängen, allen Kräften nach der Gleichstellung streben. Täte ; sind, also mit höheren Lehrerinnenseminaren, Frauen. er es nicht, so spräche das gewiß nicht für seine munen, schulen oder Studienanstalten verbunden sind, den Persönlichkeit und für seine Fähigkeit, eine solche greift Vollanstalten für Knaben ganz gleichgestellt werden A nstalt zu leiten. aber sollen. Bei den staatlichen Anstalten dieser Art Die Ernestinenschule hat sich in der kurzen Zeit einen war das schon vorher der Fall. Durch den Erlaß ihres Bestehens als Staatsanstalt in der jchönsten der ist die Gleichstellung auch auf die städtischen Anstalen dHWeise entwickelt. Es wäre eine gewaltsame Hem- seiner ausgedehnt worden. In sämtlichen preußischen nung dieser Entwicklung, wenn man dem Direktor Ver- Städten haben also die Oberlehrer und Direktorn und damit der ganzen Schule die Gleichstellung s der der genannten Schulen dieselben Gehälter und die- versagte. Angesichts der gewichtigen sachlichen und, zflicht selbe Rangstellung wie die Oberlehrer und Direktoren wie oben ausgeführt, auch der gewichtigen persön- d q Ml'uücio hett Satte k ROL that Vusiuttvct v KMB Ez nung der Dinge übrigens schon lange bestanden. können, darf man aber gewiß hoffen, daß die 1g der Nunmehr sind alle Staaten, die ihre Anstalten, HBürgerschaft trotz der Ablehnung im Bürgerausschuß tission um die Anerkennung in Preußen, insbesondere die dem Senatsantrag beitreten wird. Damit würde ischen, Gültigkeit der Abgangszeugnisse, zu gewährleisten, dann in Lübeck eine Einrichtung zum Gesetz, die Para- nach den preußischen Lehrplänen umgewandelt haben, üilberall selbstverständlich ist, und zu der sich bei- käme. auch in bezug auf die Gleichstellung der preußischen spielsweise unsere Nachbarstädte Hamburg, Altona, je aùf Regierung gefolgt. Kiel, Neumünster, Lüneburg, Schwerin u. a. ohne pitr "t ~ Auch die lübeckische Oberschulbehörde und der weiteres längst entschlossen haben. 1067. : tie Senat haben, nachdem die Ernestinenschule mit dem t
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