Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

. > dieser langen Zeit zweifellos sehr wesentlich müßten unsere Anlage so bauen, daß sie nachher t zugunsten der Vorlage geändert. Das, was man schrittweise erweitert werden kann. Das Projekt ( sonst gegen die Vorlage einwenden konnte, daß des Architekten Meyer aus Gießen bietet uns ; man nämlich sagte, eine solche Verbesserung des in der Beziehung die allerbesten Fingerzeige. ' Badewessens sei wohl eine Ännehmlichkeit, aber Es ist von vornherein so angelegt, daß jeder keine Notwendigkeit für unser Gemeinwesen, einzelne Teil der ganzen Einrichtungen für sich kann jetßt nicht mehr als richtig angesehen gebaut werden kann und dann nacheinander die werden. Es ist inzwischen durch das Vorgehen andern Sachen eingefügt werden können. Wie einer großen Anzahl von anderen Gemeinde- das gemacht wird, wollen iwwir dem Senate verwaltungen nachgewiesen worden, daß gerade überlassen, der uns ja dann mit einer neuen die Pflege dieses Zweiges unserer Kultur doch Vorlage entgegentreten kann, die wir dann zu als eine Notwendigkeit angesehen werden muß, prüfen haben. der sich ein Gemeinwesen auf die Dauer nicht Ich möchte nun noch ein paar Worte zu der entziehen kann. Nun liegen hier heute zwei Rentabilität sagen. Die Rentabilitätsberechnung, Eingaben vor, die im wesentlichen dasselbe die bisher aufgestellt worden ist, war der Punkt, wollen, aber sich dadurch unterscheiden, daß von der bei der einzigen Beratung in der Bürger- seiten der Sportvereine, um die Kreise unter schafst die meisten Bedenken erregte. Es wurde diesem Namen zusammenzufassen, an den Senat damals von Herrn Kommerzienrat Scharff der das Ersuchen gerichtet wird, der Bürgerschafst Sat; aufgestellt, daß man das Badebedürfnis eine Vorlage entgegenzubringen, durch die, einer Stadt damit zahlenmäßig ausdrücken könne, wenn es nicht anders geht, wenigstens eine daß man die Zahl der Einwohner mit drei multi- Schwimmhalle geschaffen wird; gleichzeitig wird pliziere. Bei 100 000 Einwohnern kommen wir darum gebeten, von allen andern Sachen vor. dadurch zu 300 000 Bädern. Die Richtigkeit läufig Abstand nehmen zu wollen. Eine solche dieser Zahl wurde damals in der Bürgerschaft Eingabe dieser Vereine ist sehr wohl zu verstehen. lebhaft bekämpft. Es hat sich aber im Laufe der Es ist keine Frage, daß das Schwimmen von Zeit durch statisstische Untersuchungen an anderen allen Formen des Badens zweifellos die am Orten herausgestellt, daß diese Zahl durchaus meisten erstrebenswerte ist. Aber auf der andern richtig gegriffen ist. Man konnte zu der Zeit in Seite geht aus den Arbeiten der verschiedensten Lübeck kaum glauben, daß eine so große Frequenz Kommissionen und Körperschaften, die sich mit zu erzielen sein würde. Man hat aber auch der Angelegenheit bisher beschäftigt haben, nicht geglaubt, als wir damals unsere unge- zweifellos hervor, daß nur durch die Verbindung nügenden Flußbadeeinrichtungen durch die einer solchen Schwimmhalle mit andern Bade- Badeanstalten im Krähenteich und am Falken- formen eine Rentabilität des Betriebes zu er. damm verbesserten, daß bei uns im Sommer eine zielen ist. Ohne diese Verbindung ist für uns o kolossale Badefrequenz zu erzielen sei. Der auf eine Rentabilität nicht zu rechnen. Ich vergangene Sommer war kein guter Bade- glaube deshalb, daß man das Ersuchen dieser. sommer, und troßdem ist die Zahl der Badenden Vereine nicht annehmen darf, sondern daß man auf eine halbe Million gestiegen. Das sind weitergehen muß. Man muß das Ersuchen an Zahlen, von denen man früher nicht geglaubt den Senat richten, der Bürgerschaft eine Vorlage hätte, daß sie je in die Erscheinung treten könnten. entgegenzubringen, in der unter Aufwendung Die Rentabilität ist weiter so berechnet, daß man geringerer Mittel als bisher ein ähnliches Projett die mit drei multiplizierte Einwohnerzahl wieder wie die früheren vorgeschlagen wird. Es hat sich mit 30 Pf. multiplizierte und so die mutmaß- im Laufe der Jahre herausgestellt, daß man liche Einnahme, die durch die Bäder erzielt eine derartige Anstalt unter Fortlassung alles werden könnte, feststellte. Dabei ist aber nicht Überflüssigen wesentlich billiger herstellen kann, zu vergessen, daß diese 30 Pf. nur dann als als bisher geplant ist. Es ging uns schon damals Durchschnittszahl anzusehen sind, wenn man vom Senatstisch eine Schrift über ein Bad zu, nicht allein eine Schwimmhalle hat, sondern das in Dessau unter Aufwendung von 250 000 auch die andern Badeformen einrichtet und die bis 300 000 .16 gebaut war; es handelte sich dot. Wannen- und Schwitzbäder usw. hinzurechnet. auch um eine Schwimmhalle mit allen Neben- Diese Bäder sind teurer, während die Schwimm- einrichtungen. Ich glaube, wir müßten dahin böäder erheblich billiger sind. Nur dadurch ist streben, etwas Ähnliches zu erreichen. _ Wir ein Ausgleich zu erzielen, und nur dadurch ist es ZK(
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