Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

500 Staat kaum einen Wert, denn er kann es selb- Vom Standpunkte des Staates könnte ich mich ständig nicht verwerten; es hat aber einen großen nur freuen, wenn die Ansicht des Herrn Dr. Wert für den Käufer, der es jezt bekommen soll,. Görtz zuträfe. Aber ich habe, wie gesagt, die für den einzigen, der es brauchen kann, und inso- ernste Besorgnis, daß damit die Sache fällt, und fern muß ein Ausgleich gefunden werden. Nun das würde ich mit Herrn Dr. Gört sehr beklagen. ist vom Finanzdepartement hervorgehoben, daß Wenn Karstadt erst in der jetzigen Bauflucht- als angemessener Preis nur 185 000 . u n d linie neu gebaut haben wird, und er will bauen, die Straßenbauabgabe zu betrachten seien. Die davon bin ich überzeugt, er könnte es höchstens Abgabe ist vom Finanzdepartement, und dem bis zum Oktober 1912, wo das Spritzenhaus ist der Senat beigetreten, so bemessen, daß sie frei wird, verschieben, dann wird nach meiner sich für die Front von 44 m auf 76 000 . be- Überzeugung auf absehbare Zeit ein Neubau rechnet. Es kommt also bei dem Vorschlag des von Karstadt auf der Schrangenseite nicht wieder Finanzdepartements ein Gesamtpreis von in Frage kommen. Wenn erst die neue Fassade 261 000 . heraus, gegenüber den 185 000 . aufgeführt und die innere Raumeinteilung nach der Senatsvorlage, zu welcher Summe dann dem Maße der zur Verfügung stehenden Grund- noch die 6000 M für die Abfindung von Nöhring fläche geschaffen ist, würde es ein kaum zu be- als Mieter des Spritzenhauses hinzutreten. Nun zahlendes Opfer bedeuten, das die Firma der habe ich gleichfalls bereits im Bürgerausschuß Sache zu bringen hätte, wenn sie später einen ausgeführt, daß, vom Standpunkt der Firma 4 m breiten Streifen vor das fertige neue Karstadt aus betrachtet, ihr der Erwerb der Warenhaus vorlegen wollte. Das halte ich für 185 qm auch nach der Vorlage des Senates wirtschaftlich undurchführbar, und darum bin ungefähr ebensoviel kostet wie der Betrag, den ich der festen Ansicht, daß, wenn die Sache jett das Finanzdepartement fordert. Karstadt hat nicht zustande kommt, wir keine Aussicht haben, nämlich behauptet, und ich habe das durch den diese häßlichen Verhältnisse bei dem Schrangen Baudirektor nachprüfen lassen, der das bestätigt zu beseitigen, den schönen Blick auf den herr- hat, daß er, wenn er diesen Streifen Land err lichen Chor der Marientirche freizulegen und wirbt, ein Treppenhaus und eine Warenaufzugs- eine großartige neue Straßenanlage zu schaffen, anlage sowie eine Reihe von Toiletteeinrihh- die uns unter anderm auch vielen Fremden- tungen niederreißsen muß, die stehen bleiben verkehr zuführen würde. ] ö p können, wenn das Warenhaus in der vor- Und nun gestatten Sie mir noch ein lettes handenen Baufluchtlinie erweitert würde. Die Wort zu der Frage der Abgabe. Ob die Firma Kosten dieser Baulichkeiten haben überschläglich Karstadt die Straßenbauabgabe in den Kauf- berechnet 76 000 . betragen, wovon nur für dpreis einrechnet oder getrennt davon bezahlt, 6000 . für den Neubau wieder verwendbar dwvird ihr an sich gleichgültig sein. Für sie ist Geld sind. Vom Standpunkte der Firma Karstadt Geld. Aber die Firma hat Wert darauf gelegt, aus kostet sie der Erwerb der 185 qm also außer die Abgabe in den Preis hineingerechnet zu sehen, den 185 000 . noch 70 000 M für verloren- weil sie sicher sein wollte, daß sie nicht später gehende Bauwerte und 6000 .1 Entschädigung noch mehr zu zahlen habe als die Summe, die an Nöhring. Das macht zusammen einen Betrag, sie anbot. Es mag ja jeder die Summe für sich der fast genau dem entspricht, den Karstadht zerlegen und z. B. sagen, Karstadt hat in den nach dem Beschlusse des Finanzdepartements 185 000 .16 eine Abgabe von 76 000 .16 zu zahlen, bezahlen müßte. Ich bezweifle, ob das Finanzz so daß noch 109 000 . als reiner Kaufpreis departement Kenntnis von dieser Tatsache ge- übrig bleiben. Diejenigen Herren, die eine habt hat. Karstadt würde nach dem Beschlusse candere Abgabe für angemessen halten, werden des Bürgerausschusses sich den Erwerb der dann anders rechnen und dann zu einem anderen 185 qm kosten lassen müssen: 250 000 . und Kaufpreis gelangen. Karstadt will eben eine 6000 . und 70 000 M gleich 326 000 Mk. Ich be- bestimmte Summe zahlen, aber nicht mehr als fürchte, daß die Firma Karstadt das nicht bezahlen diese. Auch mir war die Zusammenlegung und wird. Jn ihr Herz hineinsehen kann ich aller. die dadurch bedingte Befreiung Karstadts von dings nicht. Daß die Firma nicht jezt ihre der Abgabe nicht. sympathisch. Man hätte sonst Offerte nochmals erhöht hat, verstehe ich auch; schon, um dem Bedenken der Firma Karstadt das hätte ich, wenn ich Karstadt wäre, auch nicht. Rechnung zu tragen, sagen müssen, die Firma getan. Aber damit ist natürlich nicht gesagtÊ, zahlt die geseßliche Abgabe, aber nicht mehr als daß er es nicht doch noch akzeptieren wird. soundso viel. Ich glaube nicht, daß, wie Herr
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