Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

„.1 – Verhandl. d. Bürgerschaft am 19. Dezbr. 1910. nach Lübeck zu ziehen, mindestens das gleinite daß das Anfangsgehalt der Zeichenlehrer so sein müßte wie das im Beamtenbesoldungsetat gesteigert werde, wie Herr Dr. Gilbert es bean- unter Nr. 118 für den Navigationslehrer aus- tragt. Die Zeichenlehrer bekommen jetzt 2600 .46 geworfene Gehalt. Ich zitiere wörtlich aus der als Anfangsgehalt, und Herr Dr. Gilbert will damaligen Begründung der Oberschulbehörde. das auf 3500 ..6 erhöhen. Ich kann es daher nicht verstehen, warum der Dr. Müll e r: Das ist richtig. Leider kann Senat seinen Standpunkt verlassen hat, werde auch ich nicht gleich die Position finden, aus der darüber aber vielleicht vom Senatstisch belehrt zu ersehen ist, daß die Zeichenlehrer an höheren werden. Ich bitte Sie aber noch aus einem Unterrichtsanstalten in Preußen in derselben andern Grunde, meinem Antrage zuzustimmen. Gruppe stehen, in der sich die Lehrer an Bau- Sie wissen, daß Lübeck für die bildende Kunst gewerksschulen befinden. Das Gehalt beträgt infolge seiner Lage nicht sehr viele Mittel aus- dort für beide bis 4500 .sKk plus Wohnungsgeld. werfen kann. Ich glaube nun, daß die Zeichen- Ich wollte zunächst folgendes bemerken. Ge- lehrer in unserm Staate die Hauptträger der nau genommen ist in unserm Besoldungsetat Erziehung zur bildenden Kunst sinn. Darum eine bessondere Art von Lehrern ganz vergessen. muß ihnen auch eine ihren Aufgaben und ihrer Wenn ich sie erwähne, fürchten Sie nicht, daß ich Stellung entsprechendes Gehalt gezahlt werden. für sie noch einen Antrag stellen werden. Aber Wenn Sie die Leistungen der Zeichenlehrer an ich halte mich für verpflichtet, eine Sache hier den höheren Schulen, wie sie sich in den Aus- zur Sprache zu bringen, die auch von der Ober- stellungen am Katharineum, Johanneum und schulbehörde meines Wissens erstrebt worden ist. der Realschule am Dom dokumentiert haben, E€Es handelt sich um die Mujsiklehrer für höhere angesehen haben, werden Sie zugeben, daß der Unterrichtsansstallten. Diese stehen in Preußen Zeichenunterricht durch die Anstellung dieser und überhaupt an den meisten deutschen höheren Herren in den letzten Jahren ganz außerordentlich Schulen den Zeichenlehrern im Gehalt voll- gebessert ist. Deshalb bitte ich Sie, meinem ständig gleich. Hier in Lübect bekommen Sie Antrage zustimmen zu waollen. Ich hoffe nur das Gehalt der Volksschullehrer. Nun will dringend, daß Sie das tun, weil die Zeichen- ich nicht vergessen hervorzuheben, daß in Preußen lehrer schon lange darauf warten, daß das in der Regel verlangt wird, daß sie einen Kursus Anfangsgehalt für die schwierigen Jahre der an einem akademischen Institut in Berlin, an Verheiratung und der Hausstandsgründung ein dem auch Organisten ausgebildet werden, durch- höheres ist. Sollten Sie meinem Antrage aber gemacht haben. Aber das höhere Gehalt wird nicht zustimmen, bitte ich Sie, unter allen Um- ausnahmsweise auch solchen gewährt, die sich ständen meinen Eventualantrag anzunehmen, praktisch als tüchtig erwiesen haben. Die Ober- der dahin geht, daß das Gehalt von 2800 .1 schulbehörde hatte in Aussicht genommen, auch bis 5100 . bemessen wird. Das ist dasselbe diesen Herren eine besondere pensionsfähige Gehalt, wie die Senatsvorlage vorsieht, nur Zulage. von 300 . zuzuwenden. Der Antrag habe ich beantragt, daß die Steigezeit nicht 24, ist zu meinem großen Bedauern gefallen, wahr- sondern 21 Jahre beträgt. Demgemäß müßten scheinlich in der Beamtenkommission. Jch komme dann 2 x400 . und 5 x 300 .\11 Zulagen be- darum nicht darauf zurück, obgleich ich betonen zahlt werden. muß, daß bei diesen Lehrern das von mir Gesagte Senator H e in r. Ev e r s: Ich habe vor mir dbezüglich der Leistungen zutrifft, wenigstens wie den preußischen Etat, kann aber die Zeichenlehrer ich weiß bei denen für das Katharineum und das im Augenblick nicht finden. Ich wäre Herrn Johanneum. Vielleicht sind auch hier Herren, Dr. Gilbert dantbar, wenn er mir sagte, in die Gelegenheit gehabt haben, sich davon zu welcher Klasse sie stehen. Jedenfalls finde ich überzeugen, daß es sich dabei um Lehrer handelt, sie nicht in der Klasse der Navigationslehrer. die ihrer Aufgabe durchaus gewachsen sind. Es Wenn damals der Senat gesagt hat, er wünsche tut mir, wie gesagt, leid, daß der Antrag der den Zeichenlehrern dosselbe Gehalt zu geben Oberschulbehörde keine Folge gehabt hat. Ich wie die Navigationslehrern, hat er nur das hoffe aber, daß man über kurz oder lang auf die damalige Gehalt gemeint, nicht aber das Gehalt, Angelegenheit zurückkommen wird. . das eventuell später einmal gegeben würde. Ich Was die Ausführungen von Herrn Dr. Gilbert darf Sie darauf hinweisen, daß die Oberschul- anlangt, so kann ich nur bestätigen, daß sie sachlich behörde sich mit dem hier ausgeworfenen Gehalt durchaus richtig sind. Es ist ja im Laufe der einversstanden erklärt und nicht gewünscht hat, Beratung wiederholt auf besondere Verdienste SK
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