Full text: Stenographische Berichte über die Verhandlungen der Bürgerschaft zu Lübeck im Jahre 1910 (52)

das Gehalt ein Äquivalent für die Leistungen werden. Das läßt natürlich zu, daß das Gesetz der Beamten sein, und die Höhe unsrer Volks- sso gefaßt wird, daß nur normale Fälle in Be- schule haben wir doch den Personen zu ver- tracht kommen. danken, die an ihr wirken, den Volksschul- Herr Pastor Evers hat dargelegt, daß sein lehrern. Wenn wirklich dieser Erfolg der Besser- Ersuchen die Senatsvorlage ergänzte. Was stellung eintreten würde, was ich noch unter sagt es denn? Es heißt darin, daß der Senat allen Umständen bezweifeln muß, wäre es die Frage prüfen solle, inwieweit auch hinsichtlich wirklich kein Unglück. Der Aufwand, den wir der Anrechnung der Dienstzeit der Hilfslehrer dafür tragen müssen, ist wirklich nicht so erheblich, und Hilfslehrerinnen eine Gleichstellung der daß man sagen müßte, das könnten wir unter bereits Angestellten und der künftig anzu- keinen Umständen annehmen. Das Geld, das stellenden hiesigen Volksschullehrkräfte mit den wir in unsrer Volksschule anlegen, ist gut an- preußischen durchgeführt werden kann. Wir gelegt und ein wirklich werbendes Kapital. haben gehört, daß das bereits geprüft ist. Der Aus diesem Grunde sollten uns keine Ausgaben, Senat will es nur für die künftig anzustellenden die sich in einigermaßen erträglichen Grenzen hiesigen Volksschullehrkräfte. Was wollen Sie halten, zu hoch sein. Auch in diesem Falle nun mit diesem platonischen Ersuchen machen, wird die Ausgabe von 24 000 M nicht zu hoch wo der Senat bereits erklärt hat, daß er für sein. Es ist gewiß an und für sich ein hoher die jetigen festangestellten Volksschullehrer die Betrag, aber er muß ins Verhältnis zu dem Dienstzeit nicht anrechnen wolle ? Ein solches gestellt werden, was wir erreichen wollen. Für Ersuchen bei der heutigen Gehaltsregulierung die Volksschule ist der Betrag nicht zu hoch. hätte dann nur Sinn, wenn Sie nach der Er- Ich bitte Sie daher, dem Antrage des Bürger- klärung des Herrn ständigen Senatskommissars ausschusses zu folgen und möglichst einstimmig wenigstens die Aussicht haben, daß es ange- die Steigezeit von 24 Jahren anzunehmen. nommen wird. Sie haben diese Aussicht aber E. F e h li n g: Herr Pastor Evers hat das nicht. Es wäre auch sonderbar, wenn der Senat Ersuchen der Bürgerausschußkommisssion auf- seinen Standpunkt, daß er die jetzigen Lehrer genommen, und seine Ausführungen liefen nicht den preußischen Kollegen gleichstellen will, meines Erachtens darauf hinaus, daß dieses auf Grund eines solchen Ersuchens änderte. Ersuchen plus dem Senatsantrage dasselbe sei Herr Pastor Evers wird also das, was er will, wie das vom Bürgerausschuß beschlossene mit die Heraufseßzung der jetzigen 23 Jahre auf der von mir beantragten Note. Ich habe 27 Jahre im Zusammenhang mit der Be- meinen Antrag etwas geändert und, der An- grenzung der Hilfslehrerzeit für alle Lehrer, regung des Herrn Senatskommissars folgend, auch die im Amt befindlichen, nicht erreichen. die Zahl der vier Dienstjahre herausgelassen, Auf der andern Seite hält der Bürgerausschuß- ebenso die Klasse der Handarbeits- und Turn- antrag mit der von mir beantragten Note die lehrerinnen, so daß er jetzt lautet: Möglichkeit durchaus offen, daß Sie nachher Für den Fall, daß durch Rat- und Bürger- die 27 Jahre und die Hilfslehrerzeit, wie es die schluß die Diensstzeit der Hilfslehrer und Bürgerausschußkommisssion haben wollte, ge- Hilfslehrerinnen neu gesetzlich begrenzt und setlich festlegen. Beschließen Sie darum ruhig beschlossen werden sollte, den im Amt be- die 24 Jahre, und behalten Sie sich vor, falls findlichen Beamten der Klassen C II und III das, was Herr Pastor Evers wünscht, durch die die gesetliche Hilfslehrerzeit übersteigende Rat- und Bürgerschluß Gesetz werden sollte, die Dienstzeit auf das Bessoldungsdienstalter an- 27 Jahre einzuführen. Sie haben doch jept zurechnen, bleibt eine anderweitige Bemessung nicht die 27 Jahre. Sie wollen aber jett die der Alterszulagen (für Klasse C II 1 x200 und Steigezeit von 23 auf 27 Jahre abändern, weil 8 > 150, für Klasse C III 1 >x300 und 8 ><250) Sie meinen, möglicherweise wird künftig noch vorbehalten. etwas andres gemacht. Warten Sie das doch Ich glaube die Anfrage des Herrn ständigen ab. Wenn Sie späterhin die Begrenzung der Senatskommissars dahin beantworten zu müssen, Hilfslehrerzeit vornehmen, können Sie es noch daß ich nicht ersuche, die die gesetzliche Hilfslehrer. ebensogut machen wie heute. Aus den Gründen zeit übersteigende Zeit anzurechnen, sondern nur, bitte ich Sie, auf den Umweg von Herrn Pastor wenn in dieser Beziehung ein Beschluß gefaßt Evers nicht einzugehen. Er gibt den Volks- vird, soll das Gehalt anderweitig festgesektt schullehrern tatsächlich gar nichts, sondern tut 876
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