Full text: Lübeckische Blätter. 1911 ; Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1911 (53)

166 =- gaben im Jahre 1910 für Zeitungen 150 M ist auch in diesem Jahre wahrscheinlich nichts iweniger aus als z. B. 1907, und wir haben für cdaus dieser Stiftung zu erhoffen. Wir haben Bücheranschaffungen im Jahre 1910 800 . ferner am Ende des Jahres 1909 in weiteren weniger ausgegeben als 1907. Die Zwischen- Kreisen des Bürgertums eine sehr umfangreiche zahlen lasse ich der Kürze halber weg. Nun Werbung veranstaltet. Der Erfolg war der, daß haben wir eine Mehrforderung von 2400 J kaum die Kosten der Werbung gedeckt wurden. gestellt, die teils durch die Erhöhung der Be- So ist jetzt der Staat unjere einzige Hoffnung. soldungen, teils durch den Druck des Nachtrages Zum Schluß möchte ich noch auf eine Tat- zum Katalog begründet ist. Ein Katalog ist fir qache aufmerksam machen, die dem Senat viel- den Betrieb dieses großen Instituts unbedingt leicht nicht ganz, den Bürgerausschuß aber nötig. Wir müssen dafür dauernde Mittel haben |s|icher nicht bei seiner Stellungnahme zu unserm uud ins Budget einstellen. Diese Mittel sind Gesuch gegenwärtig war. Das ist die Tatsache, nicht aus den bisherigen laufenden Mitteln zu daß vor etwa drei Jahren von seiten der gemein- beschaffen, sondern sie müssen neu von uns nühzigen Gessellschaft eine K ommissionzut angefordert werden. Wir können diese Summen Bekämpfung des Schmugt es in nun, wenn Sie uns den höheren Betrag nihh Wort und Bild gegründet worden ist, gewähren, entnehmen nur aus der Position die schon außerordentlich erfreuliche Erfolge für Bücheranschaffungen. Gewähren Sie uns erzielt hat. Diese sogenannte Buchschund- die Beihilfe nicht, so sind wir vorläufig nicht in kommission hat bisher gar keine Mittel bean- der Lage, auch nur ein einziges neues Buch im ssprucht, und doch ist es ihr gelungen, den Buch- nächsten Jahre anzuschaffen, denn das ist die. schund hier fast vollkommen zu beseitigen. tinßas Fastion, 166 upir absrchhen tunen WIG! f ute teens gan deter ü halle in ihrer Entwicklung sstehen bleibt, sondern Verordnung gegen das für M Juieih jo daß sie zurückgeht, denn die Bibliothek nutzt sich, gefährliche Gift der Kinematographentheater in infolge der ungeheuren Jnanspruchnahme ganz Kraft gesezt worden. Auf der andern Seite außerordentlich ab, und es müssen allwöchentlich haben wir doch nun dieser Jugend nichts zu Bücher ausgeschieden werden. Ein Stillstand. bieten, als gute Lesestoffe. Die Bibliotheken aber würde den allmählichen Tod bedeuten, unsrer Volksschulen reichen dafür einfach und das könnte man bei einem so hoch dotierten nicht aus. Wie bisher wird sJich die Öffentliche Institut nicht verantworten. Der Herr Senats- Lesehalle der Pflicht, auch die Jugend heran- kommissar hat uns mit vollem Recht eine Ber zuziehen und für sie zu arbeiten, nicht ent schränkung empfohlen. Ich will Ihnen sagen, ziehen. Die Jugendabteilung unsrer Bibliothek daß diese Beschränkung in den letten Jahren aber, die vollständig zerlesen ist, muß jetzt erseht schon nach anderer Richtung von uns geübt wor- werden, und dazu brauchen wir Geld. Wo den ist. Sie wissen, daß in den zwei V o r- sollen nun die zahlreichen Herren, die sich städten St. Jürg en und St. Gertrud diesen Aufgaben widmen und mit Zustimmung von gemeinnütig wirkenden Frauen der Behörden des Staates die Überwachung des blühende Bibliotheken ins Leben gerufen sind, und Bilderunwesens und der schlechten Literatur daß von jener Seite der Versuch gemacht worden übernehmen, dauernd ihre Arbeitsfreudigkeit ist, diese unserer großen Bibliothek anzugliedern. hernehmen, wenn sie sehen, daß ihre Bt Wir haben uns trotß wiederholter Anträge abs strebungen nicht weiter gefördert werden 11 lehnend verhalten müssen, weil wir es pekuniär daß nicht nur ein Stillstand, sondern ein Rück nicht leisten können. Wir haben leider auch dem schritt in dem guten Werke durch Nichtb Wunsche der Vorsta dt St. Lorenz mit willigung der nötigen Mittel eintritt. Ich bitlt sciner großen bildungsdurstigen Bevölkerung Sie dringend, allen Herren, die an dies ] nach Gründung einer Filiale nicht entsprechen wichtigen Aufgabe mitarbeiten, ihre Arbeits tönnen, weil es uns an den Mitteln fehlte. freudigkeit zu erhalten. An 2500 „ stirbt der Wie steht es nun aber mit der Aufbringung von lübeckische Staat gewiß nicht. Es gibt M Privatmitr eln, auf die wir vom Finanz- Budget andre Positionen, bei denen mit meh departement hingewiesen worden sind? JI<| Recht gestrichen werden kann, als gerade al darf Sie darüber auch unterrichten. Wir haben dieser Stelle. Ich glaube, daß diese Best . im vorigen Jahre an die reiche Gaedertstifttung bungen, die von allgemeinem Wohlwollen g das Ersuchen. gerichtet, uns für den Katalog tragen werden, zu denjenigen Punkten gehörelh Mittel im Betrage von 1500 .46 zu bewilligen. worin höchst erfreulicherweise wir all e, vo Das ist ohne Gründe leider abgelehnt, und es der Rechten_bis zur äußersten_ Linken, eiml] J :
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