Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

s h –~ Verhandl. d. Bürgerschaft am 23. Oktbr. 1911. für den kommenden Winter gerechnet werden SGSenates und der Bürgerschaft geprüft werden muß. Es ist deshalb notwendig, daß wir mit den möge. é grundsätlichen Forderungen, die wir an die Nun werden Sie einwenden können, die Reichsregierung zu stellen haben, etwas anders Annahme des Antrages habe keinen Wert mehr, verbinden, die Frage, inwieweit für Lübeck nachdem bereits am letten Mittwoch im Bürger- baldmöglichst für Abhilfe gesorgt werden kann. ausschuß der Antrag von Herrn A. Pape an- Deshalb haben wir denselben Weg beschritten, genommen worden ist, durch den der Senat er- der auch in andern Städten und Staaten schon sucht wurde, beim Bundesrat dafür einzutreten, beschritten worden ist, den Weg, daß man diese daß alsbald wirkkame Maßnahmen zur Linderung Frage einmal durch eine Kommission prüft. der bereits eingetretenen und sicher noch stei- Nun will ich darauf hinweisen, daß in einer genden Lebensmittelteuerung ergriffen werden ganzen Reihe deutscher Mittelstädte, Großstästte und zweitens nötigenfalls selber solche Maß- und kleiner Städte dieser Frage bereits näher- nahmen zu ergreifen. Soweit ich informiert bin, getreten ist. Die Zahl dieser Städte ist bereits ist diesem Ersuchen, wenn auch nicht einstimmig, derartig groß, daß ich nicht mehr versucht habe, so doch mit Mehrheit zugestimmt worden. Man alle einzelnen zu notieren. Ich habe dabei hat im Bürgerausschuß auch die Notwendigkeit angefangen, habe aber bald damit aufgehört, erkannt, daß irgendwelche Schritte unternommen weil es zu viele wurden. Das beweist mir, daß werden müßten. Ich meine, da dürfte es zweck- man die Situation richtig erkannt hat, und daß wmiäßig und ratsam sein, wenn der Weg, der be- man dort gewillt, ja gezwungen ist, nur der Not schritten werden soll, vorgezeichnet wird. Das gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, in dieem geschieht aber durch den Antrag des Herrn A. Sinne zu wirken. Man hat in einer Reihe von Pape nicht. Herr Pape spricht nur von wirk- Gemeinden Kartoffeln in großen Mengen einn samen Maßnahmen. Man kann darüber sehr gekauft, die man dann zum Selbstkostenpreise geteilter Meinung sein, und es kommt hier auf iwieder abgegeben hat. Der Staat soll in diesem die Auffassung an. Unter Umständen wird ein Falle Unkosten nicht haben. Wenn große Quane- qgagjgrarisch Gesinnter sagen, wirkkame Maßnahmen titäten Kartoffeln gekauft werden, wird die seien die, daß man für eine Ermäßigung der Fracht dazugeschlagen, und die Ware dann zum Frachtsätze für bestimmte Sachen eintrete. Das Selbstkostenpreise abgegeben werden müssen. ist ein Mittel zum Zwecke, aber das allein ist Es handelt sich also dabei lediglich um den Ver- nicht ausreichend. Aus dem Grunde glaubten treibungsmodus, denn der Preis der Kartoffeln wir, troßdem der Antrag von Herrn A. Pape ist leicht festzuseszen. Verdienen soll der Staat im Buürgerausschuß angenommen wurde, daß nichts. Ich bin überzeugt, daß die Kartoffeln ces notwendig ist, die Bürgerschaft in der von dann zu einem billigeren Preise werden abs uns beantragten Form zu einer Stellungnahme § fr ührtch lchttie Sagte feriefr vüt ltc Oh to Lit auf das Gemüse und die Beschaffung billgen nmit dazu beiträgt, daß nach dieser Richtung Fleisches. Soweit das letttere in Frage kommt, etwas unternommen wird; damit getan wird, haben in einzelnen Städten die Schlachter und was in unserm Staatswesen irgendwie getan Fleischer sich zusammengetan und gesagt, unter werden konnte, so daß wir nicht müßig und un- diesen Umständen können und wollen wir nicht tätig gewesen sind. Ich bitte Sie, in diesem zugeben, daß man schließlich unser Gewerbe Sinne unserm Antrage zuzustimmen. Jch bitte chädigt, wir sind bereit, nach dieser Richtung Sie ferner, dabei zu bedenken, daß es sich Lt t'ttzucirteen Torecth hi ht dss trat" bit truck ttt etjett fit tts Fleisch zum Selbstkostenpreise Ü zr §abel Das die schwer genug zu ringen und zu kämpfen ist in mehreren Städten bereits geschehen, und haben. Diesen Kampf ums tägliche Dasein ich würde mich freuen, wenn unsere Anregung sollten wir ihnen erleichtern, mindestens soll- mit dazu beitragen würde, daß auch die hiesigen ten wir dafür sorgen, daß ihnen der Schlachtermeister einen ähnlichen Weg gehen Kampf nicht dadurch erschwert wird, daß wir würden. Wir können uns aber auf die Privat- untätig zusehen, wie alles teurer wird, indem initiative nicht verlassen, und aus dem Grunde daß ungererseits nichts geschieht. Ich bitte haben wir den Antrag gestellt, daß die Sache Sie, meinem Antrage miùdglichst einstimmig von einer gemeinssamen Kommission des zuzustimmen. (Bravo.) IJ:
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