Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

139 — ö erhandl. d. Bürgerjchaft am 28. März 1911. t ure. .lquren leer uh gt.heturu losen tunen tehuri: icvt geiuntere vielleicht die Bilder von der Besichtigung aus- Verordnung mußte, nachdem sie zunächst im geschlossen, die etwa nur Anstoß erregen könnten, vorigen Herbste erlassen war, zu Anfang dieses weil sie sich auf Vorgänge beziehen, die der Jahres eine Verschärfung erfahren, weil sich Polizei nicht passen? Mir ist darüber nichts gezeigt hatte, daß mit den bisherigen Bestim- Genaues bekannt, und ich möchte deshalb um mungen nicht auszukommen war. Ich gebe zu, Auskunsst darüber bitten, wie die Zensur aus- daß die Bestimmung, daß auch Jugendvor- tt liga zicht e vie Urs pe te hiristn gon sugerstset uur u Featttuuh Zensur solcher Sachen, und es wäre richtiger, ersten Blick etwas Befremdendes hat. JIch wenn sie von der Oberschulbehörde ausgeübt >erinnere Sie aber daran, daß das Bedenkliche würde. Die Oberschulbehörde wird es meines der Kinematographen nicht allein in der Art Erachtens weit besser beurteilen können, was und dem Gegenstande der Vorführungen liegt, für die Kinder geeignet und was nicht geeignet sondern in der eigenartigen Situation, daß man ist. Aus der ganzen Verordnung und aus der sich auf lange Zeit in einem verdunkelten Anwendung derselben habe ich herausgehört, Raume befindet. Ich brauche das nicht weiter als wenn man überhaupt darauf und daran auszuführen, aber es sind leider hier wie aus- geht, den Kinos das Genick umzudrehen. Das dwüärts recht schlimme Erfahrungen gemacht würde ich in mancher Richtung bedauern. Ich ivorden, die zu besonderer Vorsicht mahnen. bin durchaus nicht der Ansicht, daß das, was in HWas die Zensur anlangt, so wird sie vom Polizei- den Kinos im allgemeinen geboten wird, gerade damte ausgeübt. Ich weiß nicht, von wem es etwas Künstlerisches ist, und das es wünschens- sonst geschehen sollte. Die Oberschulbehörde wert wäre, wenn recht viele Leute sich die würde mangels geeigneter ihr für diesen Zweck Bilder ansähen; aber ich glaube, daß die Kinos zur Verfügung stehender Organe gar nicht doch eine Zukunft haben, und daß sie wohl imstande sein, die Zensur durchzuführen. Die dazu dienen können, dem Volk manches auf gzZensur wird nicht von Schutleuten ausgeübt, dem Gebiete der Natur und der Kultur zu zeigen. sondern von höheren Beamten, die eine größere Wenn nur das von der Zensur von der Vor- Erfahrung haben. Da ich mir aber von vorn- Führung ausgeschlossen werden soll, was wirklich herein sagte, daß es bei der Ausübung der jeschmacklos ist, so würde ich mit ihr einver- Zensur seine Bedenken habe, lediglich auf das tanden sein können. Aber wenn ich mir diese Urteil eines einzelnen Beamten seine Ent- Verordnung ansehe, so finde ich, daß sie etwas scheidung zu gründen, so habe ich mich an den chikanös ist. Jch möchte nicht, daß die Kine- hier seit einigen Jahren bestehenden Ausschuß inatographenbesißer in ihrer Existenz dadurch zur Bekämpfung des Schmutzes in Wort und jeschädigt werden, weil vielleicht der Geschmack Bild gewandt, an eine Kommission also, der des Polizeiamtes nicht mit dem Geschma>é namentlich eine Anzahl von Lehrern, Ober- andrer Leute übereinstimmt. lehrern wie Volksschullehrern, angehören. „Ich Eorhuhrer Dim pt ot: Sie viren der Pluto" ute bie “i Liner Erhvchsikh: Polizeibehörde nicht vorwerfen, daß sie schikanöse digen finden würde, die das Polizeiamt auf Verordnungen erläßt. diesem Gebiete beraten könnten. Ich habe zu Senator Dr. N e u m a n n: Die Verordnung meiner Freude bei diesen Herren ein so großes iber die Kinematographentheater schließt sich dInteresse und solches Entgegenkommen ge- im wesentlichen an ähnliche Verordnungen an, funden, daß sich in den ersten Monaten, wo es vie sie in ganz Preußen und in andern Bundes- hauptsächlich darauf ankam, gewisse grund- taaten erlassen sind und zweifellos einem legende Erfahrungen zu sammeln und dadurch »ringenden Bedürfnis entsprechen. Wenn die gewissermaßen den Boden für ein ständige Herren sich an die Zustände vor Erlaß unsere Praxis zu gewinnen, zu der mühevollen und Verordnung erinnern wollen, so werden sie auch wegen der Tageszeit der Probevorsstellungen ugeben, daß durch die Verordnung die gröbsten oft unbequemen Arbeit immer mehrere dieser ’Ausschreitungen auf diesem Gebiete beseitigt Herren als sachverständige Berater der Polizei- der wenigstens gemildert sind (sehr richtig), behörde eingefunden haben. So wird die Zensur
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