Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

FF Verhandl. d. Bürgerschaft am 8. Mai 1911. Sie di Abgaben gerecht verteilen. Ich befinde Antrag aussprechen, damit alle ungeklärten mich sonst vollständig im Einverständnis mit dem Fragen geprüft werden können. Finanzdepartement, auch hinsichtlich des Preises. Nun komme ich zu dem Verkauf an Karstadt. Hier aber bin ich nach reiflichen Erwägungen hHier kann ich mich kurz fassen. Das Finanz- zu der Überzeugung gekommen, daß die Straßen- departement hat den Platz mit 1000 M pro qm, bauabgaben nicht gerecht verteilt sind. Diese insgesamt mit 185 000 . berechnet. Dos ist Abgabe kann und darf nicht nur nach der F r o n t kein hoher Preis. Vor 10 bis 12 Jahren hat berechnet werden, auch die Ti e f e muß dabei der Goldschmied Berner für sein Haus von in Berechnung gezogen werden. Es sind dort ungefähr 240 qm 230 000 > von Herrn Karstadt kleine Häuser, die 5 m Front und 6 m Tiefe bekommen. Also damals haben die Herren haben, also zusammen 30 qm umfassen. Diese schon einen Preis von zirka 1000 . für das qm sollen 7500 . Abgaben zahlen. Es sind weiter bezahlt, für einen Plat, der für sie doch auch Häuser da, die 5 m Front und 12 bis 19 m nur Bauland war. Ich muß deshalb ssagen, Tiefe haben, und die sollen auch nur 7500 M daß der Preis, der in Ziffer 2 des S e n a t 5- zahlen. Das ist doch keine Frage, daß das antrages gefordert wird, für mich undiskutierbar Haus, das noch einmal so viel Benutzungs- ist. Ich kann auch nicht dem Vorsschlage des Z fähigkeit hat, dadurch viel wertvoller wird als Bürgerausschusses zustimmen, 250 000 s6 zu ', ein kleines Haus mit nur 30 qm Inhalt. Ich fordern. Ich sehe gar keinen Grund ein, ein Ul will hier auch einen ganz konkreten Fall an- Gegenangebot zu machen, sondern ich warte ab, t führen. Es handelt sich um den Plaz von ob die Firma Karstadt wiederkommt. Kommt ! Kittner. Sein Haus ist mit 17,7 m im Schrangen sie nicht, um so besser. Ich würde für jeden, Er gelegen und hat 5 bis 6 m Tiefe vom Schrangen wer auch darauf handelt, es als ein besonderes i! aus nach der Breiten Straße. Es ist ungefähr Entgegenkommen des Staates auffassen, wenn te 100 qm groß. Sie können in dieses Haus einen er an demschönsten, wertvollsten Platze der Stadt te Laden von ungefähr 80 qm hineinlegen. Das überhaupt Terrain abgibt. Kommt Karstadt - Grundstück muß nun sage und schreibe 35 000 j mit einem Gebot, werde ich mir die Sache 18 Straßenbauabgaben zahlen, dagegen legen wir ruhig und vorurteilslos überlegen und sie wohl- n, dem Grundstücke von Karstadt nur 70 000 . auf, wollend prüfen. Ich stehe in dieser Beziehung 15 obgleich es 10 Fenster nach der Seite bauen vollständig auf dem Standpunkt des Herrn in kann, obgleich es mit einer ganzen langen Dr. Gört, daß das keine Rolle spielen kann und [s Fläche dort an einer breiten lebhaften Straße darf, daß es sich hier um ein Warenhaus handelt. m zu liegen kommt, wo früher für ihn nur minder- Die Bürger der Stadt sollen alle gleichberechtigt r- wertiges Hinterland war. Und außerdem vier behandelt werden; was ich ausgeführt habe, gilt to Etagen hoch nur Läden! Das kleine Kittner. für jeden Käufer, ganz gleich, ob er nun Kar- en sche Grundstück wird mit 35 000 . belastet, daes stadt oder Hinz oder Kunz heißt; kommt Karstadt ür große Grundstück von Karstadt nur mit 70 000 jk. nicht wieder, so würde ich der Sache nicht nur m Ist der Wertzuwachs des letzteren richtig abge- keine Träne nachweinen, sondern mir würde es er golten im Verhältnis zum ersten? Entweder sogar sehr angenehm sein. Denn ich wiederhole, ie wird Kittner kolossal benachteiligt oder Karsstantt daß das Spritzenhaus meines Erachtens doch ir erheblich bevorzugt. Es muß unter allen Um- einmal in nicht zu ferner Zeit fällt, und es wird h, ständen die Frage geprüft werden, ob die uns dann nicht teurer werden als wenn wir :) Straßenbauabgabe so, wie sie uns hier vor- jetßt diese 185 qm verkaufen. Darum bitte ich as geschlagen ist, richtig und gerecht verteilt i. die Herren Kunstfreunde, deren Standpuntkt ich aß Wenn man dazu übergeht und einem so kleinen übrigens voll teile, nur keine Angst zu haben. ur Hause wie dem von Kittner 35 000 . Abgabe (Bravo.) Ö en auferlegt, dann müßte, wenn man nur den Senator Dr. St o o ) s: Jch muß leider ne gegenseitigen Vorteil abwägt, Karstadt minde- sagen, daß ich die Ausführungen von Herrn ig stens 350 000 J zahlen. Und wenn Sie nur HBuchwald nicht in allen Teilen verstehen konnte, z die Hälfte auferlegen, 180 000 .16, könnten Sie vor allem die finanziellen Darlegungen nicht. heute das Spritzenhaus schon herunterreizen Herr Buchwald hat immer nur mit dem Preise ohne Mehrkosten. Ich habe gehört, daß noch von 185 000 „A gerechnet und dem Zinsertrag & ein Antrag auf Kommissionsberatung gesteltt dieser Summe die Einnahme aus dem Spritzen- us werden soll. Ich könnte mich nur für diesen haus entgegengestellt. Die Sache muß aber nn 503
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