Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

2:9 Verhandl. d. Bürgerschaft am 8. Mai 1911. auch Herr Schöss mit, daß er sich der Abstimmung wäre, was Herr Dr. Görtz meint, das kann er enthalten werde. heute nicht mit mehr Recht behaupten als ich Senator Dr. St o o s s: Herr Dr. Görtz hat bezweifeln. Keiner von uns kann den Beweis es, nachdem er seine Ausführungen über die für die Richtigkeit seiner Behauptung führen. Frage der formellen Behandlung beendet hatte, Dann hat Herr Dr. Görtz den angebotenen für richtig gehalten, auszuführen, daß die Bau- %Plreis beanstandet. Der Preis für den Grund deputation nicht die richtige Behörde für die und Boden spielt bei der ganzen Sache nicht Führung der Verhandlung gewesen sei. (Sehr die Rolle wie der Mehrwert, den das Warenhaus richtig.) Ich höre ein Sehr richtig. Ich bin ganz dadurch erlangt, daß es künftig an der neuen andrer Meinung. (Sehr richtig. Heiterkeit.) Straße liegt. Die Fläche von 185 qm ist zu der Wenn das Finanzdepartement die Verhand- Gesamtfläche des Warenhauses nur klein. Haupt- lungen geführt und die Forderung, die es als sächlich handelt es sich um die 4 m Front an der Mindestbetrag bezeichnet hat, gestellt hätte, Breiten Straße, die ein normales Schaufenster würde Sie diese Vorlage jetzt überhaupt nicht gabgibt, und im übrigen um die bessere Lage. beschäftigen. Denn ich bin nach dem ganzen Das ist gewiß ein sehr großer Vorteil, aber Verlauf der Verhandlungen mit Karstadt über- keiner, zu dessen Beurteilung das Finanzdepar- zeugt, daß dabei mit der erstverhandelnden tement sachkundiger ist als andere Behörden. Instanz eine auch nur annähernd gleiche Summe Jun der Baudeputation siten doch auch eine ganze iwie die vom Finanzdepartement verlangte nicht Reihe von erfahrenen Männern, die Sachkunde zu erreichen gewesen wäre. Ich habe seinerzeit auch in dieser Frage für sich in Anspruch nehmen bereits in der Baudeputation ausgeführt, daß können, nicht weniger als die Herren Deputierten ich die Summe, die angeboten sei, nicht für so des Finanzdepartements. hoch hielte, daß nicht noch bei den Verhand- Nun hat Herr Dr. Görtz weiter gesagt, es lungen in den weiteren Instanzen eine Erhbhhung gebe in der Breiten Straße eine Reihe von zu erwarten sei; wie es dann ja auch tatsächlich Kaufleuten, die 2000 . und mehr für das gekommen ist. Ich bin überzeugt, daß, wenn Quadratmeter bezahlt hätten. Herr Dr. Görtz das Finanzdepartement verhandelt hätte, diese hat Beispiele nicht genannt, und ich weiß auch Behörde eine höhere Offerte nicht bekommen keine solche. Vor einigen Tagen erschien im und daß sie bei ihrer Auffassung von der Sache General-Anzeiger eine große Annonce, in der die Angelegenheit hingelegt hätte. Und es hätte gYJahlen von Quadratmeterpreisengenannt waren. der Sache doch gewiß nicht zum Nuten gereicht, Summen von 2000 . und darüber befanden wenn so verfahren worden wäre. Übrigens qsich aber nicht darunter. Die Zahlen, die dort läßt sich die Zuständigkeit der Baudeputation angegeben waren, habe ich nachprüfen lassen. sehr leicht auch daraus herleiten, daß es sJich bei Gezahlt sind für das Haus Breite Straße 75 dem Verkauf um Straßenland handelt, das im 1084 6 für das. qm, für das von der Firma Grundbuch auf den Namen der Baudeputation Pagels in der Hüxsstraße gekaufte Haus Nr. 6 geschrieben steht. Und wer sollte denn die Sache 852 .. Für das Haus von Rosin in der Breiten straßenbautechnisch bearbeiten? Doch die Bau- Straße Nr. 23 sind 1240 ( gezahlt. Für das deputation. Sind denn die Zuständigkeiten bei Grundstück von Nöhring Breite Straße Nr. 61 uns überhaupt so eng umrissen? Hat das sollen etwas über 1200 JX für das qm gezahlt Finanzdepartement sich niemals über technische worden sein. Dabei handelt es sich aber überall Fragen gutachtlich ausgesprochen? Wie oft um bebaute Grundstücke, hier dagegen um eine finden wir in Vorlagen des Senats, die auf nackte Fläche. (Zuruf: Die Gebäude werden Anträgen der Baudeputation beruhen und die abgebrochen. ) Das ist ganz gleich; dem Ver- das Finanzdepartement begutachtet hat, Aus- täufer müssen sie doch bezahlt werden. Bezüglich führungen des Inhalts, daß das von der Bau- des Grundstückes von Nöhring wurde schon im deputation Vorgeschlagene technisch nicht zu Bürgerausschuß dargelegt, daß er die Konjunktur empfehlen sei. Wäre es nun richtig, wenn eben ausnutze und darum einen so verhältnis- dann die Baudeputation sagen wollte, das ginge mäßig großen Preis erhalte. Die Zahlen, die das Finanzdepartement nichts an? Doch ganz in dieser Beziehung angeführt sind, sind also gewiß nicht. Herr Dr. Görtz meint, offenbar gzum Vergleich nicht geeignet. Ebensowenig kann als Mitglied des Finanzdepartements, das man sagen, daß das Land, das wir verkaufen Finanzdepartement hätte die Sache besser wollen, einen bestimmten Wert habe. Das machen können. Ob aber dann das eingetreten jett zu verkaufende Land hat an sich für den B
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.