Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

Verhandl. d. Bürgerschaft am 20. März 1911. Anforderungen des Mujitvereins tommen. Das daß, wenn diese Mittel aufgebracht werden Jollen, wird auch in Zukunft nicht ausbleiben, und dann auch die Forderung ausgesprochen werden wenn diese drei Jahre um sein werden, werden muß, daß gleichfalls die interessierten Kreise dazu wir uns erneuten Mehrforderungen des Vereins beitragen. Das tun sie jettt nicht. Sie tragen in gegenüber befinden. Es ist schon im Bericht g’ukunft nicht mehr bei als s000 ., und das des Stadt- und Landamtes darauf hingedeutet ist noch weniger als bisher. Die Forderung muß worden, daß das Pensionsrecht für die Musiker ich allerdings an die Bewilligung dieser Mittel noch nicht bestehe und daß es doch wohl mit der knüpfen, daß die interessierten Kreise des Musik- Zeit eingeführt werden müsse. Das wird dann vereins und der Musikverständigen, die die die Forderung sein, die an uns herantreten Konzerte besuchen, zu diesen Mehrforderungen wird. Ich habe gesagt, daß die Behörde und auch ihren Teil beitragen. Ich sage, daß das der Senat die Forderung des Musikvereins Jahresengagement und sseine Einführung ent- als gerechtfertigt ansehen. Der Senat ist nicht schieden zu befürworten ift und daß auch die allen Eingaben und Anforderungen gegen- Musiker entsprechend entlohnt werden müssen. über, die seitens gemeinnütiger Vereine an Alber es müssen auf der andern Seite Erssparungen ihn herangetreten sind, gleich weitherzig ger an dem Orchester vorgenommen werden, und wesen. Wir haben noch vor nicht langer Zeit außerdem muß der Musikverein sich größere eine Verhandlung gehabt über eine Eingabe Einnahmen verschaffen. Ersparungen an dem des Lesehallenvereins, der beantragt hatte, ihm Orchester und das bildet ja die größte Ausgabe statt des gewährten Zuschusses von 10 000 46 für den Musikverein – könnten nur dadurch einen solchen von 12 500 M zuzuwenden. Der vorgenommen werden, daß die Zahl der Orchester- Senat hat diese Eingabe nicht befürwortet, mitglieder verringert würde. Die Zahl der obgleich der Lesehallenverein ebenfalls ein gere HOrchesstermitglieder beträgt jeßt 53. Wenn wir meinnütziger Verein ist, und obgleich diese nun annehmen, daß ein Orchester von 50 Mu- ausgeführt hatte, daß, wenn ihm diese Mittel sikern für unsere Zwecke ausreichend wäre, nicht zur Verfügung gestellt werden würden, würde das für uns schon eine erhebliche Er- er seinen Betrieb nicht in der bisherigen Weise sparnis bedeuten. Wenn ich den Musiker durch- aufrechterhalten könne. Dieser Antrag ift schnittlich mit 1800 .46 pro Jahr anseße, würde bekanntlich vom Senat abgewiesen worden. das eine Ersparnis von 5400 . pro Jahr be- Der Herr ständige Senatskommissar hat damals deuten. JIch glaube, daß diese Herabsetzung gesagt: „Aber man kann auch sehr wohl die miöglich. ist, ohne die Leistungen der Kapelle Ansicht des Senates und des Finanzdeparter erheblich zu beeinträchtigen. Andere Städte, die ments unterschreiben, daß wir jetzt wirklienn noch größer sind als Lübeck, haben zum großen einmal eine Fermate setzen müssen.“. Sollte Teil ein erheblich kleineres Orchester. Deshalb das vielleicht im Hinblick auf den Musikverein meine ich, daß es auch hier möglich sein muß, gesagt worden sein? Aus dem Antrage des mit einem kleineren Orchester auszukommen. Senates geht es nicht hervor. . Jch gebe zu, Außerdem würde ich vorschlagen, das Stamm- daß der Senat bei dem Antrage des Lesehallenn orchester, das als Kurkapelle für Travemünde vereins durchaus im Rechte war, und daß er dienen soll, ebenfalls zu verringern. 39 Mann sich in jeder Beziehung meines Beifalls err fuür ein Kurorchesster sind viel zu viel; ein solches freute, daß Schluß gemacht werden müßte. I
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